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  • WoW 7.0 (Legion) im Test mit 25 GPUs + CPU-Skalierung: Vorbereitung auf Legion-Launch [Update]
    Quelle: PC Games Hardware

    WoW 7.0 (Legion) im Test mit 25 GPUs + CPU-Skalierung: Vorbereitung auf Legion-Launch [Update]

    Update mit Intel-Prozessortest: World of Warcraft nähert sich mit großen Schritten der Veröffentlichtung seiner sechsten Erweiterung. "Legion" bringt ab dem 30. August neue Inhalte für alle WoW-Fans und die schon jetzt verfügbare Spielversion 7.0.3 ergänzt das technische Grundgerüst unter anderem um drastisch erhöhte Sichtweite. PC Games Hardware prüft noch vor dem Legion-Launch, welche PCs dem Addon gewachsen sind.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Das sechste WoW-Addon Legion wird am 30. August veröffentlicht. Bereits Mitte Juli legte der Entwickler Blizzard das Fundament in Form der WoW-Version 7.0, welche zahlreiche Änderungen an den Charakterklassen, aber auch am Interface und der Grafik vornimmt. In diesem Artikel fokussieren wir PCGH-typisch die Technik, untermauert von zahlreichen Benchmarks. Sie dürfen sich unter anderem auf die Messwerte von 25 Grafikkarten in den vier populärsten Auflösungen freuen - Full HD, WQHD, Ultra HD und Ultrawide-QHD.

    WoW Legion = WoW-Grafik 7.0

          

    World of Warcraft startete hierzulande im Jahr 2005 und bot eine für damalige Verhältnisse ansehnliche, wenn auch nicht umwerfende Grafik. Angesichts der riesigen, weitgehend ohne Ladezeiten dargestellten Welt stimmte das Verhältnis aus Hardwarehunger und Qualität. Mit den Jahren nagte der Zahn der Zeit an WoW, Blizzard wirkte dem Verfall jedoch aktiv entgegen: Mit jeder Major-Version des Spiels (die erste Ziffer der Spielversion), welche zum Start neuer Erweiterungen veröffentlicht wird, implementierten die Entwickler neue Technik-Errungenschaften. So hielt im Laufe der Zeit nicht nur Prozessor-Multithreading Einzug in die Engine, sondern auch Direct-X-11-Support sowie ein 64-Bit-Modus. All das war notwendig, um den Anschluss zu halten und die Welt der Kriegsführung immer komplexer zu gestalten. Eine realistischere Wasserdarstellung, God-Rays, Umgebungsschattierung, erhöhte Sichtweite sowie drastisch verbesserte Charaktermodelle gehören zu den deutlichsten Grafikaufwertungen der vergangenen Jahre. WoW 7.0 alias WoW Legion führt diese Tradition fort und beschert WoW ein erneutes Facelifting. Blizzard nennt die folgenden Aufwertungen:

    • Die maximale Darstellungsdistanz in der gesamten Welt wurde extrem erhöht.
    • Es wurden 5 weitere Grafikstufen hinzugefügt. 3 davon über der bisherigen Stufe ultra.
    • Es wurden fortschrittlichere Renderingtechniken für Nebel implementiert.
    • Es wurden moderne Renderingtechniken für Farben und andere Nachbearbeitungseffekte implementiert.

    Während der Nebel und das überarbeitete Post-Processing kaum ins Auge stechen, tut es die erhöhte Sichtweite umso mehr. WoW bot schon immer eine hohe Weitsicht, der überarbeitete Renderer erlaubt jedoch bisher ungeahnte Ausblicke. Ein Beispiel anhand des Hafens von Sturmwind. Der Blick nach Westen offenbart lediglich das offene Meer. Der Süden vermag alte WoW-Hasen jedoch zu erstaunen: Am Horizont, in Distanznebel getaucht, sind die Hügel und (teilweise umherfliegenden) Bäume der Region Westfall deutlich zu erkennen. Wer sein Flug-Mount sattelt, wird viele weitere Momente dieser Art erleben. Selbstverständlich kostet die neue Detailstufe ordentlich Leistung, vor allem der Hauptprozessor muss für die erweiterte Darstellung schwer schuften. Die aktuellen WoW-Optionsmenüs in der Übersicht:

