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    Mainboard-Kaufempfehlungen - Intel: Sockel 1151

    AMD- und Intel-Mainboards: Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps Quelle: PC Games Hardware

    Übersicht & Neuigkeiten: Sockel 1151

          

    Der Sockel 1151 ist Intels Mainstream-Plattform und bietet Spielern nicht nur ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, sondern auch sehr gute Spieleleistung. Die zugehörigen PCHs aus der Union-Point-Familie heißen Z270, H270 und B250, am Markt bedinden sich aber auch noch die 100er-Vorgänger (Codename Sunrise Point) zu attraktiven Preisen. Übertaktungsfunktionen sind nur bei den Z-Modellen freigeschaltet, die günstigsten Varianten B250, B150 und H110 werden zusätzlich in ihrer PCI-Express-Funktionalität beschnitten. Diese ist das herausragende Feature der Plattform, so stellt der Z270 typischerweise 18 PCI-Express-3.0-Lanes für Erweiterungskarten, Zusatzcontroller und M.2-SSDs zur Verfügung, während andere Plattformen mit einer Hand voll 2.0-Verbindungen auskommen müssen. Zusätzlich können Sockel-1151-Z- und H-PCHs ihre sechs SATA-Ports für PCI-Express-Zwecke umwidmen. Grafikkarten werden dennoch direkt über die 16 PCI-Express-3.0-Lanes der CPUs angebunden, denn die DMI-Verbindung zwischen Prozessor und PCH erlaubt nur einem Teil der Peripherie die Arbeit mit voller Geschwindigkeit zur gleichen Zeit.

    CPU-seitig bietet der Sockel 1151 eine breite Auswahl von Einsteiger-Lösungen über Mittelklasse-Modelle bis hin zu High-End- beziehungsweise Übertakter-SKUs. Letztere sind für Leistungs-Tuning genauso zwingend erforderlich, wie ein Z-PCH. Spezielle UEFIs zur Umgehung dieser Einschränkung sind mittlerweile veraltet und funktionieren nicht mit aktuellen Kaby-Lake-CPUs, sondern nur mit Skylake-Modellen aus der ersten Generation. Die integrierte Intel Mangament Engine erlaubt bei aktuell ausgelieferten Mainboards in der Regel nicht einmal ein absichtliches Downgrade auf die alten Versionen. Die gleichen künstlichen Einschränkungen werden übrigens genutzt, um den Betrieb von Sockel-1151-Xeon-Modellen auf auf Desktop-Platinen zu verhindern.

    Zukunftspotenzial Sockel 1151

          

    Im Januar 2017 erschien mit Kaby Lake der erste Sockel-1151-Refresh und brachte vor allem ein höheres Übertaktungspotential für die Oberklasse-Modelle und eine deutliche Aufwertung der Pentium-Serie in Form von aktiviertem Hyper Threading. Vorraussichtlich 2018 sollen zwei weitere Prozessorbaureihen folgen: Cannonlake, eine Umsetzung der Skylake-/Kaby-Lake-Architektur im neuen 10-nm-Prozess könnte Effizienz oder Taktraten deutlich steigern. Parallel soll Coffee Lake im alten 14-nm-Prozess Sechskern-CPUs in die Intel-Mittelklasse bringen. In welcher Reihenfolge beide Projekte für welche Märkte erscheinen, ist derzeit noch unklar, genau wie die PCH-Kompatibilität. Mit aktuellem UEFI sind derzeit alle Desktop-PCHs mit allen Desktop-CPUs kompatibel und auch für die nächste Generation werden keine Änderungen an der CPU-PCH-Interaktion erwartet. Intel hat aber bereits beim Sockel 1150 künstliche Sperren genutzt, um den Betrieb von Prozessoren der dritten Generation auf Mainboards aus der ersten Baureihe zu verhindern. Sollte sich dies beim Sockel 1151 wiederholen, hätten Mainboards mit 200er-PCH einen klaren Vorteil gegenüber 100er Modellen, die sonst nur einen leichten Ausstattungsrückstand (vier PCI-Express-3.0-Lanes weniger) aufweisen.

