Asus ROG Swift PG27UQ im Test: Das neue Nonplusultra mit G-Sync HDR
Es mag etwas schmalzig klingen, aber der Asus ROG Swift PG27UQ läutet als erstes Modell eine neue Evolutionsstufe unter den Gaming-Monitoren ein. Bislang musste sich ein Gamer beim Monitor zwischen eine der beiden Seiten der Macht entscheiden: Möchte er die größtmögliche und gestochen scharfe Ultra-HD-Auflösung genießen? Oder mit einer dreistelligen Bildwiederholrate von flüssige Bewegungen im Spiel profitieren. Der PG27UQ ist der erste UHD-Monitor mit 144 Hz in unserem Testlabor und bietet obendrein mit G-Sync HDR einen Dynamikumfang in TV-Qualität. Dass diese neue Speerspitze unter den Monitoren nicht ganz günstig ist, war zu erwarten. Wir haben sie auf Herz und Nieren geprüft.
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Es war die CES im Januar 2017, als Nvidia die neue Technik namens "G-Sync HDR" ankündigte. Die dynamische Bildwiederholrate mittels G-Sync und der erweiterte Dynamikumfang sind eigentlich technisch zwei verschiedene Paar Schuhe. Dank G-Sync soll aber die HDR-Darstellung mit geringerer Signalverzögerung (Input Lag) möglich sein. Das zusätzliche Tonemapping bei HDR seitens des Monitors hat den Lag anwachsen lassen. Für Videowiedergabe oder -bearbeitung ist das an sich egal, nicht aber für Spiele. Daher ist es nur sinnvoll, beide Techniken miteinander zu verknüpfen.
Acer und Asus kündigten die ersten beiden Monitore mit G-Sync HDR an und im Laufe des letzten Jahres zog AOC nach. Noch bevor die 27-Zöller erschienen, folgten weitere Ankündigungen über Gaming-Monitore mit G-Sync HDR: So soll es Ultrawide-Panels geben und sogar riesige mit 65-Zöller in TV-Größe. Wann diese beiden Varianten erscheinen werden, ist noch unklar. Im Juni 2018 sind gerade mal die beiden 27-Zoll-Monitore mit knapp eineinhalb Jahren Verspätung erschienen. Nvidia hat das uns gegenüber mit Qualitätsschwankungen seitens des Panel-Herstellers begründet. Man wolle kein halbgares Produkt auf den Markt werfen, nur um Termine einzuhalten. Bei einem High-End-Produkt, was die G-Sync-HDR-Panels zweifelslos sind, müsse eben alles passen.
Vor G-Sync HDR gab es lediglich Grafiker-Monitore mit einer zur HDR-Darstellung tauglichen Helligkeit von über 1.000 cd/m² und den 384 dimmbaren Zonen. Dells Ultrasharp UP2718Q und Asus' Proart PA32UC haben diese Eigenschaften mit Ultra-HD-Auflösung, aber nur 60 Hz. Für Gamer sind solche Geräte nicht nur wegen der 60 Hz weniger interessant, auch wegen des relativ hohen Preises von 1.500 Euro und mehr sowie dem deutlich spürbaren Input Lag bei aktivem HDR.