    WoW: Weiteres Techtelmechtel

          

    Seit Version 6.1 bietet WoW eine weiterentwickelte Version der Umgebungsverdeckung Screenspace Ambient Occlusion, Nvidias HBAO+. Sie fügt der Szenerie deutlich sichtbare Schattierung hinzu, vermittelt damit eine bessere Tiefenwirkung und ist trotzdem kein Ressourcenfresser. Im WoW-Grafikmenü versteckt sich die Option unter dem Namen "SSAO"; erst die Option "Ultra" entspricht HBAO+. Des Weiteren schmückt sich WoW seit Version 6.1 mit einer Überarbeitung punktueller Lichtquellen, die ebenfalls eine realistischere Beleuchtung der Spielwelt ermöglicht. Die neue, pixelgenaue Beleuchtung ist sehr subtil kommt erst nach Sonnenuntergang ordentlich zur Geltung. So erhellen Lagerfeuer und Lampen dynamisch die umliegenden Objekte und Charaktere, tagsüber ist von der erhöhten Präzision jedoch wenig bis gar nichts zu sehen. Im WoW-Grafikmenü versteckt sich die Option unter dem Namen "Beleuchtungsqualität".

    WoW 6.1 brachte außerdem die in Version 6.0 gestrichene Multisampling-Unterstützung zurück. Das MSAA lässt sich nach wie vor optional um eine Alpha-to-Coverage-Komponente (A2C) erweitern, die dafür sorgt, dass Alphatest-Texturen (wie die in WoW üppige Vegetation) ebenfalls geglättet werden. Streng genommen ist diese Option seit 2005 überfällig, denn WoW war schon immer für seine flimmrige Vegetation berühmt-berüchtigt. Die "Render-Skalierung" erlaubt weiterhin Supersampling der alten Schule: Intern wird eine um bis zu 100 Prozent höhere Auflösung verwendet und diese anschließend heruntergerechnet, was in Vollbildglättung resultiert. Nvidias DSR und AMDs VSR lassen grüßen. Außergewöhnlich und ein echtes PC-Feature ist die binäre Wahlmöglichkeit des Rekonstruktionsfilters beim Downsampling. Ein solcher Filter sorgt dafür, dass die Zusatzinformationen der hohen Auflösung bestmöglich im Ausgabebild ankommen. WoW 6.1 bietet die Optionen bilinear (Standard) und bikubisch an.

    WoW Legion: Anti-Aliasing-Vergleich

          

    Unter "Antialiasing" dürfen Sie wie gehabt zwischen neun Modi wählen. Die volle Packung Optionen öffnet sich Ihnen unter "System" - "Erweitert": Hier dürfen Sie diverse AA-Verfahren kombinieren, beispielsweise 2× SSAA plus MSAA und/oder einem Postfilter, mit Alpha-to-Coverage-Aufwertung oder nicht, et cetera. In diesem erweiterten Grafikmenü entspricht die "Render-Skalierung" auf 200 % übrigens dem 2× SSAA aus dem Menü davor (100 % = native Auflösung).

