Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

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Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert (1)
Quelle: tinhte.vn

Das EU-Parlament hat mit deutlicher Mehrheit die EU-Kommission in einer Abstimmung dazu aufgefordert, eine Pflicht für einen einheitlichen Ladestandard für mobile Geräte festzulegen. Der iPhone-Hersteller wehrt sich dagegen.

Schon seit dem Jahr 2014 existiert eine freiwillige Vereinbarung vieler großer Hersteller wie Samsung oder Huawei, auf einen einheitlichen Ladeanschluss zu setzen, um mobile Endgeräte aufzuladen. Eine Firma jedoch wehrt sich dagegen bislang erfolgreich - Apple. Der Hersteller des iPhones setzt seit jeher auf proprietäre Ladeanschlüsse bei seinem Smartphone. Bevor es den aktuell verbauten Lightning-Port gab, wurde ein 30-poliger-Anschluss verbaut. Sämtliches Zubehör muss speziell fürs iPhone zertifiziert sein und den hauseigenen Apple-Anschluss unterstützen, was die Kompatibilität mit anderen Smartphones einschränkt. In einer am Donnerstag erfolgten Abstimmung fordern die EU-Parlamentarier mit 582 zu 40 Stimmen die EU-Kommission auf, eine gesetzliche Regelung für einen einheitlichen Ladegeräteanschluss für mobile Geräte zu formulieren und zu verabschieden. Die EU solle nun ein Gesetz verabschieden, damit es einen einheitlichen Ladegeräteanschluss bei mobilen Geräten gibt. So würde dies auch dazu dienen, weniger Elektroschrott zu produzieren. Alleine im Jahr 2016 habe es in Europa 12,3 Millionen Tonnen Elektroschrott gegeben, so die EU.

Verhinderung von Millionen Elektroschrott oder doch nicht?

Zwar gebe es aufgrund von freiwilligen Verpflichtungen mehrerer Gerätehersteller zumindest den USB-C-Standard als Ladeanschluss, aber nicht jeder Hersteller von Smartphones und Co. setzt darauf. Zudem kann es zwar sein, dass sich Smartphones am USB-C-Kabel anschließen lassen, doch softwareseitige Sperren verhindern das Laden, wenn es beispielsweise nicht ein vom Gerätehersteller zertifiziertes Ladekabel ist. Verbraucher seien durch diese Situation manchmal gezwungen, sich bei jedem neuen Gerät auch ein neues Ladekabel zu kaufen.

Apple argumentiert, dass man bereits um die 900 Millionen aktive iPhones weltweit habe und diese ja auf Apple-eigenen Ladeanschluss setzen. Diesen nicht mehr verbauen zu dürfen, würde Innovationen ersticken, als sie zu fördern, so der Konzern. Falls der Lightning-Anschluss nicht mehr verbaut werden darf, würden Millionen Geräte inkompatibel, so Apple. Eine Lösung, um bei einem einheitlichen EU-Ladestandard trotzdem noch den Lightning-Anschluss in neue iPhones einbauen zu dürfen, wäre einen Adapter von Lightning auf USB-Typ-C jedem neuen iPhone beizulegen oder aber man verbaut als Einheitslösung einen Standard zum drahtlosen Laden. Mit der drahtlosen Lademöglichkeit hat sich auch der EU-Gesetzgeber befasst und fordert explizit einen gemeinsamen Standard zum drahtlosen Laden. Bis Ende Juli soll eine Entscheidung fallen, so fordern es die EU-Parlamentarier von der EU-Kommission.

Ebenfalls lesenswert: EU will USB-C bei Mobilgeräten zum Ladestandard machen

Fakten rund um die Abstimmung des EU-Parlaments zum einheitlichen Ladegeräteanschluss:

  • In einer Abstimmung stimmten 582 EU-Parlamentarier dafür, dass die EU-Kommission ein Gesetz auf den Weg bringen soll, einen einheitlichen Anschluss zum Aufladen von mobilen Geräten verpflichtend zu machen.
  • Bereits seit dem Jahr 2014 gibt es eine freiwillige Vereinbarung mehrerer großer Smartphone-Hersteller wie Samsung, Huawei und Co., auf den USB-C-Anschluss zum kabelgebundenen Laden zu setzen. Apple jedoch sperrt sich dagegen und verbaut weiterhin den eigenen Lightning-Anschluss.
  • Bis Ende Juli soll die EU-Kommission ein Gesetz auf den Weg bringen, um einen einheitlichen Ladegeräteanschluss vorzuschreiben. Apple könnte hierbei auf einen gemeinsam drahtlosen Ladeoption setzen oder einen Adapter mitliefern.