Asus ROG Swift PG27UQ: Ausstattung
Die Panel-Technik ist neu, nicht aber das ROG-Design des High-End-Monitors mit allen charakteristischen Details: der dreibeinige Standfuß mit Tischbeleuchtung oder das RGB-Logo an der Rückseite. Neu ist ein kleines Licht an der Oberseite, welches ein weiteres ROG-Logo an die Decke projiziert. Im Zeitalter der sogenannten "Slim Bezel", wo die Bildschirmränder nur knapp fünf Millimeter dünn sind, wirkt der recht breite Rahmen des PG27UQ etwas altbacken. An der Rückseite unten rechts finden wir ein Steuerkreuz und vier Tasten, mit denen es sich einfach durch das gewohnt übersichtliche On-Screen-Display navigieren lässt.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG27UQ: Anschlüsse an der Unterseite
Der erste Monitor mit Lüfter
Erst jetzt bei Markteinführung zieht sich eine Welle der Empörung durch das Internet, als bekannt wurde, dass die G-Sync-HDR-Monitore über einen kleinen Lüfter verfügen. Laut eines Youtube-Videos soll der des Acer X27 viel zu laut sein. Mit einer Monitorhalterung würde er zudem verdeckt sein, was in noch lauter machen würde. Der Rezensent, der den X27 aus den USA gekauft hatte, schickt ihn empört zurück - inzwischen hat sich geklärt, dass er die VESA-Halterung falsch montiert hatte. Strittig sind sich die ersten Käufer jedoch bei der werkseitigen Lautstärke des Axiallüfters.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG27UQ: Der Monitor wird mit einem kleinen Lüfter gekühlt
Beim ROG Swift PG27UQ sitzt ein Radiallüfter hinter der VESA-Halterung. Zum einen liegen dem Monitor Abstandsbolzen zur Montage einer Monitorhalterung bei, zum anderen können wir ihn bei gewöhnlichem Sitzabstand nicht wahrnehmen. Man muss schon das Ohr an den Monitor oder gar an die Rückseite halten, um ihn zu hören - selbst bei maximaler HDR-Helligkeit. Die angesogene Luft wird an den Kanten durch die Schlitze spürbar abgeführt. An den Lüftungsschlitzen neben den Anschlusseingängen ist ein recht warmer Strom spürbar.
Was muss hier gekühlt werden? Asus sagte uns auf Rückfrage, dass sowohl der Controller als auch die Wärme des Panels reguliert werde. Die Drehzahl des Lüfters sei außerdem temperaturreguliert, was wir bislang wegen der wirklich geringen Geräuschentwicklung noch nicht feststellen konnten. Wir werden diesen Aspekt noch ausführlicher testen, also die Lautheit messen und uns den Monitor mit Wärmebildkamera genauer anschauen. Die Ergebnisse wird es im nächsten Heft zu lesen geben.
Asus ROG Swift PG27UQ Bildqualität: UHD, 144 Hz und 10 Bit? Nicht ganz!
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG27UQ: Der Monitor ist vorkalibriert und kann eine gute Farbtreue aufweisen.
Die Ultra-HD-Auflösung ist aktuell das praktische Maximum an Pixeln eines Gaming-Monitors. "Praktisch" deswegen, weil es natürlich schon jetzt höhere Auflösungen gibt, etwa 5K oder sogar 8K. Diese sind aber nur in vereinzelten Modellen zu finden, die für professionelle Grafikanwendungen gedacht sind. Von Ultrawide abgesehen, braucht ein Gamer noch lange nicht über die 3.840 × 2.160 Pixel hinauszudenken.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG27UQ: Leider hat unser Exemplar einen sichtbaren Pixelfehler von circa fünf nebeneinanderliegenden toten Pixeln.
Dem PG27UQ liegt ein Kalibrierungsbericht bei, wonach die Farbtreue einen Delta-E-Wert von unter drei aufweisen soll - die Abweichungen seien also recht niedrig. Das ist ein ziemlich guter Wert, der keinerlei eigene Nachjustierung nötig macht. Die Messung mit unserem Kolorimeter bestätigt das Delta E mit 2,3. Ein Wert unter eins ist für professionelle Grafiker-Monitore erforderlich, nicht aber für Privatanwender-Modelle, wo um die fünf noch akzeptabel ist. Die Farbprüfung zeigt ebenso, dass das Panel keinen störenden Farbstich hat. Häufig tendieren Monitore zum Blauen hin.
Backlight-Bleeding und Clouding sind weit verbreitete Krankheiten von IPS-Panels. Unsere Messung zeigt, dass sich die Abweichungen in der Ausleuchtung unseres Exemplars auf maximal fünf Prozent beläuft, was ein sehr gutes Ergebnis ist.