    Alle Verfahren en détail zu erläutern, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber einige Anhaltspunkte möchten wir Ihnen für den Legion-Ausflug mitgeben. Supersampling/Downsampling/Render-Skalierung/SSAA ist traditionell der ressourcenhungrigste, aber effektivste Anti-Aliasing-Modus. Dadurch, dass das komplette Bild mit höherer Auflösung berechnet wird, wird es auch vollständig geglättet. 200 Prozent Pixel bedeutet theoretisch den doppelten Rechenaufwand für die Grafikkarte - vermutlich hat Blizzard deshalb auf Modi wie 300 % und 400 % verzichtet, wenngleich die Bildrate in Spielen nie linear mit der Auflösung einbricht. Multisampling entspricht einer Sparversion von SSAA, hier werden nicht alle Bildpunkte mehrfach behandelt, sondern nur jene, die an Polygonkanten liegen. Da in WoW die meisten Objekte aus diesen Vielecken bestehen, erlaubt MSAA eine gute Glättung und ist dank effektiver Kompressionsalgorithmen relativ günstig. Texturen, zu denen auch die Vegetation gehört, werden von MSAA jedoch nicht angetastet. Stört Sie das dortige Flimmern, sollten Sie die Option "Multisample Alpha Test" im erweiterten Grafikmenü einschalten. Anschließend wird die Vegetation mit genauso vielen Samples geglättet wie die Objekte drumherum - solange MSAA aktiv ist. Natürlich hilft auch SSAA gegen dieses Flimmern. Die Kombination aus SSAA und MSAA ermöglicht auf starken Grafikkarten die bestmögliche Bildqualität.

    Die Option "Rekonstruktionsqualität" tritt nur in Kraft, wenn die "Render-Skalierung" nicht auf der Neutralstellung 100 % steht. Niedrigere Werte als 100 führen dazu, dass WoW intern mit einer niedrigeren Auflösung als eingestellt berechnet und anschließend hochgerechnet wird (Upscaling). Das führt zu groben Riesenpixeln und ist nur auf sehr, sehr langsamen Grafikkarten sinnvoll. Werte größer als 100 % resultieren wie erwähnt in Supersampling. Der standardmäßige, bilineare Rekonstruktionsfilter ist unsere Empfehlung, da er saubere, flimmerarme Bilder erzeugt. Ein Wechsel auf bikubisches Resampling führt zu etwas "knackigeren" und flimmrigeren Bildern, was vor allem an Feinheiten wie Palmblättern zu sehen ist (siehe folgenden Bildvergleich). Wer 2× SSAA mit DSR/VSR kombiniert und/oder FXAA/CMAA dazu schaltet, erhält hier aber tendenziell bessere Ergebnisse als mit dem bilinearen Filter.

    Nutzer angestaubter Grafikkarten haben die Wahl zwischen den Postfiltern FXAA und CMAA. Im Gegensatz zu SSAA und MSAA handelt es sich bei ihnen nicht um echtes Anti-Aliasing, da das Problem - Aliasing - nicht bei der Wurzel gepackt, sondern lediglich auf Basis fertiger Bilder aufgeweicht wird. FXAA führt zu sichtbarer Unschärfe, CMAA nicht; letzteres "vergisst" jedoch ein paar Kanten. Als Notanker oder Ergänzung zu SSAA, bei dem wie erwähnt jedes Sample sehr teuer ist, eignen sich die Verfahren aber gut - Blizzard bietet nicht umsonst die Kombination aus 2× SSAA und CMAA als höchstmöglichen Modus im Grafikmenü an.

    WoW Legion: Grafikkarten-Benchmarks

          

    Warlords of Draenor beginnt mit einer großen Schlacht am Fuße des Dunklen Portals: Unzählige Nichtspieler-Charaktere mischen sich im Getümmel mit "echten" Spielern und feuern zusammen aus allen Rohren - eine echte Bewährungsprobe für Ihren Computer. Wir haben uns entschlossen, diese schon im Beta-Test von Warlords of Draenor verwendete Szene "Azeroth's Final Battle" auch für WoW 7.0.3 als Standard-Benchmark heranzuziehen, bis wir ab dem 30. August die Verheerte Küste von WoW Legion betreten dürfen. Die gegenüber WoW 6.x aufpolierte Grafik führt dazu, dass vorherige Benchmarks mit dieser Szene nicht vergleichbar sind.

    00:28
    WoW: Warlords of Draenor: Die PCGH-Benchmarkszene

    Nach wie vor gilt: Haben Sie besagte Schlacht hinter sich gebracht, läuft das Spiel fast immer deutlich flüssiger. Typische Außenareale fordern den Computer weniger als derartige Massenprügeleien und innerhalb von Gebäuden und Dungeons ist die Bildrate meist über jeden Zweifel erhaben. Unsere Benchmarkszene ist dennoch kein Worstcase: Schlachtzüge, sogenannte Raids, stressen den PC noch stärker, lassen sich jedoch nicht mal eben vom Zaun brechen und sind niemals reproduzierbar. Insofern bilden wir einen guten Kompromiss mit unterdurchschnittlichen Bildraten ab, bei dem gilt: Stemmt Ihr PC dieses Szenario flüssig, haben Sie in WoW keine ernsten Fps-Probleme zu befürchten.

