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  • Just Cause 3 im Techniktest mit Grafikkarten und Prozessoren

    Just Cause 3 aus dem Hause Square-Enix ist seit dem 1. Dezember im Handel. Im dritten Teil der Zerstörungsorgie verschlägt es den Protagonisten Rico Rodriguez auf die Inselgruppe Medici, um den Diktator Di Ravello zu stürzen. PC Games Hardware verrät im Techniktest von Just Cause 3, welche PC-Komponenten der Reise in den Süden gewachsen sind und welche nicht.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Anmerkung: Dieser Artikel hat im Dezember 2015 die meisten Seitenaufrufe bei unseren Usern gehabt und war entsprechend extrem populär. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut - vielleicht finden Sie den Artikel ja heute ebenfalls spannend.


    Just Cause 3 ist seit dem 1. Dezember 2015 für den PC, die Playstation 4 und die Xbox One erhältlich. PC Games Hardware widmet sich an dieser Stelle ausführlich der PC-Version, welche naturgemäß sowohl die hübscheste als auch die anpassbarste Version von Just Cause 3 darstellt. Den Anfang machen wir mit den offiziellen Systemanforderungen und -empfehlungen der Entwickler:

    Minimale Systemanforderungen

    - Betriebssystem: Windows Vista SP2, Win 7 SP1, Win 8.1 (64 Bit)
    - Prozessor: Intel Core i5-2300 2,8 GHz oder AMD Phenom II X6 1055T 2,8 GHz
    - Arbeitsspeicher: 6 GiByte
    - Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 660 (2 GiByte) oder AMD Radeon HD 7870 (2 GiByte)
    - Direct X: DirectX 11
    - Datenträger: 45 GByte

    Empfohlene Systemanforderungen

    - Betriebssystem: Windows Vista SP2, Win 7 SP1, Win 8.1 (64 Bit)
    - Prozessor: Intel Core i7-3770 3,4 GHz oder AMD FX-8350 4,0 GHz
    - Arbeitsspeicher: 8 GiByte
    - Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 760 (3 GiByte) oder AMD Radeon R9 280X (3 GiByte)
    - Direct X: DirectX 11
    - Datenträger: 45 GByte

    Folgt man diesen Angaben, benötigt Just Cause 3 in erster Linie einen starken Hauptprozessor, während der Hunger nach Grafikleistung relativ gemäßigt ist. Wir werden mit den folgenden GPU- und CPU-Benchmarks prüfen, ob sich die Angaben mit der Realität decken. Zum Einsatz kommt dabei die aktuelle Release-Version von Just Cause 3 inklusive des ersten Software-Flickens, welcher zahlreiche Optimierungen enthält. Die Downloadmenge auf Steam beträgt übrigens 38,5 GByte, nach der Installation genehmigt sich das Spiel auf unseren Testrechnern rund 50 (nicht 45) GByte.

    Just Cause 3: Technikmotor inklusive Nvidia Gameworks

          

    Just Cause 3 setzt auf die neueste Iteration der Avalanche-Engine. Dieser schon bei Just Cause 2 verwendete Grafikmotor ist eine Eigenentwicklung der federführenden Avalanche Studios und wurde für Teil 3 der Chaosorgie stark aufgemöbelt. Erstmals setzen die Entwickler auf Direct X 11 als Programmierschnittstelle, doch das ist nicht die einzige Änderung gegenüber dem Vorgänger, welcher 2010 als eines der ersten Spiele DX10 voraussetzte und somit Windows-XP-Nutzer aussperrte.