Was wir aber nicht ignorieren können, ist ein Pixelfehler unseres Modells. Ein kleiner Fleck von etwa fünf Pixeln ist komplett tot, was bei hellen Bildern auch auffällt. Hätten wir den Monitor gekauft, wäre das Exemplar damit ein Fall für den Widerruf.
HDR: So gut wie noch nie
Nvidia hat mit der der neuen Panel-Spezifikation nicht nur das Zeitalter von hochfrequenten UHD-Bildschirmen eröffnet, sondern verlangt obendrein auch die aktuell bestmögliche Display-HDR-1000-Darstellung. 4K/UHD-Monitore gibt es schon länger, jedoch sind sie bislang auf 60 Hertz beschränkt. Wer ein flüssigeres Bild mit etwa 144 Hz möchte, ist auf WQHD beschränkt. Das aktuelle Maximum der Bildwiederholrate von 240 Hz gibt es nach wie vor nur mit Full HD.
Mit einer neuen kleinen Anwendung von der VESA können wir nun auch die HDR-Spitzenhelligkeit prüfen. Der PG27UQ erreicht beeindruckende 1.098 cd/m². Auch die Qualität des SDR-Bildes (also alles, was nicht HDR ist) lässt sich sehen: Das beste Ergebnis beläuft sich auf ein Kontrastverhältnis von hervorragenden 1.800:1. Bei übertakteten 144 Hz sind es noch immer 1.000:1.
4:2:2-Farbunterabtastung ab Ultra HD mit 120 Hz
Asus selbst informiert immerhin uns Tester im sogenannten Reviewer's Guide über beschnittene Bildinformationen mittels einer Farbunterabtastung von 4:2:2 (engl.: Chroma Subsampling, im YCrCb-Format), wenn das Panel mit 144 Hertz betrieben wird. An sich ist es kein Geheimnis, dass Displayport 1.4 an dieser Stelle limitiert. DP 1.4 ist in der Bandbreite (32,4 Gbit/s) auf Ultra HD, 120 Hz und 8 Bit bei voller RGB-Darstellung beschränkt, weshalb der Monitor für eine höhere Bildwiederholrate die Bildinformationen senken muss.
Zur Erläuterung: IPS-Panels nutzen eine klassische RGB-Matrix, bei der jeder Pixel aus je einem roten, grünen und blauen Subpixel besteht. Bei einer YCrCb-Darstellung wird die Farbe anders dargestellt, nämlich in den Kontrastwert (Y), den Farbton (Cr) und der Sättigung (Cb) aufgeteilt. Bei einer 4:4:4-Farbunterabtastung hat jedes Pixel eigene Informationen. Bei einer 4:2:2 fehlt jedem zweiten Pixel in der Zeile die beiden Farbkomponenten, nicht aber der Kontrastwert. In diesem Fall bedeutet das, dass Helligkeitswerte in voller Auflösung vorliegen, die Farbinformationen nur in halbierter von 1.920 × 2.160 Pixeln. Dadurch müssen weniger Informationen durch den Displayport-Flaschenhals.
Statt einer Farbunterabtastung, welche die Farbinformationen nicht komprimiert, sondern beschneidet, hätte sich der Monitor auch der weniger verlustbehafteten Display Stream Compression (DSC) behelfen können, welche Teil des DP-1.4-Standards ist. Die Funktion muss der Scaler, in diesem Fall also das neue G-Sync-Modul, beherrschen. Ob das der Fall ist, konnten wir nicht herausfinden.
Die 10-Bit-Farbtiefe über 1,08 Milliarden Farben stellt das Panel "nur" per nativen 8 Bit samt Framerate Control (FRC) dar. Ein weiteres "No Go" für investigative Internet-Kommentatoren. Im Gegensatz zum tatsächlich sichtbaren Qualitätsverlust zwischen 6 Bit und FRC und 8 Bit halten wir den Unterschied zwischen 8 Bit mit FRC und "echten" 10 Bit für faktisch nicht sichtbar und vernachlässigbar.
