iPhone & Co.: Sammelt Apple heimlich Nutzerdaten?
Seit Jahren macht Apple damit Werbung, besonders auf die Privatsphäre seiner Nutzer zu achten. Eine Sammelklage in den USA behauptet nun, dass Apple heimlich Nutzerdaten sammelt.
In einer Sammelklage von 40 US-Bundesstaaten wurde Google zu einer Strafzahlung von fast 392 Millionen Dollar verurteilt. Obwohl Nutzer explizit die Ortungsfunktion deaktiviert hatten, haben Google-Apps auf Smartphones weiterhin Ortungsdaten erfasst und archiviert. Nachdem nun Google verurteilt wurde, ist jetzt Apple an der Reihe. Eine Sammelklage aus Kalifornien wirft dem iPhone-Hersteller vor, automatisch Daten zu sammeln, obwohl Nutzer die Weitergabe untersagt haben.
Forscher: Apple übermittelt ID-Nummer & mehr
Bei der Klageschrift stützt man sich auf eine Analyse von Apples App Store durch zwei Forscher. Alles, was ein Nutzer innerhalb des digitalen Stores macht, wird demnach erfasst und an Apple übermittelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Analytics in den Einstellungen deaktiviert wird. So werden etwa alle Tastatureingaben direkt an Apple übermittelt, ebenso die Dauer, wie lange man auf einer Seite unterwegs war. Zudem werden Informationen wie ID-Nummer, Typ des iPhones, die Informationen zur Internetverbindung und zur Tastatursprache an Apple übermittelt. Laut den Wissenschaftler werden derartige Informationen auch bei weiteren Apple-Apps erhoben und an den Hersteller gesendet, unabhängig von den Datenschutzeinstellungen.
Bislang hat sich Apple nicht zu den Vorwürfen geäußert. Apple macht damit Werbung, dass etwa die Sprachverarbeitung von Siri auf dem iPhone erfolgt und nicht in die Cloud ausgelagert werden muss. Zudem sollen umfangreiche Datenschutzoptionen in iOS dazu führen, dass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt. Zumindest unter Android gibt es beispielsweise auch Geräte mit Lineage OS ohne Werbe-ID und damit ohne Anbindung an den Google Play Store.
Ebenfalls lesenswert: iPhone 14: Apple Stores sollen reparieren statt austauschen
Sammlung zu Vorwurf der heimlichen Datensammlung durch Apple:
- In den USA läuft eine Sammelklage gegen Apple. Dem iPhone-Hersteller wird vorgeworfen, automatisch Daten zu sammeln, obwohl Nutzer die Weitergabe untersagt haben.
- Laut einer Untersuchung von Forschern soll Apple protokolieren, was Nutzer innerhalb des App Stores getan haben. Auch in anderen Apple-Apps sollen Nutzerdaten ungewollt an den Hersteller übermittelt werden.
- Zu den gesammelten und an Apple geschickten Informationen gehören die ID-Nummer, Typ des iPhones, die Informationen zur Internetverbindung und zur Tastatursprache an Apple.
Quelle: Gizmodo

Also ausser vielleicht iPhone Nutzer.