    Zu den größten, wenn auch subtilen Verbesserungen in Just Cause 3 gehört Global Illumination (globale Beleuchtung), welche der Spielwelt gegenüber früheren Verfahren eine realistischere Ausleuchtung spendiert und beispielsweise Reflexion durch Objekte mit einrechnet. GI lässt sich im Grafikmenü ein- und ausschalten. Ebenfalls neu ist die Tessellierung und das generelle Antlitz des Wassers: Konnten in Just Cause 2 nur Geforce-Besitzer mittels Cuda-Schnittstelle im "Compute-Wasser" schwimmen, ist das schicke Just-Cause-3-Meer inklusive simuliertem Wellengang auf allen DX11-Grafikkarten verfügbar. Da sich das Spiel beim Start als Gameworks-Titel outet, eine entsprechende Bibliothek im Spielverzeichnis liegt und Nvidia das Spiel bewirbt, ist klar, dass es sich um eine Waveworks-Implementierung handelt.

    04:00
    Just Cause 3: Video-Grafikvergleich Min vs. Max


    Nach dieser Erkenntnis führten wir einige Tests durch. Zunächst: Die Wasser-Tessellierung lässt sich auf Wunsch ein- und ausschalten. Weiterhin zeigten sich bei unseren feuchtfröhlichen Ausflügen keine Anzeichen für eine dadurch bedingte, schlechte Radeon-Performance: Selbst mit einer fünf Jahre alten HD 6950 kostet die Dreieckszerlegung nicht nennenswert Leistung und generell werden auf offener See mit ihrem Wellengang höhere Bildraten erzeugt als an Land und erst recht als in typischen Feuergechten. Daher haben wir uns entschieden, die Grafikkarten mit maximalen Wasserdetails zu testen. Nach all diesen Entscheidungen verriet Nvidia der Welt in seinem Tweak-Guide, dass die Waveworks-Wassersimulation vom Hauptprozessor berechnet wird, lediglich die Tessellation wird von der GPU übernommen.

    In Just Cause 2 ebenfalls Cuda-exklusiv war Bokeh. Dieser simuliert einen Effekt, welcher in der Fotografie durch das Objektiv erzeugt wird: Nicht fokussierte Objekte werden nicht einfach nur unscharf dargestellt, sondern optisch aufgepeppt. Aktivieren Sie Bokeh in Just Cause 2 und 3, werden beispielsweise Lichtquellen in der Entfernung leicht verzogen dargestellt, teilweise sind Ringe oder Trapeze zu erkennen. Der Effekt ist tiefenabhängig, hängt also direkt mit Depth of Field zusammen: Bokeh greift ergo erst in einiger Entfernung. Außerdem gibt es den Effekt nicht einzeln, an der Option hängt auch ein Hitzeflimmern, das in der Ferne das Wabern warmer Luft simuliert. Alles in Allem ist Bokeh Geschmackssache; da er Effekt aber nicht so extrem ist wie in Just Cause 2 wir haben ihn für die Benchmarks aktiviert.

    Just Cause 3: Grafik- und Anti-Aliasing-Vergleiche

          

    Das Grafikmenü von Just Cause 3 bietet zahlreiche Optionen, um die Spielwelt der Kraft des eigenen Rechners anzupassen. Neben diversen Kantenglättungsoptionen dürfen Sie auch an Sichtweite, Beleuchtung, Bewegungsunschärfe und weiteren Effekten schrauben. Auffällig ist, dass der für das Level of Detail zuständige Regler nur Nuancen verändert: Auf der niedrigsten Stufe hat das grundlegende World Mesh, also die Welt mit ihren Bergen und Tälern, selbst in weiter Entfernung dieselbe Detailfülle wie auf der höchsten. Was sich verändert, sind die "Kleinteile" darauf: Häuser, Autos, Zäune und Vegetation werden auf der niedrigsten und mittleren Detailstufe teilweise ausgeblendet, um den Prozessor zu entlasten. Das äußert sich in sichtbar unvollständiger Darstellung und reichlich Pop-Ups in Bewegung. Richtig karg ist die Spielwelt dabei nie, die Entwickler haben darauf geachtet, dass markante Bauwerke wie Brücken, Windräder oder Klöster auch bei sehr großer Entfernung sichtbar sind.