Vergleich: RGB vs. YCrCb 4:2:2
Nun ist das alles sehr theoretisch, aber sieht man wirklich den Unterschied zwischen RGB und YCrBr 4:2:2? Wir konnten den Unterschied nur an wenigen Beispielen festmachen, etwa an den oben abfotografierten Testbildern. Dort ist deutlich zu erkennen, dass jedem zweiten Pixel die Farbinformationen fehlen und jede zweite Linie daher eine andere Farbe hat. In Spielen oder anderen Bildern ist uns bislang kein solcher Unterschied aufgefallen - dort sehen die Bilder wirklich gleich aus.
Wir haben versucht, Nuancen bei HDR-Darstellung zu erkennen, was aber sehr schwierig ist. Das liegt wohl an genau dem Effekt, den sich die Farbunterabtastung zu Nutze macht: Es werden Farbwerte, nicht aber Kontrastwerte beschnitten. Die Aufteilung zwischen Kontrast und Farbe erfolgt deswegen, weil das Auge sensibler auf Kontrast- als auf Farbunterschiede reagiert. Und da der Kontrast hier mit Display HDR 1000 ziemlich hoch ist, fällt der Unterschied wohl so gut wie nicht auf. Das soll aber nur ein vorläufiges Fazit sein, wir werden noch weitere Vorher-Nachher-Vergleiche in der Redaktion vornehmen.
Die Empörung darüber, die aktuell durchs Internet zieht, ist dem jedenfalls nicht angemessen. Wer die bestmögliche Bildqualität mit voller RGB-Darstellung bei 10 Bit Farbtiefe möchte, muss sich bei UHD-Auflösung auf 98 Hz oder 8 Bit bei 120 Hz beschränken. Darüber verweigert der Nvidia-Treiber die manuelle Umstellung auf 10 Bit. Nutzer haben letztendlich die Option, den ROG Swift PG27UQ (oder auch den Acer Predator X27) mit 120 Hertz und voller RGB-Darstellung zu nutzen - die Umstellung über den NvidiaTreiber ist lediglich ein bisschen umständlich.
Asus ROG Swift PG27UQ: Reaktionszeit und Input Lag
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift PG27UQ: Viele Werte fallen hervorragend aus, die Reaktionszeiten aber nur mittelmäßig.
Viele Asus-Monitore bieten ein vierstufiges Overdrive, der ROG Swift PG27UQ verfügt nur über die zwei Stufen "normal" und "extrem". Erstere ist bei den Werkseinstellungen aktiv und bietet die wenigsten Schlieren bei gerade so noch keinem auftretenden Korona-Effekt. In dieser Stufe haben wir auch die Reaktionszeiten gemessen und waren vom Durchschnitt der 20 Messungen etwas enttäuscht. Wir ermitteln glatte 10 Millisekunden, was selbst für ein IPS-Panel bestenfalls mittelmäßig ist. Andere gute WQHD-Modelle mit (nativen) 144 Hertz knacken hier schon mal die fünf Millisekunden. Das Asus-Schwestermodell PG27VQ kommt mit seinem TN-Panel auf knapp zwei und führt die Spitze der von uns gemessenen Gaming-Monitore an.
Nichtsdestotrotz sind die Schlieren in Bewegungen noch relativ gering, wenn man ihn mit einem 60-Hz-Panel vergleicht. Im Gegensatz zum PG27VQ handelt es sich beim PG27UQ nicht um ein schnelles E-Sports-Modell. Hier fällt der Kompromiss klar auf Seiten der (Stand-)Bildqualität aus.
Technisch bedingt können wir nur eine Stichprobe des Input Lags am HDMI-Eingang erheben. Mit 23,4 ms fällt dieser auch nicht gerade niedrig aus. Schnelle Modelle kommen auf circa 10 ms. Spürbar ist dieses Niveau aber noch nicht. Es bleibt unklar, wie hoch der Input Lag bei HDR-Darstellung mit G-Sync ausfällt, was wir schlicht nicht erheben können.