Quellen: Europa Parlament, Reuters

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    • Kommentare (65)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von Threshold
        AW: Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

        Einfach Wireless aufladen. Das spart schon mal eine Menge Ärger mit dem Anschluss.
        Da hast Du aber dann einen hohen Energieverlust, weil der Wirkungsgrad erbärmlich ist. Bei einem Gerät ist das vielelicht wurscht, aber das summiert sich, wenn das Milliarden Geräte tun.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von Threshold
        AW: Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

        Einfach Wireless aufladen. Das spart schon mal eine Menge Ärger mit dem Anschluss.
        Da hast Du aber dann einen hohen Energieverlust, weil der Wirkungsgrad erbärmlich ist. Bei einem Gerät ist das vielelicht wurscht, aber das summiert sich, wenn das Milliarden Geräte tun.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        AW: Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

        Zitat von Threshold
        Einfach Wireless aufladen. Das spart schon mal eine Menge Ärger mit dem Anschluss.
        Das ja, aber wenn jetzt noch alle Charger auf Type-C wären, wäre das so geil... Da sind wir noch nicht, selbst bei teuren Samsung-Smartwatches wie Frontier 3 is nix Type-C beim Charger, sind zu geizig.
      • Von MATRIX KILLER Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

        Zitat von 4B11T
        Meine Typ C Ladebuchse am Galaxy S8 (ca. 2 Jahre alt) macht jedenfalls schon einen ziemlich ausgenudelten Eindruck.
        Ich habe hier ein S8 welches 2,5 Jahre alt ist, da sieht die Ladebuchse wie neu aus.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        AW: Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

        Zitat von 4B11T
        Meine Typ C Ladebuchse am Galaxy S8 (ca. 2 Jahre alt) macht jedenfalls schon einen ziemlich ausgenudelten Eindruck. Also der heilige Gral ist das noch lange nicht. Jetzt Apple auf einen Standard zu zwingen, der in einigen Jahren sicher schon wieder abgelöst wird?
        Einfach Wireless aufladen. Das spart schon mal eine Menge Ärger mit dem Anschluss.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        AW: Apples Plädoyer gegen USB-C von EU abgeschmettert

        Das ganze ist doch ziemlicher Schwachsinn, wenn man schon wieder das Schlupfloch lässt, dass man einen Adapter beilegen kann. Das ist doch lächerlich und führt die gesamte Diskussion ad absurdum.

        Ich bin wirklich dafür und ich denke auch, dass es wirklich Müll sparen wird, wenn man einen Steckertypus installiert und die Hersteller auch verpflichtet, dass mit jedem Ladegerät alles geladen werden kann, im Zweifel dann halt in einer Art Schutzmodus mit 500mA. Ich meine der Nutzer ist da ja auch seines eigenen Glückes Schmied, wer sich diesen Applemist kauft ist ja irgendwie selber schuld. Dann aber noch von "Innovationen" zu reden und bei den eigenen Produkten dennoch auf USB C zu setzen ist doch schlicht an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Die MacBooks laden doch auch mit C, die haben nur Angst, dass es dann User gibt die nicht für 80 EUR das Schnellladegerät passend zum IPhone kaufen, weil die das vom MacBook nutzen können, um nichts anderes geht es hier. Nicht um Innovationen, nur ums schnöde den Kunden verarschen und Geld kassiern.

        Im Übrigen gibt es ja schon einen Quasi Standard, wird von Apple, Samsung, Lenovo und wie sie alle heißen genutzt, nennt sich USB Power Delivery und kann bis zu 10W übertragen, ich glaube das wird auf Jahre reichen, die besten Geräte laden gerade mit ca. 50W und wenn wir ehrlich sind, das ist schon sehr zackig, maximal das doppelte und wir kommen eh in einen Bereich wo Theorie und Praxis dann schnell auseinanderdriften. Dann kann man theoretisch mit 500W laden, aber nur 10 Sekunden, da der Akku dann überhitzt.
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