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  • Radeon 2016: Freesync über HDMI, Display Port 1.3 bringt 120 Hz für Ultra-HD

    AMD kündigt auf dem RTG Technology Summit für die 2016er-Radeon-GPUs der nächsten Generation unter anderem Display-Port-1.3-Unterstützung an. Der neue Standard soll außerdem 5k-Displays mit nur noch einem Kabel sowie bis zu 240 Hz bei niedrigeren Auflösungen wie 1080p oder 1440p ermöglichen. Dazu arbeitet man an High-Dynamic-Range-Support auch für die R9-300-Reihe.

    Auf dem Technology Summit der Radeon Technologies Group, zu dem AMD ausgewählte Pressevertreter am 3. Dezember ins nordkalifornische Sonoma einlud, kündigte die neu geschaffene Grafiksparte von AMD ihre Pläne für 2016 an. Unter anderem ging es um die Fortschritte, welche man der hauseigenen Freesync-Technik angedeihen lassen will. Mittel der Wahl dazu sind die kommende 1.3-Version des Display-Port-Standards sowie herstellerspezifische HDMI-Erweiterungen, mit denen AMD Freesync auch für Displays anbieten will, welche per HDMI angeschlossen sind. Doch beginnen wir mit dem neuen Standard.

    Display Port 1.3 mit 32,4 Gbps Übertragungsrate

          

    Bislang war für Display-Port im HBR2-Modus bei Ultra-HD respektive 4k und 60 Hertz Schluss. Hochauflösende Displays mit bei Gamern immer beliebteren 120 Hertz und aufwärts waren ebenso wenig möglich wie der Anschluss eines 5k-Displays (5.120 × 2.880 Bildpunkte) mit nur noch einem Display-Kabel. Mit den neuen, für 2016 geplanten Radeon-GPUs der nächsten Generation will AMD den Display-Port-Standard in Version 1.3 unterstützten. Dieser bietet mit bis zu 32,4 Gigabit pro Sekunde 100 Prozent mehr Übertragungsrate im Vergleich zum HBR2-Modus in DP 1.2. Radeon Technologies Group   Technology Summit   Visual Technologies Session   04   2016 Radeon Graphics   03 Radeon Technologies Group Technology Summit Visual Technologies Session 04 2016 Radeon Graphics 03 Quelle: AMD

    Damit sind unter anderem folgende Anzeigeoptionen möglich, ohne dass neue Kabel oder Stecker nötig sind, auch wenn die Längenempfehlung auf unter 2 Meter schrumpft:

    • 1080p mit bis zu 240 Hertz (SDR/HDR)
    • 1440p mit bis zu 240 Hertz SDR und 170 Hertz HDR
    • 1440p mit bis zu 190/144 Hertz SDR/HDR bei 3.440 Pixeln Bildbreite (21:9)
    • 2160p mit bis zu 120 Hertz SDR oder 60 Hertz im HDR-Modus
    • 2880p mit bis zu 60 Hertz über ein einzelnes Kabel

    Ab Mitte 2016 sollen Displays mit DP1.3-Support verfügbar sein - eine explizite Ankündigung der ersten neuen Radeon-GPUs für diesen Zeitraum macht AMD derzeit zwar nicht, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Display-Technik nicht ohne entsprechende Unterstützung für passende Zuspieler kommen wird.

    AMD gibt überdies an, dass "2016 Radeon GPUs" die erste mobile Architektur sein soll, welche Display Port 1.3 HBR3 unterstützt, auf einer weiteren Folie der Präsentation ist dann wieder allgemeiner von Display Port 1.3 die Rede, ohne dass "Mobile" und "HBR3" direkt damit in Zusammenhang gebracht werden.

    Free-Sync über HDMI

          

    Radeon Technologies Group   Technology Summit   Visual Technologies Session   03   FreeSync   08 Radeon Technologies Group Technology Summit Visual Technologies Session 03 FreeSync 08 Quelle: AMD Eine weitere Neuerung für 2016 werden per HDMI angeschlossene Monitore mit Free-Sync-Support sein. Während die allermeisten PC-Displays inzwischen über den (abgabenfreien) Display-Port verfügen, ist HDMI immer noch die Schnittstelle der Wahl für Wohnzimmer-Anzeigen wie zum Beispiel Fernseher.