    08:45
    Mainboard-Kaufberatung: Aktuelle Sockel-1151-Empfehlungen inklusive Z270

    Kauftipps für Sockel-1151-Mainboards

          

    MSI Z270 Gaming Pro Carbon: Packungsinhalt MSI Z270 Gaming Pro Carbon: Packungsinhalt Quelle: PC Games Hardware Im Vergleich zur Vorgängergeneration sind Z270-Mainboards teurer, MSIs Z270 Gaming Pro Carbon wusste in der PCGH 02/2017 aber zu überzeugen. Für 180 Euro erhält man hier ein sehr effizientes Board mit guter Spannungswandlerkühlung und großer Anschlussvielfalt. So stellt der Z270-PCH schnellen SSDs zwei M.2-Slots (der zweite teilt zwei seiner vier PCI-Express-3.0-Lanes mit zwei SATA-Anschlüssen) und anderer High-End-Peripherie einen PCI-Express-3.0-×4-Slot zur Verfügung.

    Case-Modder erfreuen sich währenddessen an vielfältigen RGB-Beleuchtungsoptionen und Silent-Fans an einer funktionsreichen Onboard-Lüftersteuerung. Für externe Geräte stehen am I/O-Panel acht USB-Ports bereit. Von diesen erreichen vier 3.0- und weitere zwei sogar 3.1-Geschwindigkeit und auch am Front-Panel sind vier USB-3.0-Geräte möglich. Nutzt man auch noch alle Onboard-2.0-Header, wären maximal 16 USB-Geräte möglich, ehe ein Hub benötigt wird.


    Asus Maximus VIII Ranger Asus Maximus VIII Ranger Quelle: PC Games Hardware Ähnlich teuer wie MSIs Z270-Offerte ist Asus' Maximus VIII Ranger aus der Z170-Generation. Entsprechend der geringeren PCI-Express-Ressourcen des PCHs muss man hier auf den zweiten M.2-Slot verzichten und am I/O-Panel ist die Anzahl der USB-2.0- und -3.0-Anschlüsse vertauscht. Zusammen mit den USB-3.1-Ports sind aber immerhin noch vier Super-Speed-Geräte möglich, was für die meisten Anwender ausreichen sollte. Im Gegenzug erhält man nützliche Extras wie eine Onboard-Diagnose-Anzeige und die Möglichkeit einen externen Temperatursensor zum Beispiel für die Überwachung einer Wasserkühlung anzuschließen.

    Auch beim Layout hat Asus die Nase vorn, hier lassen sich alle drei ×1-Slots auch bei Einbau einer Dual-Slot-Karte nutzen, während Spieler bei MSI quasi zwangsläufig einen Erweiterungsslot blockieren. Unseren Tests zu Folge kommt Asus dabei übrigens ohne PCI-Express-Lane-Sharing am PCH aus, so dass sich auch der PCI-Express-×4-Slot und die sechs SATA-Anschlüsse uneingeschränkt nutzen lassen - "vorbildlich" lautete unser Urteil in der PCGH 11/2015.


    Asrock Fatal1ty Z170 Gaming K4 Asrock Fatal1ty Z170 Gaming K4 Quelle: PC Games Hardware Wer unter 150 Euro ausgeben möchte, sollte derzeit zu einem Z170-Mittelklasse-Mainboard greifen. Z270-Angebote sind noch zu teuer, die H-Gegenstücke in beiden Fällen kaum billiger und ebenso wie schlechter ausgestattete B250-Modelle für Übertaktung ungeeignet. Asrocks Fatal1ty Z170 Gaming K4 füllt die Lücke. Für 130 Euro erhält man hier zwar keine Multi-GPU-Option mehr, dafür kommen der ×16-, die drei ×1-, ein ×4-PCI-Express-Slot, ein 3.0-×4-M.2-Steckplatz und 6× SATA-Anschlüsse komplett ohne Lane-Sharing daher und auch physisch gibt es auf der Platine viel Luft - trotz angemessen großer, OC-tauglicher Kühler für die Spannungswandler.