    WoW v7.0: Grafikkarten

    Wählen Sie eine Auflösung im Drop-Down-Menü aus!

    • WoW 7.0: Standard-Benchmarks
    • WoW 7.0: Extrem-Benchmarks
    Info Icon
    Game/Version World of Warcraft v7.0.3 (DX11 x64), PCGH-Benchsave 'Azeroth's Final Battle'
    Details Preset 10 (max. quality) with varying Anti-Aliasing; max. Sound fidelity
    Software/Drivers Windows 10 x64, Geforce 372.54 WHQL (HQ), Radeon Software 16.8.2 Hotfix (HQ)
    • Benchmarks (1 von 4)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.911 MHz, 10 GT/s
    100.6
    83
    ~1.350 MHz, 7,2 GT/s
    100.2
    83
    ~1.900 MHz, 8 GT/s
    100.2
    83
    ~1.316 MHz, 7 GT/s
    100.1
    82
    ~1.100 MHz, 7 GT/s
    99.8
    83
    ~1.316 MHz, 7 GT/s
    95.0
    80
    ~1.032 MHz, 6 GT/s
    92.5
    80
    ~1.900 MHz, 8 GT/s
    91.2
    77
    ~1.050 MHz, 1 GT/s
    89.1
    76
    ~1.070 MHz, 6 GT/s
    88.9
    75
    ~900 MHz, 1 GT/s
    87.1
    73
    ~1.330 MHz, 8 GT/s
    84.2
    72
    ~1.430 MHz, 7 GT/s
    83.6
    75
    ~1.010 MHz, 6 GT/s
    83.1
    72
    ~1.000 MHz, 5,2 GT/s
    82.7
    71
    ~1.241 MHz, 7 GT/s
    79.9
    70
    ~1.150 MHz, 6,6 GT/s
    78.5
    68
    ~1.040 MHz, 6 GT/s
    75.2
    68
    ~1.202 MHz, 6 GT/s
    74.0
    67
    ~1.050 MHz, 6 GT/s
    62.4
    58
    ~1.300 MHz, 6,6 GT/s
    57.6
    55
    ~1.120 MHz, 5,6 GT/s
    53.1
    49
    ~1.250 MHz, 7 GT/s
    47.7
    43
    ~1.050 MHz, 6 GT/s
    45.5
    42
    675 MHz, 3,6 GT/s
    30.6
    28
    0
    5
    10
    15
    20
    25
    30
    35
    40
    45
    50
    55
    60
    65
    70
    75
    80
    85
    90
    95
    100
    105
    Name
    1.920 × 1.080, CMAA/16:1 AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6700K @ 4,5 GHz, 2 × 16 GiB Corsair DDR4-3000 (1T), Asus Maximus VIII Hero (Z170)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Grundsätzlich läuft WoW selbst auf fünf Jahre alten Grafikkarten flüssig, sofern man sich mit Full HD und CMAA begnügt. Mit steigender Auflösung und aktivem MSAA nimmt WoWs Hunger nach Grafikleistung jedoch zu. Spätestens dann ist das schwache Abschneiden aller Radeon-Grafikkarten auffällig: Zwar erreichen die meisten Modelle flüssige Bildraten, unterliegen vergleichbaren Geforce-Chips jedoch klar. Dieses Performance-Bild ist nicht neu, bereits 2014 ergaben unsere Benchmarks mit der damaligen WoW-Version ein ähnliches Bild, was die Vermutung nahe legt, dass World of Warcraft bei den AMD-Treiberentwicklern keine Priorität hat. Ebenfalls auffällig ist die starke Performance der alten Kepler-Karten, sowohl die GTX 770 als auch die GTX 780 und GTX 780 Ti schlagen sich beachtlich. Apropos: Geforce-Grafikkarten krachen auf unserem Skylake-Testsystem bei rund 100 Fps ins CPU-Limit. Dieses lässt sich nur mithilfe höherwertiger Kantenglättung und/oder feinerer Auflösung umgehen.