    Über herstellereigene, per EDID übertragene HDMI-1.4b-Erweiterungen, welche laut AMD vollkommen spezifikationskonform sind, will man mit ausgewählten Partnern Displays mit HDMI und adaptiver Refreshrate anbieten. Den Anfang sollen dabei Samsung, LG und Acer machen. Außerdem sind so auch A+A-Notebooks, also Geräte, bei denen CPU und GPU von AMD stammen, mit HDMI und Freesync möglich. Auf Nachfrage sagten AMD-Offizielle, dass theoretisch auch Modelle mit Intel-CPU diese Möglichkeit nutzen könnten, jedoch müsste der HDMI-Ausgang mit der Radeon-GPU verbunden sein und nicht mit der integrierten CPU-Grafik - und das könne von Modell zu Modell variieren. AMD wollte daher keine generelle Aussage zu diesen Konfigurationen treffen.

    Prinzipiell sollte Free-Sync-over-HDMI mit aktuellen GCN-basierten Radeon-Karten sowie Kaveri-APUs der 7000er-Generation laufen, die ersten Displays sollen im ersten Quartal 2016 erhältlich sein. Eine Liste von geplanten Monitoren finden Sie in der Bildergalerie.

    High Dynamic Range für brillante Bilder

          

    Radeon Technologies Group   Technology Summit   Visual Technologies Session   02   High Dynamic Range   06 Radeon Technologies Group Technology Summit Visual Technologies Session 02 High Dynamic Range 06 Quelle: AMD Eine weitere Neuerung, welche uns 2016 erwartet, aber auch für aktuelle R9-300-GPUs angeboten werden soll, ist die Ausgabe mit hohem Dynamikumfang, kurz HDR (High Dynamic Range). Die derzeitige Darstellung auf herkömmlichen Displays ist auf einen stark komprimierten Farb- und Kontrastumfang beschränkt, den AMD mit typischen 0,05 bis 100 cd/m² angibt (im angloamerikanischen Sprachraum oft mit der Einheit "nit" angegeben). Mit HDR-Darstellung soll dieser auf 0,0005 bis 10.000 cd/m² anwachsen, da die Display-Pipeline bis zur Darstellung aufgebohrt wird.

    Wir haben diese Technik nicht umsonst hintan gestellt, denn hier sind noch einige Hürden zu überwinden. Zwar bieten unter anderem einige Hollywood-Studios bereits Inhalte in HDR-Qualität an, doch die typische maximale Helligkeit aktueller Displays liegt bei rund 1.000 cd/m² - und die soll bis zum Weihnachtsgeschäft 2016 "nur" auf das Doppelte steigen und damit noch weit hinter dem maximale möglichen Wert für 10-Bit-Übertragungen bleiben.

    Eine zweite Bremse ist die interne Verarbeitung auch in Spielen. Zwar rendern viele Engines bereits in HDR-Qualität, besitzen aber einen festverdrahteten Tone-Mapper, um den Dynamikumfang auf den Gamma-Wert typischer Display (2,2) zu komprimieren. Hier müsste zumindest der Spieleentwickler einen Patch für den Tonemapper liefern.

    Radeon Technologies Group   Technology Summit   Visual Technologies Session   02   High Dynamic Range   12 Radeon Technologies Group Technology Summit Visual Technologies Session 02 High Dynamic Range 12 Quelle: AMD Nicht zuletzt benötigt die Übertragung im HDR-Modus auch eine höhere Bandbreite von der Grafikkarte zum Display. Wie aus der Liste im ersten Abschnitt ersichtlich, sinkt die maximale Bildrate für die HDR-Ausgabe. In 1080p sind zwar noch 120 Hertz möglich, in 1440p jedoch nur noch die Hälfte und in Ultra-HD sinkt die HDR-Wiederholrate auf nur noch 30 Hertz - erst mit den neuen 2016er-Radeon-GPUs sind auch dort ergonomische Refreshraten möglich.

    Ein weiterer Punkt, den AMD in der Präsentation nur am Rande erwähnt, im anschließenden Gespräch jedoch einräumte: Sobald Spiele komplett auf die HDR-Ausgabe angepasst sind, steigt auch der Bedarf an Grafikspeicher. Denn während interne Pufferspeicher und -formate bereits HDR-tauglich sind, werden viele Texturen derzeit noch SDR-optimiert ausgeliefert. Stellen die Entwickler auch hier auf HDR um, sind einige Kompressionsformate nicht länger sinnvoll beziehungsweise durchweg nutzbar, sodass zusätzlich zur höheren Bittiefe teils auch eine weniger effiziente Pack-Technik zum Einsatz kommt.

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http://www.pcgameshardware.de/AMD-Freesync-Hardware-259942/News/Radeon-2016-1180330/
08.12.2015
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