Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

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Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones
Quelle: apple.com

Apple hat kürzlich einen neuen Recycling-Roboter für ausgemusterte iPhones vorgestellt, der aus den Altgeräten hochwertige Materialien extrahiert. Greenpeace stößt dies allerdings auf, denn statt neuer Recycling-Technologie sollte der IT-Konzern nach dem Willen des Umweltverbandes lieber auf eine bessere Reparierbarkeit und dadurch langlebigere Produkte setzen.

Apples kürzlich präsentierter Recycling-Roboter "Daisy" ist das Nachfolgemodell des 2016 eingeführten Vorgängers "Liam" und soll alte iPhones noch effizienter verwerten, wobei Daisy laut Angaben des Konzerns aus 100.000 alten iPhones etwa ein Kilogramm Gold sowie 7,5 Kilogramm Silber gewinnen kann und dafür etwa 18 Sekunden pro Gerät benötigt, wodurch bis zu 200 Stück pro Stunde verarbeitet werden können.

Dem Senior-Analyst Gary Cook von Greenpeace ist dies jedoch zu kurz gedacht, denn laut einer Stellungnahme zu dem Thema wäre es statt "einem weiteren Recycling-Roboter" seitens Apple viel wichtiger, dass der Konzern "eine seiner größten Möglichkeiten zur Verringerung seiner Umweltauswirkungen nutzt: reparierbares und aktualisierbares Produktdesign". Dadurch würden die Geräte viel länger in Gebrauch bleiben und den Tag hinauszögern, an dem sie von Daisy demontiert werden müssten.

Kunden würden ihre Geräte unterdessen gerne länger behalten, wie sich im Rahmen von Apples schlussendlich deutlich vergünstigter Akku-Austauschaktion Anfang des Jahres gezeigt habe, als Besitzer eine drei bis vierwöchige Wartezeit für den Wechsel in den Ladengeschäften von Apple in Kauf nahmen, so der Senior-Analyst von Greenpeace. Abseits der jetzigen Rüge wurde Apple seitens des Umweltverbandes in der Vergangenheit hinsichtlich des ökologischen Wirtschaftens allerdings auch bereits vergleichsweise positiv eingestuft. Zudem gilt Apple mit seinem Einsatz erneuerbarer Energien in der Branche ebenfalls als Vorreiter.

Quelle: via macrumors.com

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

        Die wichtige Frage ist doch: Gibt es schon einen Recycling-Roboter für die Recycling-Roboter?
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

        Die wichtige Frage ist doch: Gibt es schon einen Recycling-Roboter für die Recycling-Roboter?
      • Von Freeak Software-Overclocker(in)
        AW: Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

        Tja, in der Heutigen Konsumindustrie, gerade wenn man den Technischen bereich Betrachtet, geht es immer nur um den Leitspruch: "Was lange hält, bringt kein Geld."

        So einfach ist das ganze System Heutzutage gehalten. Und da kann man über die DDR sagen was man will, aber da wurden Geräte wenigstens so Gebaut das die auch Halten, und das meist ein Leben lang. Klar, war das ganze unter dem Aspekt, weil es Ressourcen schonen sollte, weil es zu dem Zeitpunkt nicht so viel Matereal und Rohstoffe gegeben hat, dennoch sollte man auch Heutzutage wieder mehr darauf setzen, als nur darauf aus zu sein Maximale Profite und Gewinne einzustreichen.

        Leider ist es im Kapitalismus einfach so das Geld vor allem anderen steht. Und die Doppelmoral von Apple macht das deutlich.
        Einerseits setzen sie schon irgendwie auf Umweltschutz, auf der anderen seite, Bauen Sie einen Roboter um alte Smartphones zu zerlegen.
      • Von bewdde
        AW: Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

        Die iPhones sind ja noch relativ einfach zu reparieren, zumindest den Akku kann man auch als Laie "problemlos" tauschen, aber natürlich muss sich etwas ändern um die Nachhaltigkeit zu verbessern, das gilt aber für alle Hersteller im Smartphone-Bereich.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        AW: Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

        Tja, Apple. Einerseits vorbildlich, da alle Materialien aus konfliktfreien Zonen, eigene Solarparks um die Rechenzentren zu befeuern, umweltfreundliche Verpackungen aus Pappe statt Plastik.

        Und dann ist praktisch alles verlötet und verklebt. Bei den Telefonen und Tablets sehe ich das ja noch ein, da kann man als Laie eh nix tauschen, vom Akku vielleicht mal abgesehen. Aber bei den Rechnern muss das wirklich nicht sein. Nicht wechselbarer Arbeitsspeicher, Akku und Festplatte sind schon ein Schlag ins Gesicht, sowohl für die Umwelt als auch für den Aufrüster. Ich finde Apple Produkte an sich klasse, aber das war für mich bei Macs bisher der Killer.

        Apple ist halt umweltbewusst solange es sich lohnt. Das ist zwar immer noch besser als z.B. Samsung, die keinen Pfennig auf die Umwelt geben, hinterlässt aber eben doch einen sehr faden Eindruck.
      • Von Atma Lötkolbengott/-göttin
        AW: Apple: Greenpeace fordert mehr Nachhaltigkeit anstelle neuer Recycling-Roboter für iPhones

        Ich gebe normalerweise nicht viel auf Greenpeace, in dem Fall haben sie aber eindeutig recht. Auf der einen Seite macht Apple einen auf umweltfreundlich weil die genutzte Energie aus erneuerbaren Quellen stammt und weil sie ihren tollen Recycling-Roboter haben. Auf der anderen Seite sorgt Apple dafür, dass ihre Geräte kaum bis gar nicht reparierbar sind und betreibt massive Lobbyarbeit, um ein Recht auf Reparatur in den USA zu verhindern. Das ist so dermaßen heuchlerisch, einfach ekelhaft.

        Apple
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