Metro Last Light im Benchmark-Test mit 15 Grafikkarten [Artikel des Monats Mai 2013]

Metro: Last Light (PC)

Release:
17.05.2013
Genre:
Action
Publisher:
Deep Silver (DE)

Metro Last Light im Benchmark-Test mit 15 Grafikkarten [Artikel des Monats Mai 2013]

Raffael Vötter, Marc Sauter
|
25.12.2013 14:45 Uhr
|
|
Der neue Shooter der 4A Games Studios, Metro Last Light, sieht dank aufwendiger DirectX-11-Optik herausragend gut aus und bringt bei allen zugeschalteten Details einen großen Hardware-Hunger mit. Dennoch läuft das Spiel auch mit älteren Grafikkarten rund, wenn man die richtigen Schalter betätigt. Unser Test klärt Sie auf. Heute mit einem Update zum Metro-Last-Light-Patch.

Anmerkung: Dieser Artikel hat im Mai 2013 die meisten Seitenaufrufe bei unseren Usern gehabt und war entsprechend extrem populär. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut - vielleicht finden Sie den Artikel ja heute ebenfalls spannend.

Metro Last Light mit 15 Grafikkarten geprüft Metro Last Light mit 15 Grafikkarten geprüft [Quelle: 4A Games] Update vom 16. Mai: Kurz vor dem EU-Release von Metro Last Light hat der Entwickler ein Steam-Update veröffentlicht, das nicht nur Änderungen des Field of View (FOV) per Config-Datei ermöglicht, sondern vor allem die Probleme auf Radeon-Grafikkarten beseitigt. Der Patch wird automatisch über Steam eingespielt, sobald Sie den Client neustarten.

PC Games Hardware hat in Windeseile eine Handvoll Grafikkarten mit dem überarbeiteten Spiel gemessen und kann bestätigen: Radeon-Chips legen um bis zu 58 Prozent (!) an Leistung zu und die Schattenfehler sind passé. Je langsamer Ihre Radeon ist, desto stärker profitiert sie prozentual vom Patch – die HD 7970 GHz Edition legt am geringsten zu, die HD 7870 und HD 6970 sehr deutlich. Die exemplarisch mitgetestete Geforce GTX 680 zeigt indes, dass die Nvidia-Performance nahezu unverändert ist. Den Geforce-Karten schmeckt Metro Last Light trotz des Updates besser als den AMD-Chips, vermutlich wegen der reichlich vorhandenen Tessellation.

Benchmark/Setting/Spiel per Mausklick auswählen
Metro Last Light Patch EU Release Benchmark 1080p

__________________

Metro Last Light ist der Nachfolger von Metro 2033, in welchem Sie erneut als Artjom durch den Untergrund eines postapokalyptischen Moskau wandern und dort wie an der verseuchten Oberfläche allerhand Gefahren sowie Monstern entgegentreten. Entwickelt wird der Ego-Shooter beim ukrainischen 4A Games Studio, den Vertrieb übernimmt im deutschsprachigen Raum Deep Silver - Teil von Koch Media -, nachdem der einstige Publisher THQ pleite ging. Metro Last Light ist überdies Teil von Nvidias "The Way It's Meant To Be Played"-Programm (TWIMTBP). PC Games Hardware prüft die Leistung von 15 Grafikkarten anhand der Review-Version von Metro Last Light, einer mutmaßlich finalen Version des Spiels (v1.0.0.1 laut Ausführungsdatei). In der Bildergalerie finden Sie indes 55 Screenshots mit maximalen Details.

Metro Last Light in Full HD mit 4x SSAA (2) Metro Last Light in Full HD mit 4x SSAA (2) [Quelle: PC Games Hardware] Metro Last Light im Test: Die Technik

Wie unsere beiden Interviews mit Oles Shishkovtsov, Chief Technical Officer, erläutern, gehört Metro Last Light zu den fortschrittlichsten Spielen am Markt. Neben der per Deferred-Shading in Szene gesetzte Beleuchtung inklusive Umgebungsverdeckung (Screen Space Ambient Occlusion) und Volumenstreuung (Sub Surface Scattering) gibt es unter anderem Parallax Occlusion Mapping, Tessellation, (Object) Motion Blur, sehr hoch aufgelöste Texturen und Schatten sowie Tiefenunschärfe samt zusätzlichem Bokeh-Effekt (Depth of Field). In Sachen Kantenglättung bietet der Shooter auf der höchsten Detailstufe eine Mischung aus AAA (Analytical Anti-Aliasing) und FXAA (Fast Approximate Anti-Aliasing), zudem steht optional das sehr fordernde SSAA (Supersamplw Anti-Aliasing) bereit, von 0,5x über 2x und 3x bis hin zu 4x. Obacht, beim Modus 0,5x wird die eingestellte Auflösung pro Achse halbiert, was die Fps erhöht, aber die Qualität stark senkt – das "Pixel Doubling" aus dem 2005er-Hardware-Killer Fear lässt grüßen.