    Just Cause 3 bietet drei Anti-Aliasing-Verfahren zur Bildglättung: FXAA, SMAA und SMAA 2TX. Bei den ersten beiden handelt es sich um reine Postfilter, das heißt, die von der Grafikkarte fertig berechneten Bilder werden vor der Ausgabe weichgezeichnet. Auf diese Weise entsteht ein Glättungseffekt zu minimalen Leistungskosten, allerdings können diese Verfahren nichts gegen zeitliches Aliasing wie Flimmern ausrichten. Für Letzteres ist SMAA 2TX zuständig: Neben der Kantenglättung wirkt hier eine temporale Komponente; direkt aufeinander folgende Bilder werden miteinander verrechnet, um Bewegungsabläufe und damit verbundenes Aliasing zu glätten. Das funktioniert gut und die Glättung ist grundsätzlich besser als bei SMAA und FXAA, allerdings verursacht der Algorithmus teilweise ansfransende Kanten, beispielsweise an Ricos Fallschirmseilen. Zudem ist bei geringen Bildraten im 30er-Bereich klar zu sehen, dass hier einzelne Frames miteinander vermengt werden, es entsteht eine Art Ghosting und auch leichtes Zucken. Übrigens SMAA 2TX war in der Testversion von Just Cause 3 fehlerhaft, wurde jedoch pünktlich zum Release gefixt - Berichte, nach denen der Modus nicht funktioniert, legen eine alte Spielversion zugrunde.

    Falls Ihnen SMAA 2TX zu unruhig ist oder Sie mit geringen Bildraten im 30er-Bereich spielen, haben Sie alternativ die Wahl zwischen SMAA und FXAA. Ersteres ist unsere Empfehlung, da es eine milde und beinahe kostenlose Bildglättung erzielt, ohne Texturdetails zu zerstören. FXAA sorgt zwar für ein grundsätzlich weicheres Bild, unterscheidet im Gegensatz zu SMAA aber nicht zwischen glättenswerten Objekten und Texturen, weshalb letztere viel von ihrer Pracht verlieren. Ein Vergleich:

    Setting per Mausklick auswählen
    Just Cause 3 1x AA cr-pcgh

    Just Cause 3: Probleme mit AMD-Grafikkarten - Update

          

    Just Cause 3 mit Radeon Software Crimson 15.11: Hier ist einfach alles kaputt - der 15.11.1 fixt die Probleme. Just Cause 3 mit Radeon Software Crimson 15.11: Hier ist einfach alles kaputt - der 15.11.1 fixt die Probleme. Quelle: PC Games Hardware Schon bei Erhalt der Review-Version von Just Cause 3 informierte uns Publisher Square-Enix über Probleme, die beim Zusammenspiel von Just Cause 3 und Radeon-Grafikkarten auftreten, sofern die neue Radeon Software Crimson 15.11 installiert ist. Wir können diese Probleme bestätigen: Spielen Sie Just Cause 3 mit diesem Treiber, gleicht die Spielwelt einem Schweizer Käse, es fehlen unzählige Polygone. AMD wurde darüber in Kenntnis gesetzt und bestätigte PC Games Hardware auf Nachfrage, dass man an einer Lösung gearbeitet habe: Radeon Software Crimson 15.11.1. Wir starten unsere Benchmarksession daher mit diesem AMD-Treiber.

    Just Cause 3: Auf älteren Radeons der HD-5000/6000-Generationen (VLIW-Architektur) sind die Schattenkanten abrupt. Just Cause 3: Auf älteren Radeons der HD-5000/6000-Generationen (VLIW-Architektur) sind die Schattenkanten abrupt. Quelle: PC Games Hardware Update vom 02.12.2015: Wir haben uns Just Cause 3 nun ergänzend auf einer Radeon HD 5870 angesehen. Diese zeigt das gleiche Verhalten wie die zuvor getestete HD 6950, sodass wir nun eine allgemeingültige Aussage formulieren können: Nutzer einer Radeon HD mit VLIW-Architektur (Vorgänger von GCN) müssen sich mit harten Schattenkanten begnügen, hier werden die einzelnen Lagen nicht gefiltert. Wir tippen auf eine Hardware-Limitierung bezüglich Percentage-Closer Soft Shadows (PCSS), bestätigt wurde uns das jedoch nicht.

