Bioshock Infinite im Technik-Test - Grafikkarten-Benchmarks unter DX11 und DX10 [Artikel des Monats März 2013]
PCGH-Test von Bioshock Infinite: Der RGP-Shooter von Irrational Games nutzt die Unreal Engine 3 samt DX11 und ist Teil von AMDs Gaming Evolved-Programm. Im Test schicken wir ein Dutzend Grafikkarten durch den integrierten Benchmark, welcher die Pixelbeschleuniger stark fordert.
Anmerkung: Dieser Artikel hat im März 2013 die meisten Seitenaufrufe bei unseren Usern gehabt und war entsprechend extrem populär. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut - vielleicht finden Sie den Artikel ja heute ebenfalls spannend.
Quelle: PC Games Hardware
Bioshock Infinite im Technik-Test: Grafikkarten-Benchmarks unter DX11 und DX10 (1)
Bioshock Infinite ist der neue Rollenspiel-Shooter von Irrational Games in Zusammenarbeit mit 2K Marin. Statt in die Tiefen des Meeres entführt der Titel den Spieler in luftige Höhen, genauer gesagt nach Columbia. In der Rolle des Pinkerton-Agenten Booker DeWitt gilt es, die junge Elizabeth aus der Wolkenstadt zu retten. Diese wirkt auf den ersten Blick wunderschön bunt und freundlich, doch schon nach wenigen Metern schlägt dem Spieler unverhohlener Rassismus entgegen und DeWitt muss sich seiner Haut erwehren - klassisch per Schusswaffen oder mit den Vigor-Kräften (im Prinzip die Plasmiden aus den Vorgängern). Bioshock Infinite lebt in erster Linie durch die Geschichte, die es erzählt, wodurch jedoch das Spiel stellenweise leidet. Nichtsdestrotrotz ist der Shooter einer der besten der letzten Jahre, zumal auch die Technik passt - beachten Sie allerdings, dass Infinite einen Steam-Account benötigt.
UPDATE: Bioshock Infinite im Technik-Test: Neue Treiber für mehr Leistung
Da unsere Benchmarks bereits am 19. März entstanden, konnten wir noch nicht auf optimierte Grafikkarten-Treiber zurückgreifen. Aktueller Stand der Dinge sind AMDs Catalyst 13.3 Beta 3 und Geforce 314.22 WHQL, gerade letzterer soll laut Nvidia drastische Fps-Steigerungen mit sich bringen. Um dies zu prüfen, greifen wir auf eine GTX Titan und eine GTX 680 (beides Kepler), eine GTX 570 (Fermi) sowie AMDs HD 7970 GHz Edition (GCN) und HD 6970 (Cayman) zurück. Wie von Nvidia angekündigt, steigt die Leistung bei den Kepler-Modellen um über 20 Prozent, die Fermi-Karte legt um rund 10 Prozent zu. AMDs Radeons gewinnen durch den Beta-Catalyst kaum an Leistung hinzu, was aber auch nicht zu erwarten war - immerhin ist Bioshock Infinite Teil von "Gaming Evolved".
Bioshock Infinite im Technik-Test: Unreal Engine 3 mit DX11 und DX10
Die Entwickler setzen im Gegensatz zu den vorherigen Bioshock-Titeln nicht auf eine modifizierte Unreal Engine 2.5, sondern auf die dritte Version. Diese kombinieren die Macher mit dem Beast-Renderer, welche für die Beleuchtung verantwortlich ist; zudem nutzt Bioshock Infinite die DX10- sowie DX11-Schnittstelle. Nutzen Sie also noch Windows XP oder eine DX9-Grafikkarte, so startet der RPG-Shooter nicht. Die PC-Version ist Teil von AMDs "Gaming Evolved"-Programm und nutzt daher die hier üblichen DX11-Aufwertungen: In den beiden höchsten Schattenstufen kommen Contact Hardening Shadows (von hart nach weich auslaufende Kanten, je weiter der Schatten vom dem ihn werfenden Objekt entfernt ist) zum Einsatz, die kaum wahrnehmbare Umgebungsverdeckung wird per HDAO-Algorithmus (High Definition Ambient Occlusion) statt mit SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) mittels Direct Compute berechnet und die alternative Tiefenunschärfe wird per diffuser Darstellung aufgewertet.
Es gibt nur eine Ausführungsdatei, im Grafikmenü stehen je nach vorhandener Hardware (DX10 oder DX11) nicht alle Optionen bereit. Wer einer DX11-Karte nutzt, kann alle Detailregler auch DX10-Level senken oder minimieren. Die nachfolgende Tabelle zeigt, was maximal möglich ist.
| DirectX 10 | DirectX 11 | |
|---|---|---|
| Dynamische Schatten | Aus, Niedrig, Normal oder Hoch | Sehr Hoch oder Ultra (Contact Hardening Shadows) |
| Nachbearbeitung | Normal | Alternativ (Diffuse Depth of Field) |
| Umgebungsverdeckung | Aus oder Normal (SSAO) | Hoch oder Ultra (HDAO oder HQ-HDAO) |
Die Kantenglättung übernimmt Nvidias FXAA (Fast Approximate Anti-Aliasing), Optionen wie Supersampling bieten die Entwickler allerdings nicht an - das kann Tomb Raider besser. Die Physik basiert auf der PhysX-Bibliothek und wird für die Darstellung von festen Körper inklusive dem Ragdoll eingesetzt. APEX Cloth wiederum lässt die Kleidung von Elizabeth realistischer wirken - weitere physikalische Berechnungen laufen via Bullet ab, eine Open-Source-Lösung, welche von AMD unterstützt wird (wird u. a in GTA 4, Red Dead Redemption und 3DM11 verwendet). Abseits der DX11-Optik bietet Bioshock Infinite die üblichen Render-Techniken wie Bloom, Lens Flares, Hitzeflimmern, Motion Blur sowie God Rays.
Die am PC zumeist sehr hochauflösenden Texturen sorgen zusammen mit der Beleuchtung für eine sehr gute Grafik, wenngleich der Stil wie üblich Geschmackssache ist. Abseits der Tatsache, dass der Shooter nur FXAA bietet, fällt vor allem das schlechte Schatten-LoD auf, denn die Spielfigur schiebt nur wenige Meter vor sich ein unansehnliches Banding her - das muss 2013 wirklich nicht mehr sein. Tessellation findet sich in Bioshock Infinite nicht, würde dem Spiel aber gut tun, da das Spiel (wenn auch aufgrund des Art Designs) vielerorts nur wenige Polygone nutzt. Die Umgebungsverdeckung ist kaum sichtbar, kostet allerdings extrem viele Fps - und ist damit die erste Anlaufstelle für Tuning-Maßnahmen, falls der Shooter nicht rund läuft.



Rennt schon recht gut!
Habe aber ein Problem AA zu aktivieren.
Nichtmal über ini-tweaks oder über dern Inspector tut sich da was! Wenn einer n Tipp hat...her damit!
Gibt es den AMD Seitig besserung seit Catalyst 13.5 ?
Vielleicht noch etwas zum Speicherinterface bei den Kepler-Karten: Die Erhöhung des Ram-Taktes von 3300 MHz auf 3600 MHz brachte eine Erhöhung von ganzen 0,7 FPS Avg - mit Messfehler quasi "0"
Also Grafisch haut mich Bioshock kein stück vom hocker! Sieht irgendwie nicht viel besser aus als Teil 1 und 2. Aber naja, mal sehen was man noch so im Spiel erleben kann.
Nur gut das heute der 1.4. ist
Oder unter Wasser. Wäre auch mal ne krasse Idee.