03:27
Metro Last Light: PC-Technik analysiert - Tessellation, PhysX und Ruckler
Für die Verwendung in unseren Foren:

Metro Last Light in Full HD mit 4x SSAA (3) Metro Last Light in Full HD mit 4x SSAA (3) [Quelle: PC Games Hardware] Die erweiterten PhysX-Effekte für immersive Debris (samt Motion Blur sowie Schatten), schickere Rauchdarstellung, eine bessere Stoffsimulation und zerstörbare Umgebungen sind ebenfalls optional und laufen nur auf einer sehr schnellen Geforce-Grafikkarte flüssig - wer möchte, kann aber auch die CPU ackern oder besser gesagt ruckeln lassen. Wer übrigens statt sehr hohe nur hohe Details nutzt, erhält eine 20 Prozent höhere Bildrate; normale Details steigern die Bildrate um rund zwei Drittel. Einzelne Optionen wie Schatten oder Texturen sind bei Metro Last Light nicht verfügbar, einzig die fordernde Kantenglättung, der anisotrope Filter sowie Regler für Motion Blur und Tessellation stehen bereit - neben einem Schalter für die allgemeine Qualität.

Metro Last Light im Test: Die Benchmark-Sequenz

Als Szene nutzen wir den Anfang der Mission "The Crossing" aus dem hinteren Teil des Spiels, welche mit viel Rauch und Feuer sowie Tessellation zu den forderndsten Stellen im Spiel gehört, die reproduzierbar sind. Wir verwenden bewusst nicht den integrierten Benchmark, da wir praxisnahe Szenen bevorzugen. Außerdem fehlen im integrierten Test derzeit Tessellation und das Spiel verrät nicht, welcher SSAA-Modus genau dort zuschaltbar ist (möglicherweise patchen die 4A Games dies noch nach).

00:34
Metro Last Light: Die PCGH-Benchmark-Szene
Für die Verwendung in unseren Foren:

Metro Last Light im Test: Resultate vor dem Patch (!)

Schattenfehler auf Radeon HD 7970 Schattenfehler auf Radeon HD 7970 [Quelle: PC Games Hardware] Für den Test setzen wir für Nvidia-Grafikkarten auf den neuen Geforce-Treiber 320.14 Beta. AMD hingegen benannte den Catalyst 13.5 Beta 2 als aktuellen Treiber, daher verwenden wir diesen für Radeon-Grafikkarten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass AMDs Pixelbeschleuniger in Metro Last Light derzeit mit gezogener Handbremse arbeiten, in mehreren von uns geprüften Szenen sind sehr geringe Bildraten zu verzeichnen. Außerdem treten auf Radeon-GPUs bei einigen Levels (Innenareale) flackernde Schattenfehler auf. Wir haben AMD diese Beobachtungen zukommen lassen und erwarten Fps-Steigerungen mit kommenden Catalyst-Treibern. Die Vermutung, die Radeons könnten durch die exzessiv eingesetzte Tessellation so stark ins Hintertreffen geraten, bestätigt sich indes nicht: Eine Radeon HD 7970 GHz Edition kommt ohne Tessellation auf 48 statt 43 Fps.

Für maximale Details in Full HD (1080p) sollte es somit Geforce GTX 660 Ti oder Radeon HD 7970 GHz Edition sein, mit 2x Supersample Anti-Aliasing hingegen erreicht nur noch die Geforce GTX Titan mehr als 40 Bilder pro Sekunde. Wer allerdings auf die höchsten Details verzichten kann und etwa die normale Stufe statt hoch oder sehr hoch wählt, der ist bereits mit einer Geforce GTX 560 Ti im Bereich von über 45 Fps.

Downsampling-Freunde sollten zunächst die native Auflösung ihres Monitors auswählen und diese mit spieleigenem Supersample-AA aufwerten. Da Metro Last Light hierbei intern downsampled – die Szene wird mit einer höheren Auflösung erzeugt und heruntergerechnet ausgegeben – entsteht dabei die optimale Qualität. Unsere Tests ergeben, dass auch die Leistung identisch ausfällt: Ob Sie nun 1.920 x 1.080 mit 4x SSAA oder 3.840 x 2.160 via Downsampling ohne AA einstellen, spielt für die Bildrate keine Rolle. Downsampling verhilft ergo nur zu noch höherer Bildqualität als das spieleigene 4x SSAA, allerdings ist dem Aufwand keine aktuelle Single-GPU gewachsen.

Reklame: Metro: Last Light jetzt bei Amazon bestellen

Beachten Sie bitte, dass die folgenden Resultate nur noch eingeschränkt gelten! Radeon-Grafikkarten erzielen mit der aktuellen Spielversion deutlich höhere Bildaten, während die Geforce-Ergebnisse noch Bestand haben (siehe oben).

