Display HDR: VESA stellt Windows-10-App für Monitortests zur Verfügung
Die Video Electronics Standards Association, kurz VESA, hat über Microsofts Windows-10-Store die App Display HDR Test veröffentlicht, mit der Nutzer die HDR-Fähigkeiten ihres Monitors ausloten können. Das Konsortium möchte Käufern damit ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem sie die Zertifizierungen für Display HDR 1000, 600 und 400 überprüfen können.
Vergangenen Dezember hat die VESA drei verschiedene Display-HDR-Standards vorgestellt, welche die HDR-Fähigkeiten von Monitoren in drei Stufen von Low- bis High-End unterteilen. Schon damals versprach das Herstellerkonsortium, ein Test-Tool veröffentlichen zu wollen, mit dem sich die Eigenschaften eines entsprechend zertifizierten Monitors überprüfen lassen sollten. Die Tests und die Zertifizierung nimmt nämlich keine zentrale Stelle vor, sondern können die Hersteller selbst erledigen. Dadurch ist das Prozedere kostenfrei, was der Verbreitung zugutekommt. Die VESA möchte stichprobenartig überprüfen, ob sich die Hersteller an die Vorgaben halten.
Mit dem Tool sollen zudem Nutzer die Möglichkeit erhalten, die Spezifikationen überprüfen und gegebenenfalls melden zu können. Eine erste Iteration hat die VESA jüngst über Microsofts Windows-10-Store veröffentlicht. Die App heißt simpel Display HDR Test und nutzt ohne grafische Oberfläche die Windows-Eingabeaufforderung. Das Tool stellt verschiedene Bilder dar, die Nutzer mit einem eigenen Colorimeter ausmessen müssen. Die Werte aus der Colorimeter-Software werden daraufhin übertragen, woraufhin das Tool anhand einer Datenbank die finale Einschätzung vornimmt. Da das Ganze noch recht umständlich funktioniert, bewirbt die VESA das Tool explizit professionelle und "Lab-Level"-Nutzer.
In seiner jetzigen Form kann der Display HDR Test die maximale Helligkeit in verschiedenen Modi, den Kontrast, die Farbräume BT.709 und DCI-P3, die Kanalbreite in Bit sowie die Reaktionszeit messen. Im Laufe dieses Jahres soll eine neue Version mit Endkundenfokus folgen, die eine grafische Oberfläche nutzt und damit einfacher zu bedienen ist. Eine Liste der offiziell freigegebenen Colorimeter soll ebenfalls folgen. Die VESA denkt außerdem über eine Funktion nach, mit der das Tool die Colorimeter direkt ansteuern kann, ohne die originale Software einsetzen und die Werte händisch übertragen zu müssen.

Kalibrieren macht bei HDR ohne Dispay Processing sowieso recht wenig Sinn. HDR ist ja für Rec2020 ausgelegt und das erreichen wir momentan noch nicht, genauso wenig wie die Peak Luminance die beim Mastering verwendet wird. Somit bleibt eigentlich nur EOTF bzw. Tone Mapping und der Versuch die Peak RGB Werte im Farbraum so weit wie möglich zu erreichen. Beim Rest bleibt dann in der Regel nur zu hoffen, dass das Display das Mapping im Farbraum von sich aus halbwegs ordentlich erledigt. Beim TV ist das ja schon grenzwertig und endet meist eher im Chaos, aber wie man das bei einem Monitor anstellen will ist mir da noch nicht ganz klar.
Aktuell sehe ich aber auch noch keinen Sinn in einem HDR Monitor. Zu wenig Support, kaum richtige Umsetzung im Monitor und wenn es doch mal funktioniert, dann scheitert es meist am Mastering. Was ich bisher so an HDR in Spielen gesehen habe, war meist nur ein völlig verfremdender knalliger Look und/oder ne andere Gamma Kurve. Das hat mir HDR aber nicht viel zu tun und soll wohl nur die Technik irgendwie rechtfertigen, weil es sieht ja "anders" aus.
Ansonsten würde man sich nur ein teures Colorimeter kaufen um dann gesagt zu bekommen dein Monitor ist weit weg vom Soll.
Mit originale Software ist jene gemeint die beim Colorimeter (optional) beiliegt?
Für private Anwender ist die Software überhaupt nicht gedacht sondern für professionelle wie z.B. Hersteller oder Webseiten die Monitore testen. Nicht jeder Hersteller lässt seine Monitore von der VESA zertifizieren (nicht alle Hersteller sind Mitglied und müssen für die Zertifizierung bezahlen) und über das Tool könnte eine Website im Test z.B. gucken welchen Standard der Monitor erfüllen würde. Der Dell U2718Q ist z.B. aktuell der einzige "echte" HDR Monitor mit local Dimming und einer Maximalhelligkeit von 1000cd/m² wodurch er HDR1000 erfüllen würde. Da der Monitor erschienen ist bevor es VESA HDR gab hat der aber keine Zertifizierung.
Der normale Benutzer wird ein Colorimeter vielleicht 1x benutzen um seinen Monitor zu kalibrieren und das war es dann auch. Die Farbverschiebungen die durch die Abnutzung des Panels entstehen wird der normale Benutzer nicht sehen und muss er im Vergleich zu z.B. Mediengestallter im Bereich Foto, Video oder Webdesign auch nicht, da der normale User keine 100% richtige Farben braucht.
Der einzigste
Gibt es überhaupt schon einen Monitor, der HDR 1000 schafft ?
Die VESA denkt außerdem über eine Funktion nach, mit der das Tool die Colorimeter direkt ansteuern kann, ohne die originale Software einsetzen und die Werte händisch übertragen zu müssen.
Ansonsten würde man sich nur ein teures Colorimeter kaufen um dann gesagt zu bekommen dein Monitor ist weit weg vom Soll.
Mit originale Software ist jene gemeint die beim Colorimeter (optional) beiliegt?