    WoW Legion: Prozessorleistung und Kernskalierung - AMD

          

    Welcher Prozessor genügt für WoW Legion? Eine berechtigte Frage, zu deren Beantwortung wir erneut auf die bewährte Testszene zurückgreifen, aber ein paar Dinge verändern. Als Testsystem verwenden wir einen reinrassigen AMD-PC, basierend auf einem FX-8350-Prozessor, einer Radeon R9 Nano sowie Windows 10 in der 64-Bit-Variante. Die CPU ist mithilfe geschärfter Subtimings sowie übertakteter Northbridge auf maximale Leistung getrimmt und auch die Nano arbeitet dank Undervoltings um -48 mV sowie +20 % Powerlimit konstant mit 1.000 MHz. Da wir die CPU-Belastung von WoW überprüfen möchten, reduzieren wir die Auflösung auf 1.280 × 720 Pixel und deaktivieren AA sowie AF. Den Prozessor kümmert die Auflösung nicht, er muss dank des unveränderten 16:9-Seitenverhältnisses genauso viel berechnen wie in höheren Auflösungen.
    WoW Legion (v7.0.3) auf einem AMD-PC: CPU-Performance und Kernskalierung WoW Legion (v7.0.3) auf einem AMD-PC: CPU-Performance und Kernskalierung Quelle: PC Games Hardware Die Ergebnisse liefern mehrere Erkenntnisse. Erstens: Ein FX-8350 mit 4 GHz Kerntakt ist in der Lage, die Bildrate im 40er-Bereich zu halten, mit kurzzeitigen Stürzen knapp unter diese Marke. Zweitens: WoW 7.0 ist aufgrund der verbesserten Grafik, allem voran die Sichtweite, wesentlich prozessorlastiger als noch Warlords of Draenor (WoW 6.x). Vergleichswerte liefert ein älterer PCGH-Test von 2014: Hier erreicht ein PC mit FX-8350 @ 3,7 GHz plus GTX 970 eine durchschnittliche Bildrate von rund 54 Fps (Min: 47); die Skalierung von vier auf acht CPU-Threads führt zu einem Plus von weniger als zehn Prozent. Klammern wir etwaige Overhead-Limitierungen aus, welche die oben abgebildete AMD-Kombination plagen könnten, und verrechnen den unterschiedlichen Prozessortakt, läuft WoW 7.0 circa 20 bis 25 Prozent schlechter als WoW 6.x. Beim aktuellen AMD-PC (FX + Nano) bringt der Wechsel von vier auf acht CPU-Threads nur sieben Prozent höhere Fps, glättet die Bildrate aber insgesamt.

    Das weiter oben zu sehende Grafikkarten-Testsystem zeigt, dass sich erhöhte Prozessorleistung sehr positiv auf die Bildrate der gewählten Szene auswirkt: Die Radeon R9 Fury X (1.050 MHz), welche rund fünf Prozent schneller rechnet als die R9 Nano (1.000 MHz), erzielt auf dem Core i7-6700K @ 4,5 GHz gute 89 Fps - in Full HD mit CMAA, ergo nicht vollständig CPU-limitiert. Wer einen pro-MHz-starken Intel-Prozessor besitzt, befindet sich in fordernden Szenen (wie der getesteten) auf der sicheren Seite - beachten Sie dazz den nächsten Abschnitt.