    Just Cause 3: Probleme mit Nvidia-Grafikkarten

          

    Während der Tests fiel uns ein weiteres Problem auf, dieses Mal Geforce-Grafikkarten mit modernem Maxwell-Kern betreffend. Im Grunde sieht alles normal aus und die Performance ist tadellos, doch ein Blick auf GPU-Z oder den MSI Afterburner im Hintergrund offenbart, dass der Speichertakt bei Geforce-900-Grafikkarten schwankt. Bei Videos und im Spielmenü von Just Cause 3 liegen die von den meisten Maxwell-Grafikkarten gewohnten 3.506 MHz Speichertakt an. Sobald das Spiel losgeht, sinkt der Takt jedoch auf 3.305 MHz. Dieses Phänomen trat auch schon bei Batman: Arkham Knight auf, sobald Gameworks aktiv war. Hier hat ein neuer Treiber das Problem mithilfe eines angepassten Spielprofils beseitigt. Kepler-Grafikkarten (Geforce 600/700/Titan) sind in Just Cause 3 von diesem Problem nicht (!) betroffen.

    Just Cause 3: Hin und wieder kommt es (nur) auf Kepler-GPUs (Geforce 600/700Titan) zu unsichtbarem Wasser nach einem Auflösungswechsel. Just Cause 3: Hin und wieder kommt es (nur) auf Kepler-GPUs (Geforce 600/700Titan) zu unsichtbarem Wasser nach einem Auflösungswechsel. Quelle: PC Games Hardware Auch bei OpenCL-Tests arbeiten Maxwell-GPUs mit 3.004 bis 3.305 MHz Speichertakt. Wir vermuten daher eine Korrelation mit Cuda (= Gameworks) respektive Compute generell und haben Nvidia über das Problem in Kenntnis gesetzt. Im Laufe des heutigen Tages soll ein neuer "Game-ready"-Treiber folgen, welcher auch ein angepasstes Profil für Just Cause 3 mitbringt. Ob dieser das Speichertaktproblem beseitigt, ist jedoch Stand jetzt unbekannt. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

    Der neue Geforce 359.06 WHQL beseitigt das Speichertaktproblem auf Maxwell-Grafikkarten nicht. Unsere zum Test herangezogenen GM200-Modelle GTX Titan X (Referenzkarte) und EVGA Geforce GTX 980 Ti Superclocked arbeiten mit 3.305 anstelle von 3.506 MHz, die Asus GTX 980 Strix, MSI GTX 970 Gaming und EVGA GTX 960 SSC gar nur mit 3.004 MHz. Der Takt liegt also 5,7 bis 14,1 Prozent unter der Spezifikation, womit Nvidia-GPUs in Just Cause 3 nach wie vor unter ihren Möglichkeiten bleiben.

    Just Cause 3: Effektschwangeres Gameplay, ...

          

    In Just Cause war die Geschichte schon immer nur Mittel zum Zweck. Und auch wenn die Story in Just Cause 3 wegen der schrägen Charaktere und Einfälle definitiv Unterhaltungswert besitzt, ist sie nur ein vorgeschobener Grund für den Hauptspaß des Spiels: Chaos und Zerstörung. Die Schergen des Diktators haben die Inselgruppe mit zahlreichen Basen sowie die vielen mehr oder minder kleinen Städte besetzt. Diese kann der Protagonist Rico Rodriguez mithilfe diverser Waffen und Vehikel erobern. Falls Ihnen das bekannt vorkommt: Just Cause 3 spielt sich genauso wie sein spaßiger Vorgänger Just Cause 2, wobei die Spielwelt sowohl an Größe als auch Abwechslung zugelegt hat.