    Allerdings fehlt dem Z170 Gaming K4 aber ein USB-3.1-Controller, weswegen zwei preislich naheliegende Alternativen beachtet werden sollten. Asrock selbst bietet das Z170 Extreme4 an (Test in PCGH 08/2016), welches zusätzlich eine Onboard-Diagnose-Anzeige und -Schalter anbietet, aber zwei Lanes zwischen dem M.2-Slot und den SATA-Anschlüssen shared. Außerdem ist die Spannungswandlerkühlung eher unterer Durchschnitt - genau wie Gigabytes Z170-Gaming 3 (Test in 11/2015, zusammen mit dem Z170 Gaming K4). Dieses bietet aber als eines der wenigen Z170-Modelle einen zweiten M.2-Slot, der sich im Gegensatz zum sharing-freien ersten zwar alle seine Lanes bei den SATA-Ports ausborgt - genauso diese Funktion könnte im Laufe des Wechsels von SATA auf M.2 aber nützlich werden.


    Asrock B150M Pro4S: Lieferumfang Asrock B150M Pro4S: Lieferumfang Quelle: PC Games Hardware Wer deutlich unter 100 Euro für seinen Skylake-Unterbau ausgeben möchte, sollte möglicherweise abwarten. B250-Mainboards sind weiterhin teurer als ihre Vorgänger, erreichen aber zum Teil beinahe das Ausstattungsniveau einer einfachen H170-Platine. Im Moment erhält man mit dem günstigen B150-PCH aber immerhin Features auf dem Niveau der Sockel-1150-Vorgängergeneration-Topmodelle. So bringt das Asrock B150M Pro4S auf seiner µATX-Platine neben sechs SATA-Ports (nicht RAID-fähig) auch zwei ×1- und einen ×4-Slot unter, ohne dass es zu Lane-Sharing kommt. Dank PCI-Express 3.0 eignet sich letzterer hervorragend für die Nachrüstung von schnellen Erweiterungskarten oder von PCI-Express-NVME-SSDs.

    Abstriche muss man für einem Preis von unter 80 Euro aber beim Sound und am I/O-Panel machen. So werden zwar auch hier vier USB-3.0-Anschlüsse geboten, da aber (trotz reichlich Freiraum) keine zusätzlichen USB-2.0-Ports zur Verfügung stehen, werden diese teilweise von Maus und Tastatur blockiert. Ebenfalls knapp fällt die Spannungswandlerkühlung aus. Der eigentlich funktionale Kühler ist so flach gebaut, dass er gänzlich unterhalb des Luftstroms einiger Tower-Kühler liegt. Fürs Übertakten sind B150-Mainboards aber sowieso weder geeignet noch gedacht.


  • Es gibt 384 Kommentare zum Artikel
    Von DARPA
    Ja ist bei allen Z270 Boards so.Ich würde mir ja auch das Raid0 mit 2 PCIe SSDs sparen. Das bringt im Praxisalltag…
    Von NaturKunde
    Vielen Dank für die Antwort. Wenn ich das richtig verstanden habe ist dasbei anderen z270 Boards auch nicht anders…
    Von DARPA
    Beide M.2 hängen am Chipsatz und teilen sich somit das Nadelöhr DMI (=Anbindung zur CPU). Das ist aber dem Layout der…
    Von NaturKunde
    Hallo.Danke für das Review.Eine Frage hätte ich an die Experten:Möchte 2 samsung 960 pro SSDs im raid0 am MSI Carbon…
    Von Gemini106
    Hoffe das noch die B350 Board eingepflegt werden!
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Mainboard-Kaufberatung: Gaming-Boards für Sockel AM4, 1151 und 2011-v3 [April 2017]
Mainboard-Kaufberatung und -Vergleich auf Basis der Bestenliste von PCGH: Mit den Tipps von PC Games Hardware finden Sie die richtige Hauptplatine von Asus, MSI, Asrock, Gigabyte oder anderen Herstellern für die aktuellen Plattformen von AMD und Intel.
http://www.pcgameshardware.de/Mainboard-Hardware-154107/Tests/Kaufberatung-Intel-AMD-1151-2011-v3-AM4-681325/
05.04.2017
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