Apple iPhone 6s/7: A9-Chip soll auch bei TSMC gefertigt werden
Apple soll fünf vor 12 noch die Entscheidung getroffen haben, TSMC einen Auftrag zur Fertigung von A9-Chips zu geben. Grund dafür sei primär eine zu schlechte Ausbeute bei Globalfoundries, wo Samsung einige Chargen hätte hin verlagern können. Bei Samsung selbst könnte die hohe Nachfrage des Galaxy S (Edge) zu Lieferengpässen führen.
Anfang des Monats hieß es noch, dass Samsung den kompletten Auftrag zur Fertigung von Apples A9-Chip erhalten habe und TSMC als bisheriger Auftragsfertiger für Apple aus dem Rennen sei. Laut appleinsider.com soll Apple diese Entscheidung nun wieder revidiert haben. Demnach befürchte das Unternehmen aus Cupertino, dass die Südkoreaner nicht genügend Chargen liefern könnten. Das Galaxy S6 sowie dessen Edge-Variante sollen sich unerwartet gut verkaufen, sodass Samsung mehr Kapazitäten für seine hauseigenen in 14 nm gefertigten Exynos-SoCs vorbehalte.
Normalerweise wäre das kein Problem gewesen, da Apple auf Globalfoundries hätte ausweichen können, der Samsungs 14-nm-Prozesse innerhalb einer Partnerschaft lizenziert hat. Globalfoundries soll jedoch große Probleme bei der Ausbeute haben - nur etwa 30 Prozent der Chips sollen funktionsfähig sein, was von einem wirtschaftlichen Yield weit entfernt wäre. Auch wenn der gleiche Prozess genutzt wird, können die genutzten Tools für unterschiedliche Yield-Raten sorgen.
Das habe Apple dazu bewogen, die Produktion des A9-SoCs zum Teil auf TSMC zu verlagern. Etwa 30 Prozent sollen dort künftig gefertigt werden. Offenbar gleichen sich die Prozesse von TSMC und Samsung stark genug, dass Apple umschwenken kann. Zuletzt sollen Ausbeute und Performance bei TSMCs "16 nm FinFET Turbo" die Erwartungen übertroffen haben, sodass es schlussendlich zu dieser Entscheidung gekommen sei.
Quelle: appleinsider.com
