Low, Medium und Maximum: Vergleich der Grafik und Auswirkungen auf die Fps in 15 Spielen [Artikel der Woche]
Die meisten aktuellen und älteren PC-Spiele erlauben dank einer Vielzahl von Grafikoptionen, die Optik und die Leistung an die vorhandene Hardware anzupassen. Wie aber skalieren die Titel mit verschiedenen Detailstufen in Sachen Grafik wie Performance? Mit dabei sind Diablo 3, Project Cars, Skyrim und Battlefield 3.
Anmerkung: Der Artikel war der Artikel in der abgelaufenen Woche mit den meisten Aufrufen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute als Artikel der Woche erneut.
Quelle: PC Games Hardware
Low, Medium und High: Optik-Vergleich und Benchmarks bei unterschiedlichen Qualitätsstufen
Auf dieser Seite
- 1 Low-Quality-Gaming: Alan Wake
- 2 Low-Quality-Gaming: Anno 2070
- 3 Low-Quality-Gaming: Battlefield 3
- 4 Low-Quality-Gaming: Bioshock Infinite
- 5 Low-Quality-Gaming: Borderlands 2
- 6 Low-Quality-Gaming: Call of Duty Black Ops 2
- 7 Low-Quality-Gaming: Crysis 3
- 8 Low-Quality-Gaming: Diablo 3
- 9 Low-Quality-Gaming: Far Cry 3
- 10 Low-Quality-Gaming: Grid 2
- 11 Low-Quality-Gaming: Metro Last Light
- 12 Low-Quality-Gaming: Project Cars
- 13 Low-Quality-Gaming: The Elder Scrolls 5 Skyrim
- 14 Low-Quality-Gaming: Tomb Raider
- 15 Low-Quality-Gaming: Trine 2
Während Plattformen wie die Playstation 3 oder Xbox 360 über feste Hardware verfügen und die Entwickler ihre Spiele hier bis auf das letzte Bit anpassen können, besteht der PC-Markt aus abertausenden von Kombinationsmöglichkeiten. Um eine möglichst große Käufergruppe ansprechen zu können, bieten die meisten aktuellen und älteren PC-Spiele daher eine unterschiedliche Anzahl von Grafikoptionen, mit welchen die Grafik und die Bildrate an die Hardware sowie das persönliche Empfinden angepasst werden dürfen. Während einige Titel hier durchaus restriktiv vorgehen und nur wenige Schalter aufweisen, bieten andere Spiele Optionen in Hülle und Fülle, auch geizen sie nicht mit subtilen Aufwertungen oder aufwendigen Kantenglättungsmodi.
Mithilfe der weit verbreiteten Geforce GTX 570, einem Core i7-3770K sowie acht GiByte Arbeitsspeicher haben wir uns 15 populäre Spiele in 1.920 x 1.080 Pixeln mit minimalen, mittleren und hohen bis maximalen Details angeschaut. Wir erläutern, welche Grafikoptionen oder Effekte die meisten Fps herauskitzeln oder aber die Optik und somit den immersiven Spielspaß am ehesten trüben.
Achten Sie auf die eingeblendeten Fps und warten Sie nach dem Umschalten der Settings etwas, damit die hochaufgelösten und verlustfrei komprimierten Bilder nachgeladen werden.
Low-Quality-Gaming: Alan Wake
Der Psychological Action Thriller von Remedy Entertainment nutzt eine DX9-Engine und einen Deferred Renderer. Das Spiel war jahrelang nur exklusiv für die Xbox 360 erhältlich und läuft dort in mickrigen 960 x 544 Pixeln, dank der Bandbreite zum EDRAM allerdings mit 4x MSAA. Diesen Hang zur Multisample-Kantenglättung merkt man der PC ebenfalls an, denn selbst bei minimalen Details ist 2x MSAA aktiv. Mit höheren Einstellungen werden vor allem die Schatten sichtlich filigraner und die Umgebungsverdeckung aktiviert, zudem steigt die Sichtweite und atmosphärische Aufwertungen wie Nebel kommen hinzu.
Low-Quality-Gaming: Anno 2070
Der Aufbau-Titel von Related Designs nutzt zwar die DX11-Schnittstelle, verzichtet jedoch auf Tessellation und wirft dafür viele Post-Effekte in die Waagschale. Am Poly-Count sowie den aufwendigen Hintergrundberechnungen wie Handelsrouten ändern die Detailstufen nichts, daher bremst bei gut 80 Fps der Core i7-3770K und höhere Einstellungen verringern die Bildrate kaum. Mit steigender Qualität kommen vor allem Schatten und Umgebungsverdeckung hinzu, außerdem aktiviert das Spiel FXAA.