    Gegenüber dem Genre-Verwandten GTA 5 verbringen Sie in Just Cause 3 deutlich mehr Zeit in der Luft, da alle naselang ein Helikopter herumsteht, ein solcher auf Sie schießt oder Sie gerade einen Flugplatz erobert haben. Daneben verblassen die zahlreich vorhandenen Automobile, denn die große Spielwelt lässt sich am besten auf dem Luftweg erkunden. Das schon aus den Vorgängern bekannte Element des Greifhakens erlaubt weiterhin einen treffenden Vergleich mit Batman: Arkham Knight: Das immer verfügbare Multifunktionswerkzeug erlaubt es nicht nur, in Kombination mit Fallschirm und - das ist neu - Wingsuit schnell durch die Lüfte zu gleiten, sondern eignet sich auch für kreative Stunts und Schabernack.

    Krach, bumm, zisch, peng, rattatatatta: der herrlich unrealistische Alltag in Just Cause 3 Krach, bumm, zisch, peng, rattatatatta: der herrlich unrealistische Alltag in Just Cause 3 Quelle: PC Games Hardware Leiden Sie beispielsweise unter Munitionsknappheit, dann tackern Sie einfach ein explosives Fass oder eine Gasflasche an Ihre Widersacher und "vereinen" Sie die beiden Elemente anschließend per Tastendruck - bumm! Das ist sowieso das Stichwort in Just Cause 3. Die meiste Spielzeit verbringen Sie damit, gegnerische Basen effektvoll zu zerlegen. Im Sekundentakt knallt und donnert es, Gewehrsalven, Granateneinschläge und entzündete Gasflaschen sorgen abwechselnd im wahrsten Sinne des Wortes für Bombenstimmung.

    Hervorzuheben ist die Physikdarstellung auf Basis der Havok-Engine - Nvidias Physx kommt nicht zum Einsatz -, da sie in jedem Kampf für großartige, wenn auch übertriebene Trümmereffekte sorgt. Wenn Funkmasten der Reihe nach funkensprühend zusammenbrechen, daneben ein Helikopter Sie und die halbe Basis in die Luft sprengt, dann kommt Freude auf. So schön die Herumfliegerei in der großen Spielwelt auch ist: Es sind diese Gefechte, in denen Just Cause 3 grafisch besonders auftrumpft und es sind auch diese Gefechte, in denen Ihr PC richtig arbeiten muss. Das können wir nach über zehn Stunden auf Medici mit Sicherheit sagen.

    ... effektschwangere Benchmarkszene

          

    Anfangs wollten wir Ihnen eine Benchmarkszene präsentieren, bei der wir eine festgelegte Route mit dem Jet, Helikopter oder Speedboat abfahren. Nachdem klar wurde, dass diese Spielmomente zwar schön sind, den Computer aber beinahe gar nicht fordern, lautete der Plan B: Helikopter - ein Angriff auf eine gegnerische Basis. Hier machten uns jedoch die nicht immer vorhersehbaren Speicherpunkte und die schlechte Reproduzierbarkeit einen Strich durch die Rechnung.

    Die PCGH-Benchmarkszene ist folgerichtig Plan C: Wir messen einen Kompromiss, der relativ komfortabel zu testen ist, reproduzierbare Ergebnisse liefert und trotzdem den Rechner herausfordert. Die 20-sekündige Szene ist eine von uns einstudierte Choreografie in der Mission "Alle Mann von Bord" im zweiten Kapitel der Kampagne, in der Rico & Co. ihre in einer Grotte gelegene Basis gegen heranstürmende Angreifer verteidigen. Für praxisnahe Action sorgen wir durch Einsatz des Raketenwerfers und Granatenwurf, sodass alle typischen, leistungshungrigen Effekte (Physiktrümmer, Rauch und Feuer) dargestellt werden. Es handelt sich um eine überdurchschnittlich fordernde Szene, einen Ernstfall stellt sie aber nicht dar. Ein solcher stellt sich beispielsweise ein, wenn Sie im Spielverlauf unter Zuhilfenahme eines Panzers oder Raketenhubschraubers eine ganze Basis zerlegen. Doch dies ist unmöglich reproduzierbar und kommt daher nicht als seriöses Testszenario in Frage. Läuft unsere Benchmarkszene ordentlich, haben Sie in den meisten Spielszenen aber nichts zu befürchten.

