Blevinator: Bericht über den Mann hinter Apples Margen
Wenn ein neues Apple-Produkt auf den Markt kommt, werden auch immer die groben Kosten aufaddiert, um dann zu sehen, wie viel Marge Apple machen kann. Dahinter steckt der medial wenig beachtete Blevinator - Apples Chefeinkäufer Tony Blevins.
Apple macht Milliarden-Umsätze, hat blendende Margen und die Investoren können sich glücklich schätzen. Von dieser Seite betrachtet, ist in Cupertino alles gut. Aber es gab in den letzten Jahren auch immer wieder Kritik daran, dass Apple in Fernost unter mitunter diskussionswürdigen Bedingungen fertigen lässt. Das alles kommt natürlich nicht von irgendwo, sondern von Management-Entscheidungen.
Über einen aus dem Management hat nun das Wall Street Journal geschrieben - einer, der in den Medien selten im Gespräch ist und unter den Zulieferern als "Der Blevonator" bekannt ist. Die Rede ist von Chefeinkäufer Tony Blevins. Er ist hauptverantwortlich für die Konditionen, die Apple mit seinen "Partnern" aushandelt. Und die berichten, dass Blevins mit allen Wassern gewaschen ist.
Große Rabatte handelt er nicht nur mit riesigen Bestellvolumen aus, sondern auch mit psychologischen Tricks. So wird die Delegation am Mitbewerber vorbeigeführt, nur um klar zu machen, dass es hier mehr als nur ein Pferd im Rennen gibt. Eine Absage an UPS für Logistikdienstleistungen soll per Fedex rausgegangen sein. Blevins soll auch Ursache für den Streit mit Qualcomm gewesen sein, indem er die Lieferanten anwies, keine Lizenzgebühren über 8 Milliarden US-Dollar zu zahlen. Blevins wird daher als eine der Schlüsselpersonen bei Apple angesehen, wie einst Steve Jobs und Jonathan Ive.
Blevins spielt so in die Hände von Cook, der bei den Ausgaben auch eher als Hardliner gilt und das Mantra vertritt, dass gesparte Ausgaben bei Zulieferern direkt dem Profit zugutekommen. Auf dem Weg zu solchem Erfolg muss man sich wohl von manchen Dingen verabschieden - etwa generell außerhalb eines ökonomischen Zirkels beliebt zu sein. Blevins wollte den Bericht nicht kommentieren und gab nur zu Protokoll, dass er ein loyaler Firmenmensch sei.

Ich dachte es geht hier um den Fortnite-Streamer Tyler "Ninja" Blevins ...
Blevinator oder Blovonator? Konnte der Redakteur sich nicht entscheiden?