Low-Quality-Gaming: Battlefield 3
Der Shooter von DICE (Digital Illusions CE) nutzt DirectX 11 samt einer aufwendigen Beleuchtung und Tessellation. Von minimalen zu maximalen Details halbiert sich die Bildrate, was neben der Tessellation in erster Linie an den Schatten und der Umgebungsverdeckung liegt. Für einen hohen Fps-Verlust sorgt überdies 4x MSAA, was wie bei einem Deferred Renderer üblich die Leistung um gut ein Drittel reduziert.
Low-Quality-Gaming: Bioshock Infinite
Die DX11-Version der Unreal Engine 3 sieht durch alle Detailstufen hinweg auf den ersten Blick sehr ähnlich aus, die Fps aber dritteln sich. Dies ist einerseits der höher aufgelösten Geometrie geschuldet, vor allem aber den Schattenkanten: Diese werden mit jeder Stufe realistischer - erst grob gezackt, dann weich, dann weicher und schließlich weich auslaufend (Contact Hardening Shadows). Die Texturqualität hingegen ändert sich kaum, dafür verringern die Umgebungsverdeckung (High Definition Ambient Occlusion) und die alternative Nachbearbeitung (Diffuse Depth of Field) die Fps drastisch.
Low-Quality-Gaming: Borderlands 2
Der Shooter von Gearbox nutzt ebenfalls die Unreal Engine 3, jedoch mit DX9. Die per GPU beschleunigten PhysX-Effekte waren für unseren Vergleich deaktiviert. Das Spiel läuft durchweg flüssig, mit höheren Einstellungen wird vor allem die Distanzdarstellung verbessert und auch die Texturen gewinnen sichtlich an Schärfe. Das zusäzliche FXAA hingegen ist nahezu kostenlos, wer jedoch Supersample-Kantenglättung forciert, erhält aufgrund des Deferred Renderers nur geringe Fps.
Low-Quality-Gaming: Call of Duty Black Ops 2
Vor vielen Jahren sah die Shooter-Serie noch grandios aus, wenngleich es löblich ist, Black Ops 2 mit DX10.1-Unterstützung zu versehen. Die Texturqualität schwankt je nach Detailsstufe von nahezu einfarbigen Bitmaps bis hin zu "man erkennt, welches Material dargestellt werden soll". Zudem gibt's dynamische Schatten mit teils weichen Kanten und Umgebungsverdeckung. Neben MSAA steht zudem FXAA als leistungsschonende Alternative bereit.
Low-Quality-Gaming: Crysis 3
Eines der aktuell grafisch besten Spiele sieht auch mit minimalen Details noch superb aus. Der Poly-Count ändert sich nicht, dafür kommen mit jeder Stufe weitere, immer subtilere Verbesserungen hinzu - sei es bei den Schatten, bei der Beleuchtung oder bei der Umgebungsverdeckung. Aufgrund von 4x SMAA (Subpixel Morphological Anti-Aliasing), welches 2x MSAA enthält, und Tessellation geht mit sehr hohen Details die Leistung schließlich in den Keller - die Shadowmaps enttäuschen aber wie gehabt.
Low-Quality-Gaming: Diablo 3
Getreu der Blizzard-Maxime, Spiele gefühlte Jahrzehnte zu entwickeln und selbst auf Atom-Netbooks zum Laufen zu bringen, ist das Action-Rollenspiel alles andere als fordernd. Weder die Texturqualität noch die Bodenobjekte noch das FXAA kosten nennenswert Leistung. Die verringerten Spezialeffekte entlasten in Gefechten vor allem die CPU messbar. Die meisten Fps bringt die Reduktion der Schattenqualität, insbesondere die weichen Kanten drücken die Bildrate. Eine SSD ist übrigens sehr empfehlenswert.
Low-Quality-Gaming: Far Cry 3
Der Insel-Shooter mit der DX11-Dunia-2-Engine bietet vor allem in Sachen Umgebungsverdeckung und Kantenglättung so einiges, was sich auch bei den Fps bemerkbar macht. Mit höheren Details steigt die Sichtweite deutlich an, das Level of Detail zeigt viel mehr Schatten und Vegetation. Dies kostet neben den Wasserspiegelungen vor allem mit Ultra-Qualität gehörig Leistung, obendrein erlaubt der Shooter Multisample-Kantenglättung samt Alpha-to-Coverage (A2C) für eine flimmerarme Vegetation.