    WoW Legion: Prozessorleistung und Kernskalierung - Intel

          

    Während Blizzard beinahe täglich kleine Hotfixes einspielt, haben wir nun auch einen PC mit Komponenten von Intel und Nvidia durch Azeroth gescheucht. Dabei handelt es sich um den beliebten Sechskerner Core i7-5820K mit 3,3 GHz sowie, um ein GPU-Limit auszuschließen, eine auf 1.500/4.207 MHz übertaktete Geforce GTX Titan X (Maxwell). Der neue Geforce-Treiber 372.54 WHQL sorgt auch hier für möglichst reibungslose Messungen unter Windows 10 x64. Das sind die Ergebnisse (Frame-Verlauf):
    WoW Legion 7.0.3 CPU-Performance und Kernskalierung auf einem Core i7-5820K WoW Legion 7.0.3 CPU-Performance und Kernskalierung auf einem Core i7-5820K Quelle: PC Games Hardware World of Warcraft 7.0.3 präsentiert ein interessantes Skalierungsverhalten mit den zur Verfügung gestellten Prozessorkernen und -threads. Die Kernaussage zum Start: Die Engine ist ab vier physikalischen Kernen gesättigt, weder der Wechsel auf sechs Kerne noch Simultaneous Multi-Threading (SMT alias Hyperthreading) führen zu einem Anstieg der durchschnittlichen Bildrate - wohl aber zu einer Verschiebung im Verlauf der 20 Sekunden Testdauer. Mit vier Kernen + SMT (gelbe Linie), wie sie beispielsweise ein Core i7-4770K oder i7-6700K bietet, werden bis Sekunde 7 die höchsten Bildraten erzeugt. Ab Sekunde 8 fällt diese Konfiguration tief - eine wichtige Erkenntnis, denn an dieser Stelle wird die Testszene wesentlich anspruchsvoller, da hier diverse Charaktere eingeblendet werden. Vergleicht man die grau-blaue Linie (4 Kerne ohne SMT), fällt auf, dass diese Konfiguration tiefer einsteigt, aber wesentlich geringer einbricht als mit aktivem SMT. Das durchschnittliche Ergebnis liegt auch hier bei ~65 Fps, mit Minimalwerten um 56 Fps. 6 Kerne, egal ob mit oder ohne SMT, bremsen das Spiel nicht aus, helfen der Bildrate aber auch nicht auf die Sprünge.

    Problematisch wird es erst für Intel-Prozessoren mit zwei Kernen ohne SMT, wie beispielsweise beim Pentium G3258. Die Bildrate in unserer Testszene fällt mit 3,3 GHz stellenweise auf 40 - und dabei handelt es sich nicht um einen "echten" Pentium, sondern um eine etwas stärkere Simulation, da wir bei unserem Haswell-E lediglich Kerne deaktivieren. SMT führt bei einem Zweikerner zu einer fühlbaren Leistungssteigerung (lila Linie), die durchschnittliche Bildrate klettert um gute 20 Prozent - die Min-Fps liegen aber nicht immer höher. Dieses Problem lässt sich nur durch den Einsatz eines echten Vierkerners umgehen.

    Die Grafikkarten-Testmethodik von PCGH

          

    Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Benchmarks einzelner Spieletitel seit rund zwei Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr - zumindest was aktuelle Modelle angeht. An ihre Stelle treten Hersteller-Modelle samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur danach, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern berücksichtigt auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen. Jede Grafikkarte durchläuft vor den Benchmark-Durchläufen eine Aufheizphase, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.

    WoW Legion: Vorläufiges Fazit

          

    World of Warcraft ist in Version 7.0 hübscher denn je. Trotz der verbesserten Grafik läuft Blizzards Dauerbrenner auch mit angestaubten Grafikkarten vom Schlage einer Geforce GTX 460 oder Radeon HD 6950 ordentlich, sofern man sich mit höchstens Full-HD-Auflösung und CMAA-Kantenglättung begnügt. Wer mit einem starken PC hingegen alle angebotenen Grafikoptionen ausnutzt, erlebt WoW nahezu flimmerfrei und todschick. Die besten Kompromisse aus Leistung und Bildqualität erzielen die Modi 4× MSAA inklusive Transparenz-Glättung und 2× SSAA plus CMAA. Wer eine flinke Grafikkarte vom Schlage Geforce GTX 970/980/1060 oder Radeon R9 390X/Fury X besitzt, der darf im erweiterten Grafikmenü auch mehrere Aufwertungen kombinieren. Doch übertreiben Sie es nicht, WoW kann tatsächlich ruckeln, wenn Sie alle Schmankerl auf die Maximalstellung setzen - sogar auf einer übertakteten GTX 1080 oder Titan X, wie unsere Extrem-Benchmarks oben beweisen.