Gestochen scharf! WQHD-Gaming mit 144 Hz - der große Praxisguide
PCGH Plus: WQHD-Displays mit 144 Hz sind aktuell sehr beliebt - kein Wunder, schließlich bieten sie ein feines Bild samt schnellen Reaktionszeiten. Unser Special beleuchtet die scharfe High-Speed-Auflösung. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 07/2018.
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Asus ROG Swift PG27UQ: Fazit
Perfekt ist der Monitor nicht. Aber welcher ist das schon? Die Aufreger um die ersten beiden G-Sync-HDR-Monitore entstehen erst einmal nur mit einem Blick ins Datenblatt, nicht aber mit einem auf den Bildschirm. Der Lüfter? Kaum hörbar. Die Farbunterabtastung? Kaum sichtbar. Zugegeben, das sind beide Male nur subjektive Eindrücke, die wir noch etwas fundierter überprüfen werden. Aber gerade was die Bildqualität angeht, so ist die aktuelle Kritik an den G-Sync-HDR-Monitoren nicht gerechtfertigt. Es sind so viel mehr Aspekte, welche die wirklich sichtbare Qualität weitaus mehr beeinflussen: die hohe Pixeldichte von über 160 ppi, die Display-HDR-1.000-Darstellung zusammen mit der schnellen Bildwiederholrate über 144 Hertz. Diese Eigenschaften allein machen den ROG Swift PG27UQ zum Gaming-Monitor mit der aktuell besten Bildqualität.
Der Monitor macht vieles richtig, aber eben nicht alles. So hatten wir uns schnellere Reaktionszeiten beim aktuell teuersten Gaming-Modell erhofft. Mit dem PG27VQ ist Asus ja schon einmal ein Coup diesbezüglich gelungen. Aber da sowohl Panel (AU Optronics M270QAN02.2) als auch der Controller (G-Sync HDR) vorgegeben waren, hat der Hersteller selbst hier wohl kaum bis keinen Spielraum.
Der Asus ROG Swift PG27UQ ist ein beeindruckendes Stück Technik und gewissermaßen ein Pionier dessen, wohin sich Gaming-Monitore noch entwickeln können. Ob das Nonplusultra aber aktuell 2.600 Euro wert ist, muss jeder selbst für sich wissen. Keine High-End-Nische wartet mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis auf. Gerade deswegen aber sind andere Modelle, die "nur" dreistellige Preise aufweisen, noch lange nicht veraltet. WQHD mit 144 Hz ist nach wie vor der Sweet-Spot aus Bildqualität und Preis. Und allein deswegen, weil die neuen High-End-Monitore das Preisgefüge aller Modelle aufmischen dürften, darf sich ein Gamer sich auf diese freuen.
| Größe | 27 Zoll |
|---|---|
| Produktname | PG27UQ |
| Hersteller | Asus |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 2600,-/mangelhaft |
| PCGH-Preisvergleich | [url=www.pcgh.de/preis/1571346]www.pcgh.de/preis/1571346[/url] |
| Ausstattung (20 %) | 1,64 |
| Anschlüsse | 1× HDMI 2.0, 1× DisplayPort 1.4, 2× USB-A 3.0 |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 3.840 × 2.160/163,2 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | IPS/66,2 cm |
| Netzteil/Vesa-Halterung | Extern/100 x 100 (belegt) |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 9,2 kg/64 cm × 38 cm × 94 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Ja/+20°/-5°/12 cm |
| Garantie | 3 Jahre |
| Sonstiges/Zubehör | Local Dimming (384 Zonen), Lichtsensor |
| Eigenschaften (20 %) | 1,73 |
| Betrachtungswinkel horizontal/vertikal | 170/160 Grad |
| Bildwiederholrate/VRR | 1-144 Hz/G-Sync HDR |
| Farbtiefe/Farben | 8 Bit+FRC/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | 8018:1/0,1 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 180 Watt/0,3 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,68 |
| Input Lag | 23,4 ms |
| Farbabweichungen (ø Delta E 2000) | 2,3 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 10 ms (4,1-15,9 ms) |
| Max. Helligkeit, Abweichungen | 1098,5 cd/m², Bis 5 % |
| Schlieren-/Korona-Bildung | wenig/wenig |
| Endnote | 1,68 |

Bin immer noch nicht sicher ob ich es wagen sollte. Auch wenn man natürlich Kaufen, Testen, umtauschen kann, ehrlich darauf habe ich keine Lust.