Low-Quality-Gaming: Grid 2
Das Rennspiel vertraut auf die Ego-Engine samt DX11, Forward+ und einer erweiterten Beleuchtung (Global Illumination). Weich auslaufende Schatten (Contact Hardening Shadows) sowie High Definition Ambient Occlusion fordern zudem ihren Tribut. Die Intel-exklusiven Effekte hingegen fehlen auf der eingesetzten Geforce-Grafikkarte. Ein Hardware-Killer ist Grid 2 erst mit allen Effekten und Multisample-Kantenglättung, der Verzicht auf letzteres sowie die Erweiterte Beleuchtung lassen die Fps in die Höhe schnellen. Bei minimalen Details fehlen allerdings das Streckenpublikum und die meisten Schatten, auch die Vegetation wird drastisch ausgedünnt.
Low-Quality-Gaming: Metro Last Light
Der ukrainische DX11-Shooter ist neben Crysis 3 einer der optisch beeindruckendsten Title und verschlingt gehörig Leistung. Neben der per Deferred-Shading in Szene gesetzte Beleuchtung inklusive Umgebungsverdeckung und Volumenstreuung gibt es unter anderem Parallax Occlusion Mapping, Tessellation, Motion Blur, sehr hoch aufgelöste Texturen und Schatten sowie Tiefenunschärfe samt zusätzlichem Bokeh-Effekt (Depth of Field). In Sachen Kantenglättung bietet der Shooter auf der höchsten Detailstufe eine Mischung aus AAA (Analytical Anti-Aliasing) und FXAA, zudem steht optional das sehr fordernde SSAA bereit. Die Unterschiede zwischen den Detailstufen sind eher subtil.
Low-Quality-Gaming: Project Cars
Die Pre-Alpha-Version des DX11-Rennspiels ist zwar lange noch nicht fertig, erfreut sich aber schon heute großer Beliebtheit. Die Qualität steigt vor allem in den Bereichen Schatten und Texturen sowie Spiegelungen, aber auch immersive Effekte wie Hitzeflimmern kommen hinzu - dies zeigt das Video sehr gut. Weiterhin bietet der Titel FXAA, SMAA, MSAA und Downsampling - sprich SSAA.
Low-Quality-Gaming: The Elder Scrolls 5 Skyrim
Das Rollenspiel von Bethesda basiert auf der Creation-Engine (eine modifizierte Gamebryo) und nutzt DX9. Auf aktueller Hardware gibt sich der Titel sehr genügsam, selbst bei mittleren Details aktiviert Skyrim 4x MSAA. Auf der geringsten Qualitätsstufe verschwindet allerdings die Bodenvegetation fast vollständig, die Schatten flimmern stark und NPCs wie Feinde offenbare sich erst sehr spät. FXAA hilft nur wenig bei der Beruhigung des Bildes, wir empfehlen SSAA.
Low-Quality-Gaming: Tomb Raider
Der Reboot mit der DX11-Crystal-Engine hat vor allem durch TressFX auf sich aufmerksam gemacht. Aber auch sonst sind am PC viele Verbesserungen möglich, gerade die Texturqualität sollten Sie aber nicht minimieren. TressFX kostet sehr viel Leistung, selbiges gilt für das SSAA. Ansonsten sind wie so oft die Schatten und die Umgebungsverdeckung das Zünglein an der Waage.
Low-Quality-Gaming: Trine 2
Eine grandiose Optik, ein wahnsinnig gutes Art Design sowie tolle Rätsel und eine märchenhafte Musikuntermalung zeichnen Trine 2 aus, auch technisch ist das Spiel der Finnen durchaus interessant. Bei minimalen Details fehlen vor allem atmophärische Effekte und die Texturqualität leidet sich. Nach oben hin gibt sich FXAA zahm, das SSAA samt Schärfefilter zwingt aber auch High-End-Boliden in die Knie.

Also wenn man in nem Spiel keine Zeit hat sich mal in Ruhe die Umgebung anzusehen, dann hat das Spiel eigentlich noch viel mehr falsch gemacht.
wenn man in nem Game Zeit und Muse hat sich die Grafik soooo genau zu betrachten, ist das Spiel meiner Meinung nach Schrott.... gute Spiele fesseln einen so, dass man nicht auf jede Kante guckt