    00:32
    Just Cause 3: Die anspruchsvolle PCGH-Benchmarkszene im Video

    Just Cause 3: Grafikkarten-Ergebnisse und Empfehlungen

          

    Nachdem sowohl AMD als auch Nvidia ihre Treiber für Just Cause 3 veröffentlicht haben, haben wir unsere Benchmarks auf den aktuellen Stand gebracht. Was Sie nachfolgend sehen, entstand vollständig mit der finalen Steam-Version von Just Cause 3 und den ofenfrischen Grafiktreibern Geforce 359.06 WHQL sowie Radeon Software Crimson 15.11.1. Im Spiel aktivieren wir alle Details bis auf die nutzlose Option "Edge fade", einer Vignettierung. Zusätzlich forcieren wir in den Grafiktreibern 16:1 HQ-AF, da Just Cause 3 das trotz eigener Angabe nicht tut.

    Just Cause 3

    Wählen Sie die gewünschte Auflösung im Dropdown-Menü aus.

    • Just Cause 3
    Info Icon
    Game/Version Just Cause 3 (Steam), PCGH-Benchsave 'Grotto Defense'
    Details Max. detail except edge fade (vignette); Vsync off
    Software/Drivers Geforce 359.06 WHQL, Radeon Software Crimson 15.11.1 Beta
    • Benchmarks (1 von 3)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.350/3.305 MHz (!)
    95.5
    81
    ~1.150/3.305 MHz (!)
    90.2
    74
    ~1.316/3.004 MHz (!)
    76.3
    63
    ~1.050/1.000 MHz
    72.6
    60
    ~1.040/1.000 MHz
    70.2
    57
    ~1.100/3.500 MHz
    68.1
    54
    ~1.316/3.004 MHz (!)
    66.6
    54
    ~1.070/3.000 MHz
    66.1
    55
    ~1.000/2.600 MHz
    59.3
    50
    ~1.032/3.004 MHz
    55.9
    44
    ~980/2.850 MHz
    46.6
    39
    ~1.430/3.004 MHz (!)
    45.9
    38
    ~1.050/3.000 MHz
    45.8
    39
    ~1.241/3.500 MHz
    41.0
    33
    ~965/2.500 MHz
    40.4
    33
    ~1.189/3.004 MHz
    36.8
    31
    ~1.120/2.800 MHz
    32.8
    27
    ~1.070/3.004 MHz
    27.5
    22
    800/2.500 MHz
    19.9
    16
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    Name
    1.920 × 1.080, SMAA 2Tx/16:1 driver-AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6700K @ 4,5 GHz (45 × 100, L3 @ 4,5 GHz), Z170, 2 × 8 GiB DDR4-2800, Windows 10 x64

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Die Ergebnisse zeigen mehrere Dinge eindeutig. Erstens schneiden Nvidias aktuelle Maxwell-Modelle Geforce 900 und Titan X trotz ihres beschnittenen Speichertakts sehr gut ab. Das können die AMD-Grafikkarten Radeon R9 Fury X und Fury nicht von sich behaupten, sie rangieren deutlich unter vergleichbaren Maxwell-Karten. Darunter sieht es für die Radeon-Phalanx aber sehr gut aus, die Radeon-200-Karten schlagen die Kepler-basierten Geforce-Modelle der 600- und 700-Reihe fast durch die Bank, lediglich die stark übertaktete GTX 780 Ti kann sich in Szene setzen. Insgesamt sind die AMD-Karten besser gealtert, da sie im Gegensatz zu den Geforce-Pendants noch von jeder aktuellen Treiberverbesserung profitieren, während Nvidia den Optimierungsfokus auf Maxwell gelegt hat.