Ich konnte nicht länger warten und hab mich nun doch für den PG27UQ und gegen den PG35VQ entschieden. Hier sind meine Erfahrungen und Eindrücke nach 2 Tagen mit dem guten Stück:
Preis
Wollte ihn mir erst nicht zulegen, weil 2.600€ einfach maßlos überteuert sind. Dann wurde er für 2.500€ bei Mediamarkt gelistet. Diese Woche dann bereits 2.349€ bei Proshop auf Lager.
Bei Digitec in der Schweiz gibt es ihn jedoch im Bundle mit einer Asus GTX 1080ti O11G für 3049 Schweizer Franken = 2600€. Wenn man das gute Stück jedoch ins Ausland abführt, gibt es ein Steuerbefreiungsformular im Shop, also wirds nochmal rund 200€ billiger.
Wenn ihr wie ich bereits eine 1080ti habt, könnt ihr diese dann nochmal veräußern. (momentan 800€ bei Mindfactory). Also im besten Fall kommt man dann auf 1.600€ steuerfrei, aber das mit den Steuern ist so eine Sache und jeden selbst überlassen, ihr solltet natürlich eingeführte Waren ordnungsgemäß anmelden! ;P die Ersparnis sind auf jedenfall die Autofahrt (für mich 4 Stunden) wert.
ASUS ROG Swift PG27UQ + GTX 1080 Ti O11G - Monitors - digitec
Pixelfehler / Dreck / Backlightbleeding
Nichts! Garnichts! Ich hab den Karton gut gesichert und ihn wortwörtlich mit Samthandschuhen ausgepackt und sichergestellt, beim Aufbau auch ja nicht das Display zu berühren.
Fabrikneues Gerät, keinerlei tote / festsitzende / falsche Pixel oder auch Subpixefehler, alles lupenrein.
Backlightbleeding kann ich keines erkennen, alle Seiten und Ecken identisch schwarz/ausgeleuchtet.
Haloing / Local dimming:
Nur auf tiefschwarzen Hintergründen sichtbar. Oder wenn man verschiedene Farbschattierungen mit verschiedenen Spalten hat, dann sieht man wie die Zonen anspringen, aber auch nur wenn man sich auf den Mauszeiger konzentriert.
Das ganze ist aber wirklich minimal, in Testvideos ist das viel deutlicher zu sehen da die Kameras das ganze extrem hervorheben. Kommt mal ne schwarze cutscene, sieht man es schonmal, aber es wirkt eher subtil und nicht überzeichnet, springt einem also nicht jedesmal ins Auge.
Bildqualität/HDR:
Ich hatte bisher einen 6 Jahre alten BenQ 120hz 1080p Monitor. Als ich das erste mal den PG27UQ angeworfen hatte, fiel mir erstmal nichts auf. Nach etwas rumspielen in Windows und den Anzeigeeinstellungen fand ich das Bild einfach nur zu hell und es brennt einem erstmal die Netzhaut weg, wenn man auf 100% Helligkeit geht.
Als ich dann aber ein 4k HDR Testvideo auf beiden Monitoren gleichzeitig nebeneinander abspielte, kam die Offenbarung. What has been seen, cannot be unseen O_O
Im Vergleich wirkt der BenQ einfach als hätte man Sättigung, Helligkeit und Kontrast komplett ausgestellt, total lieblos wie ein alter Röhrenmonitor.