    Übrigens: Wer in WoW hineinschnuppern möchte, kann sich die kostenlose Starter-Edition von World of Warcraft herunterladen, welche das Spielen mehrerer Charaktere bis Level 20 und mit kleinen Einschränkungen ermöglicht.

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    WoW: Vorstellung des Dämonenjägers zum Vorbesteller-Start
      • Von Deathranger Freizeitschrauber(in)
        Wie schauen bei euch jetzt die fps auf stufe 10 aus?
        ich habe 30-45 fps auf stufe 10 in manchen gebieten was dann echt schon ruckelt, bsw nicht als flüsig empfunden werdet,
        Sonst mehr als 60 öfters
      • Von azzih Volt-Modder(in)
        Was ich schade finde ist das man alte Gebiete nicht mit erneuert hat. Zumindest die Models für Bäume und Bodentexturen hätte man mal austauschen können. Dieses ganze Zwergenstartgebiet oder Sumpfland beispielsweise sehen die Texturen aus wie 1995, wie ne riesige Farbkotze. Die neuen Gebiete sind dagegen sehr schick geraten, eigentlich schon ab WOLK ist die Grafik extrem besser.
      • Von Gimmick Freizeitschrauber(in)
        Nachdem ich jetzt in allen Gebieten und allen offenen Dungeons ordentlich Zeit verbracht habe, hat sich das vermutete bestätigt:
        Mit einem 4770k@4,3 GHz und einer 980ti@1,4 GHz hängt man in FHD, höchster Detailstufe und 4xMSAA+Alphatest+130% Renderscale immer im CPU-Limit oder an der 60fps Grenze.

        Ein für den PC recht anspruchsvoler und leicht zu erreichender Boss ist der Chef von Neltharions Hort. Da gibts extrem viele Partikeleffekte. Auch sehr gut ist die Stadt in Suraman (heisst glaub auch Suraman ^^). Da gibt richtig viele NPCs.

        Optisch wurde nochmal eine kleine Schippe draufgelegt und ich finde die schärferen Texturen und detailierteren Models tuen dem Stil von WoW sehr gut. Früher wahr alles immer recht wischiwaschi und unscharf und diese groben "gemalten" Farbverläufe waren eher dazu da die Mängel zu verstecken.

        Man merkt aber auch, dass die Engine in Legion an ihre Grenzen stößt. Es gibt ein neues LOD System, dass Objekte stufenweise aufbaut, das ist mir in den anderen Addons so noch nicht aufgefallen. Und trotzdem hängt man voll im CPU-Limit auf einem Thread.
      • Von MrJohnVegaz Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Puh, gut das die 980GTX noch gerade so reicht... sobald ich mir mal für das Spiel eine neue GPU kaufen muss, hört es bei mir aber auch auf. Nein Spaß... damals habe ich meinen RAM extra für Classic auf 2 GB aufgewertet... das war schon heißer Scheiß!
      • Von hazelol Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von addicTix
        Hm.
        Irgendwie bekomm ich doch wieder lust auf WoW
        Denke wenn das neue Addon offiziell erschient, dann fang ich mal wieder an
        also heute nacht!

        denke mal das addon wird um einiges besser als das letzte. Wenn man bedenkt das die Entwicklung von Legion fast gleichzeitig gestartet ist wie die von WOD und die kollegen 2 jahre länger zeit hat kann man nur hoffen das die zeit genutzt wurde.
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1204205
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http://www.pcgameshardware.de/World-of-Warcraft-Legion-Spiel-55966/Specials/Legion-Test-Benchmarks-1204205/
18.08.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/08/WoW-Legion-Benchmark-Login-Screen-pcgh_b2teaser_169.jpg
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