    Was den Hunger nach Grafikspeicher angeht, können wir eine Entwarnung aussprechen. 2-GiByte-Grafikkarten sind in Full HD ausreichend bestückt und auch für Ausflüge in 1440p reicht die Speichermenge, sofern Sie mit niedrigen Bildraten zufrieden sind. Erst ab Ultra HD kommt es zu starkem Ruckeln auch aufgrund Speichermangels. 3-GiByte-Grafikkarten wie die Radeon R9 280(X) und HD 7950/7970 haben hier keine Probleme, auch die Geforce GTX 780 und GTX 780 Ti kommen mit ihrem Speicherplatz klar, haben aber allesamt Probleme, in UHD ordentliche Fps zu erzeugen. Daraus folgt: Wer jetzt eine neue 4-GiByte-Grafikkarte wie die Radeon R9 380 oder Geforce GTX 960 kauft, fährt damit auch in Just Cause 3 gut.

    Just Cause 3: Prozessor-Kernskalierung

          

    Um herauszuarbeiten, wie gut die neue Avalanche-Engine mit CPU-Kernen skaliert, haben wir einen Core i7-5820K (6 Kerne, 12 Threads) auf 2,5 GHz untertaktet, Just Cause 3 auf 1.280 × 720 Pixel gestellt sowie AA und AF abgeschaltet. Zum Einsatz kommt außerdem eine Geforce GTX Titan X @ 1.500/4.200 MHz. So gehen wir sicher, dass die Grafikkarte nicht limitiert und das Spiel möglichst viele der vorhandenen CPU-Ressourcen nutzt.

    Insgesamt skaliert das Spiel gut mit vorhandenen Prozessorkernen, ohne Besonderheiten zu zeigen. Die Mindestanforderung eines flinken Vierkernprozessors erscheint uns angesichts der Messwerte als leicht übertrieben, Just Cause 3 lässt sich auch mit einem Core i3 der 4000er-Reihe (Haswell) ordentlich spielen, sofern dieser über SMT alias Hyperthreading verfügt. Selbst wenn dieser wie in unserer Messung nur über 2,5 GHz verfügt - echte Core-i3-4xxx-Chips laufen in der Regel mit mehr als 3 GHz Turbo -, sind im Mittel 62 Fps möglich. Fehlt SMT, beispielsweise beim Pentium Anniversary, fallen die Fps deutlich ab und die Minimalwerte in den teilkritischen 40er-Bereich. Dem lässt sich jedoch mithilfe eines hohen Kerntakts entgegenwirken, um 4 GHz ist selbst mit zwei Haswell-Kernen alles im grünen Bereich.
    Just Cause 3 CPU Core Scaling Just Cause 3 CPU Core Scaling Quelle: PC Games Hardware
    In der Bildergalerie finden Sie 200 Screenshots aus 10 Stunden Just Cause 3. Wie immer entstanden die Bilder mit maximaler Qualität, allein auf die Bewegungsunschärfe haben wir zwecks scharfer Shots verzichtet. Mehr Informationen, Screenshots und Videos zu Just Cause 3 finden Sie auf unserer Themenseite zum Spiel.

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    03:06
    Just Cause 3: Spannendes Entwicklervideo zur Engine
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Radeon Catalyst Treiber Download: Crimson 16.7.2 Hotfix WHQL
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Just Cause 3
Just Cause 3 im Techniktest mit Grafikkarten und Prozessoren
Just Cause 3 aus dem Hause Square-Enix ist seit dem 1. Dezember im Handel. Im dritten Teil der Zerstörungsorgie verschlägt es den Protagonisten Rico Rodriguez auf die Inselgruppe Medici, um den Diktator Di Ravello zu stürzen. PC Games Hardware verrät im Techniktest von Just Cause 3, welche PC-Komponenten der Reise in den Süden gewachsen sind und welche nicht.
http://www.pcgameshardware.de/Just-Cause-3-Spiel-9784/Specials/Test-Benchmarks-1179397/
03.01.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/11/Just_Cause_3_maxed_und_downsampled_Raff_156-pcgh.jpg
specials