Der PG27UQ daneben liefert ein brillantes Bild wie im echten Leben, HDR war wirklich jeden Cent wert und das schlechte Gewissen verwandelte sich in meine bisher beste Kaufentscheidung! Die 1 1/2 Jahre warten haben sich gelohnt.
Man kann hierzu nicht einfach einen Vergleich auf SDR Bildschirmen anschauen, wenn man den Unterschied einmal direkt gesehen hat, will man nie wieder zurück.
Mit hochgeschraubter Helligkeit war mein Spiegelbild (vom Fenster, der Monitor selbst spiegelt nicht) auf einmal farbig ausgeleuchtet wie mit einem farbigen Scheinwerfer, nach dem 2 Minuten Farbtestvideo wirkte mein Zimmer unter den schwachen gelblichen Glühbirnen total verblasst wie mein alter Monitor. Hab mich gefühlt wie eine Biene die eine Blumenwiese in Ultraviolet sehen kann, besser als die Realität, aber hier spricht wohl noch die Euphorie aus mir? :'D
Auch non-HDR Inhalte sind 100x besser, die Farben/Helligkeit und Auflösung pushen das Bild einfach auf ein neues Level. Die 1000 nits lohnen sich.
Gaming:
Für mich war wichtig weiterhin PUBG mit 120fps zu zocken. Mit meiner Asus 1080ti O11G erreiche ich die 120fps auch in 4k, aber meistens dümpel ich bei 100fps auf niedrigen Grafikeinstellungen herum. 20 FPS für ein so schönes Bild sind es mir aber allemal wert und es kann ja noch nachgerüstet werden ^_^
Singleplayergames wie Far Cry 5 oder FF15 erreichen gerade noch ausreichend hohe FPS auf ultra, aber da müssen es ja keine 120fps sein und dank GSync stört es auch nicht weiter.
HDR games sind für mich aber nicht so überzeugend wie 4k HDR Filme.
Und hier kommen wir zu meinen größten Nachteilen:
4k HDR content
In FF15 fiel es mir sehr schwer ein überzeugendes Bild zu bekommen. Man hat einfach zuviele Einstellungen die man ständig hin und herschraubt.
HDR Referenzweiß
Ingame Helligkeit
Ingame HDR Peak Brightness
Dazu noch die ganzen Kontrast- und Schwarzeinstellungen.
Mal ist der Wüstenboden überbelichtet und man sieht dunkle Objekte mit Details, oder aber der Wüsten/betonboden ist normal ausgeleuchtet, aber die Autos und das Garagentor verwandeln sich in schwarzen Matsch und man sieht keine Details mehr darin.
Man muss für jedes Spiel immer wieder alles ändern und experimentieren, damit man sein perfektes Bild hinbekommt.
In Videos will ich am liebsten die Helligkeit komplett hochdrehen und es sieht wunderschön aus. Wenn ich dann aber eine Homepage mit weißen Hintergrund oder ein Windows Menü öffne, dann brennt mir der weiße Hintergrund die Augen aus.
Ein dunkles Hintergrundtheme, wenn auch nur etwas grau, ist dagegen wieder angenehm. Würde am liebsten die Helligkeit hochgeschraubt lassen und alle weißen Hintergründe / Zwischenszenen verbannen.
Außerdem müssen sich die Augen immer wieder anpassen an die Helligkeit und Farben. Aktiviert man den bluelight-Filter wirkt erst alles total verwaschen in einem warmen Farbton, nach wenigen Minuten aber erkennt man keinen Unterschied mehr zu vorher. Schraubt man die Helligkeit erstmal hoch, brennen weiße Inhalte einen die Augen weg, geht man wieder runter wirkt alles wieder anders. Und dann noch der Tag/ Nachtwechsel.
Firefox z.B. wirkt extrem hell wie Windows Menüs, Chrome dagegen ist aber komplett dunkel mit überhaupt keiner Helligkeit?
