iPhone 6s (Plus): Fertigungsbedingte Leistungsunterschiede beim A9-SoC [Update mit Apple-Stellungnahme]

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iPhone 6s (Plus): Laut Stichprobe fertigungsbedingte Leistungsunterschiede beim A9-SoC
Quelle: Apple

Den im iPhone 6s und iPhone 6s Plus zum Einsatz kommenden System-on-a-Chip lässt Apple bekanntlich bei Samsung und TSMC in unterschiedlichen Fertigungsverfahren herstellen, wodurch sich laut ersten Tests Unterschiede bei Rechenleistung, Akkulaufzeit und Temperatur der Smartphones ergeben. Apple hat sich mittlerweile zu einer Stellungnahme durchgerungen.

Update: Manchmal sieht sich sogar Apple zu einer Stellungnahme genötigt, wie in diesem Fall. Gegenüber der englischsprachigen Presse (exemplarisch: Techcrunch) ließ man verlauten, dass man "bestimmten" synthetischen Labortests die Sinnhaftigkeit abspricht. Die Tests würden ein beständig hohe Last anlegen, bis der Akku leer sei; das sei nicht repräsentativ für eine Nutzung des Gerätes im Alltag, wo man niemals so lange dauerhaft eine maximale CPU-Last erzeugt. Das sei eine "irreführende Art, eine alltagstaugliche Akkuzeit zu messen". Apple-eigene Tests und Daten von Kunden würden zeigen, dass zwischen den unterschiedlichen Versionen des iPhone 6s bzw. iPhone 6s Plus nur 2-3 Prozent Abweichungen bei der Akkulaufzeit bestünden. Wie Apple diese Werte misst, lässt sich auf deren Webseite nachlesen.

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Der A9-SoC in Apples neuen Smartphone-Modellen wird bei Samsung in 14 Nanometern und bei TSMC mit 16 Nanometern Strukturbreite hergestellt. Unter anderem laut Tests der chinesischen Webseite mydrivers.com ergibt sich dadurch bei zwei Exemplaren des iPhone 6s mit unterschiedlichem Chip ein deutlicher Leistungsunterschied, der kurioserweise zu Gunsten des größeren TSMC-Chips ausfällt.

So ist gemäß eines Benchmarks etwa die Rechenleistung leicht höher (66.575 gegen 65.695 Punkte), während die Akkulaufzeit rund 25 Prozent über der des Modells mit Samsung-Chip liegen soll. Zudem wird der von Samsung gefertigte SoC mit 40,5° Celsius um etwa 3° Celsius wärmer. In einem anderen Test zur Akkulaufzeit aus einer separaten Quelle kommt das iPhone 6s mit TSMC-Innenleben auf 7:50 Stunden, während das Samsung-Pendant 6:50 Stunden durchhält. Zu beachten ist hierbei, dass es sich nicht um repräsentative Ergebnisse handelt.

Laut einer Untersuchung mit gut 2.500 Exemplaren von Apples aktueller Smartphone-Generation liegt die Chance auf einen Chip von Samsung als Innenleben bei rund 22 Prozent (iPhone 6s) respektive rund 57 Prozent (iPhone 6s Plus). Dies will ein Software-Entwickler über eine eigens entworfene App ermittelt haben, die den SoC ausliest. Überprüfen können wir diese Aussage nicht.

Quelle: via Reddit (1), (2), macrumors.com

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mrfloppy Software-Overclocker(in)
        Und dann ? Am Karton kann man es nicht erkennen und rechtlichen Anspruch auf Umtausch deswegen hat man nicht
      • Von mrfloppy Software-Overclocker(in)
        Und dann ? Am Karton kann man es nicht erkennen und rechtlichen Anspruch auf Umtausch deswegen hat man nicht
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von turbosnake
        Es geht hier um 1 Stunden, was durchaus den Unterschied machen kann zwischen der Akku reicht den ganzen Tag oder er reicht nicht den ganzen Tag.
        Kann ja jetzt zum Glück jeder selber entscheiden, jetzt wo man die Unterschiede kennt. Mich würde mal interessieren wieviel von denen die das hier runter spielen freiwillig, wenn sie die Wahl haben, dass Gerät mit der schlechteren Akkuleistung nehmen. 

        MfG
      • Von turbosnake Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Gysi1901
        Letztes Jahr das "Bendgate", weil Menschen sich auf ihr äußerst dünnes High-Tech-Gerät gesetzt haben, heute regen sich die Leute darüber auf, dass manche Geräte bei typischer Nutzung 90 Sekunden weniger Akkulaufzeit haben. D.
        Es geht hier um 1 Stunden, was durchaus den Unterschied machen kann zwischen der Akku reicht den ganzen Tag oder er reicht nicht den ganzen Tag.
      • Von Gysi1901 Software-Overclocker(in)
        Letztes Jahr das "Bendgate", weil Menschen sich auf ihr äußerst dünnes High-Tech-Gerät gesetzt haben, heute regen sich die Leute darüber auf, dass manche Geräte bei typischer Nutzung 90 Sekunden weniger Akkulaufzeit haben. Das ist in sehr vielen Branchen so. Wenn man Stahl kauft, garantiert der Hersteller ein gewisses Maß an Qualität, es ist aber durchaus möglich, dass man deutlich höhere Qualität erhält; es wäre für den Hersteller viel teurer, jede Charge genaustens zu prüfen. Die meisten hier kennen es doch von CPUs, dass jedes Exemplar anders ist und man Glück oder Pech haben kann, was Übertaktung angeht. Bei Benzin wird eine gewisse Oktanzahl garantiert, doch man kann Glück haben und viel hochwertigeren Treibstoff erhalten.
        Man beschwert sich auch nicht, dass die Tomaten, die man kauft, minimal unterschiedliche Durchmesser haben. Klar könnten alle Tomaten sehr genau analysiert und dementsprechend sortiert werden -- das würde eben sehr viel höhere Kosten mit sich bringen. Im Hinblick auf die Nachfrage für iPhones, die sich pro Quartal im hohen achtstelligen Bereich bewegt, wäre das nicht anders.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Oberst Klink
        Wo ist das Problem? Samsung verbaut teilweise auch verschiedene SoCs in seinen Galaxy-Smartphones und das auch ganz offen. Nur dass Samsung für verschiedene Märkte eben verschiedene SoCs verwendet. Soll ja beim S7 auch wieder so kommen. Da scheint es dann keinen zu stören, dass die Geräte unterschiedlich performant sind
        Mimimi. Hier geht es aber um unterschiedliche Geräte auf "einem" Markt. Kann ja jeder selber entscheiden. Ich würde mich für die Variante mit mehr Akkuleistung entscheiden. Warum bei solchen Preisen noch Kompromisse eingehen?

        MfG
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