Mehr zu diesem Thema in PCGH Sonderheft 01 / 2013 - ab 24.04.2013 am Kiosk!
Das Sonderheft erläutert Ihnen auf  84 Seiten ausführlich wie bebildert, wie Sie Schritt für Schritt Ihren eignen PC zusammenbauen - für Einsteiger Fortgeschrittene. Hierbei werden alle Komponenten berücksichtigt und vorgestellt. Einkaufsführer samt Produktempfehlungen und PC-Zusammenstellungen helfen Ihnen ebenso bei der Auswahl der Bauteile wie die Leistungsmessungen von Grafikkarten und Prozessoren, damit Sie wissen, welche Komponenten die richtigen für Ihr Budget sind. Die Installation von Windows samt Treibern, eine Leistungsüberprüfung plus Tipps für Grafikkarten und Prozessoren runden das Heft ab.
 
Komplett-PC-Aufrüster(in)
24.03.2014 16:43 Uhr
Mittlerweile ist das Spiel auch mit schwächeren AMD-Karten wie mit meiner 6950 ganz gut spielbar
Volt-Modder(in)
28.12.2013 12:57 Uhr
Ok, Thx! Stimmt. Die 770 ist ja minimal stärker, als die 680.
Lötkolbengott/-göttin
28.12.2013 12:46 Uhr
Wenn schon eine GTX 680 auf 59 fps ... klar. Selbst mit SSAA und GPU-PhysX noch über 30 fps.
Volt-Modder(in)
28.12.2013 11:32 Uhr
Wäre das SPiel in max Details mit allem Drum und Drann mit ner GTX 770 in Full HD spielbar?
PCGH-Community-Veteran(in)
02.10.2013 14:07 Uhr
Hossa.

Also ich spiele jetzt schon ein paar Stunden mit dem 327.23
FullHD, max details, max Tesslation, max Texturfilterung, SSAA aus, erweiterte PhysX aus und damit läuft es Bombe auf meiner 670 AMP.
Sehr sehr selten hab ich ganz minimale Nachladeruckler aber sonst, einfach nur traumhaft die Optik!
Also selbst ohne das ganze zusätzliche Zeug eine Augenweide das Spiel.
Schwierigkeitsgrad ist bisweilen recht human. Spiele auf Hardcore und hab Munition und Gasfilter bis zum Abwinken, mal guggen was da noch alles so kommt.
Im schlimmsten Fall bleibt mir ja noch der Ranger Modus gg

Verwandte Artikel

1688°
 - 
Spiele-PC selbst zusammenstellen: Eine ausbalancierte Zusammenstellung für einen Spiele-PC beinhaltet viele Stolpersteine und längst nicht jeder blickt bei Grafikkarten, Prozessoren und Co. durch - daher bietet Ihnen PC Games Hardware mit der Kaufberatung für Selbstbau-Spiele-PCs eine Auflistung aller relevanten Komponenten in verschiedenen Preisklassen, die gut miteinander harmonieren. mehr... [187 Kommentare]
1473°
 - 
Nach dem Erscheinen der GTX 750 (Ti) wurde es längere Zeit still um Nvidias neue GPU-Generation Maxwell. Nun stehen aber endlich die langerwarteten Performance-Grafikkarten Geforce GTX 970 und GTX 980 zur Verfügung. Ohne alles vorwegzunehmen: Nvidia hat Wort gehalten und den neuen GM204-Grafikchip mit beispielhafter Energieeffizienz ausgestattet. Der PCGH-Test klärt auf, ob Max wirklich well (done) ist. mehr... [1397 Kommentare]
932°
 - 
Wie verschiedene Webseiten berichten, habe Colorful die Geforce GTX 980 iGame mittlerweile auf den Markt gebracht. Da der Hersteller aber hier zulande offensichtlich schon seit längerer Zeit nicht mehr operiert, werden Interessenten wahrscheinlich auf einen Import setzen müssen. Eine entsprechende Produktseite fanden wir nur auf den asiatischen Webseiten. mehr... [18 Kommentare]
 
article
1069286
Metro: Last Light
Metro Last Light im Benchmark-Test mit 15 Grafikkarten [Artikel des Monats Mai 2013]
Der neue Shooter der 4A Games Studios, Metro Last Light, sieht dank aufwendiger DirectX-11-Optik herausragend gut aus und bringt bei allen zugeschalteten Details einen großen Hardware-Hunger mit. Dennoch läuft das Spiel auch mit älteren Grafikkarten rund, wenn man die richtigen Schalter betätigt. Unser Test klärt Sie auf. Heute mit einem Update zum Metro-Last-Light-Patch.
http://www.pcgameshardware.de/Metro-Last-Light-PC-235304/Tests/Metro-Last-Light-Benchmark-Test-1069286/
25.12.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/05/Metro-Last-Light_20130513115229.jpg
metro last light
tests