Ist leider kein Plug&Play and one fits all.
Ich werd mir hier erstmal noch ein paar LED Glühbirnen/Lampen bestellen, in einem schlecht ausgeleuchteten Zimmer mach ich mir sonst Sorgen um meine Augen.
Und darf dann erstmal versuchen überall Darkthemes zu verwenden und die Windows Menüs modden. Immerhin will ich die 1000 nits auch ausnutzen.
Der Lüfter
Kann nicht sagen, ob mein PC oder der Bildschirm lauter ist, ich hör eigentlich nur den PC.
Wenn man den Bildschirm ausschaltet, läuft der Lüfter jedoch noch über 10 Minuten weiter und klingt dabei wie eine leicht pfeifende Heizung.
Mit Kopfhörern / Hintergrundgeräuschen jedoch alles kein Problem.
Fazit:
Ich hatte entweder Glück mit dem Panel, oder aber Asus hat mit der Qualität bereits nachgebessert. Egal, ihr habt immerhin 14 Tage Wiederrrufsrecht.
Wenn man sich am Preis stört, dann kann man da auch tricksen oder noch bis zum Black Friday / Weihnachten warten.
Da ich keinen Fernseher nutze, hat sich die Anschaffung doppelt gelohnt für mich.
Ich würde Ihn jederzeit wiederkaufen und freue mich auf die nächsten 4-5-6 Jahre mit dem Ding
Wenn man aber bereits einen 4k OLED daheimstehen hat, dann empfehle ich den PG27UQ nur für Enthusiasten, da eben noch nicht alles ausgereift und noch überteuert ist.
Wer aber nicht länger warten kann, wird es nicht bereuen :>
Aber der akuelle Monitor von Asus und Acer scheinen wirklich nicht top zu sein. Der Asus von PCGH, Game Star, webmi und einem im Asus ROG Forum haben entweder Dreck im Panel oder Pixelfehler. Schon erstaunlich das keiner von denen ein Fehlerfreies Produkt bekommen hat.
Wohl niemand und so ein stücke Papier kann jeder beilegen wo geprüft drauf steht.
Sowas nehm ich lieber selbst in de Hand da weis ich das es gründlich ist.
Schmeiße doch keinen 30€ in Rachen für ne 5min Sache.
Und wenn man nich bei Abfall Asus und Acer kauft brauch man auch nicht um Pixelfehler bangen.
Samsung zählt da leider auch dazu..
Sehe das genau so wie du, ich rate von dem einschicken ab, das kann sogar böse nach hinten los gehen. Wenn man 144Hz mit der Einstellung nicht unbedingt braucht auf keinen Fall einschicken und wenn möglich bis Ende des Jahres auf das Software tool warten.
Schade das sich die TFTs im allgemeinen so langsam entwickeln. Bin erst sehr spät von einer guten Röhre auf einen TFT umgestiegen weil mir die Nachteile schon immer sehr massiv vorgekommen sind. Mit DSR(Downsampling(danke an PCGH nochmal an dieser Stelle)) sind erst 2015 dann die gröbsten Nachteile die mich schon immer gestört haben verschwunden. Jetzt mit dieser neuen Gen wirds wieder ein Stück besser. Vielleicht sogar endlich überholt, mal schaun. Fazit wohl schon nächste Woche bei mir.
In Sachen Pixelfehler tun mir die Händler nicht leid die keine Pixelfehlerprüfung anbieten. Da ist ein Markt, eine Chance was zu verdienen und die Kunden zufrieden zu machen. Anstatt dessen wird es von den meisten nicht angeboten und man hat nur Ärger. Mindfactory muss hier positiv erwähnt werden, wer hat eigentlich noch eine Pixelfehlerprüfung im Programm?
Bei anderen Panelproblemen können natürlich die Händler nix für. Wenns wirklich überhand nimmt und man draufzahlt kann man ja den Hersteller aus dem Sortiment nehmen. Gibts bei Mindfactory auch ab und zu.