Xbox Series X und PS5: Vergleich der technischen Daten mit Xbox Series S
Microsoft hat bekanntgemacht, dass am 10. November sowohl die Xbox Series X, als auch die Series S veröffentlicht werden. Zudem sind die technischen Daten weitgehend bekannt, sodass sich ein Vergleich mit der Playstation 5 anbietet.
Ab dem 10. November kommen die Xbox Series X für rund 500 Euro und die kleinere Xbox Series S für 300 Euro in den Handel. Ebenfalls noch in diesem Jahr kommt die Playstation 5 auf den Markt. Nun stehen die technischen Daten der Next-gen-Konsolen fest, Zeit diese einmal gegenüberzustellen. Beide Xbox Series-Konsolen setzen, wie auch die Playstation 5, auf Custom-SoC-Hardware von AMD. Herzstück bildet eine CPU auf Basis der Architektur Zen 2, die in einem verbesserten 7-nm-Strukturverfahren produziert wird. Sowohl die Xbox Series X als auch die günstigere Series S setzen auf den gleichen Ryzen-Prozessor mit acht physischen Kernen und 16 Threads. Unterschiede gibt's bei der CPU nur in der Taktrate bei den Microsoft-Konsolen. So kann die Xbox Series X mit 3,8 GHz beziehungsweise 3,6 GHz bei Nutzung der Threads takten, während die Xbox Series S mit 3,6 GHz oder 3,4 GHz mit SMT werkelt. Der Achtkerner der Playstation 5 hingegen taktet dynamisch und maximal mit 3,5 GHz samt SMT.
Xbox Series X soll Spiele in UHD mit 120 Fps oder mit Raytracing ermöglichen
Hardwaretechnisch größere Unterschiede gibt's beim verbauten Grafikchip. Die Xbox Series X kommt mit 52 Compute Units und 3.328 Shadern mit einer Taktrate von 1,825 GHz daher. So erreicht die Xbox Series X 12,15 Teraflops und soll Spiele in UHD mit bis zu 120 Fps darstellen können. Alternativ können Nutzer - je nach Spieletitel - auch andere Grafikeinstellungen etwa mit weniger Fps, dafür mit Raytracing-Beleuchtungseffekten auswählen. Die kleinere Xbox Series S hingegen benutzt einen anderen Grafikchip, der auch auf RDNA-2-Basis steht. Dieser Chip von AMD Radeon besitzt aber nur 20 Compute Units mit einer Taktrate von 1,565 GHz und kommt letztlich auf vier Teraflops - nur ein Drittel der theoretischen Grafikleistung der Series X.
So sollen Spiele mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel mit einer Bildrate von 120 Fps dargestellt werden können - ein spezieller Upscaler soll das Ganze möglichst gut auf UHD ausgeben können. Die Xbox Series S unterstützt ebenfalls hardwarebeschleunigtes DirectX-Raytracing sowie VRR und Variable Rate Shading, wie auch die Xbox Series X. Der Grafikchip der Playstation 5 kommt auf 36 Compute Units und 2.304 Shader, die variabel takten können und maximal mit 2,23 GHz Taktrate werkeln können. Bei maximalem Takt erreicht die Playstation 5 so 10,28 Teraflops. Es kommt aber auf die jeweiligen Spieletitel an, ob diese TFLOPS auch tatsächlich erreicht werden.
Playstation 5 mit schnellerem Flash-Speicher als Xbox Series X
Auf dem Papier deutlich performanter ist die Lesegeschwindigkeit der internen SSD der Playstation 5 im Vergleich zum Speicher der beiden Xbox-Konsolen. Die NVMe-SSD bietet 825 Gigabyte und kommt auf eine typische Übertragungsrate von bis zu 9 GB/s beziehungsweise auf 5,5 GB/s bei Raw. Die Pendants bei der Xbox Series X und Series S kommen bestenfalls auf 4,8 GB/s. Zur Speichererweiterung muss sowohl bei Sony, als auch bei Microsoft einiges beachtet werden. So erlaubt Sony prinzipiell den Einbau einer M.2-SSD, allerdings dürfen ausschließlich von Sony zertifizierte SSDs mit PCI-Express 4.0 in der Playstation 5 verbaut werden. Microsoft hingegen bietet einen proprietären SSD-Erweiterungsslot an, in dem nur spezielle SSD-Erweiterungskarten eingesteckt werden können.
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Hintergrund dieser Einschränkungen beider Hersteller ist, dass Sony und Microsoft sicherstellen wollen, dass auf diese Speichererweiterung ausgelagerte PS5- beziehungsweise Xbox Series-Spiele genauso schnell laden und laufen, wie auf der internen SSD. Nur für Apps oder bei Spieletiteln für die Xbox One oder PS4, die via Abwärtskompatibilität auf den neuen Konsolen laufen, können via USB angeschlossene HDDs oder SSDs benutzt werden.
3D Audio sowohl für PS5 als auch bei Xbox Series S und X verfügbar
Die Playstation 5 verfügt über die 3D Audio-Engine namens Tempest, wie Sony selbst angekündigt hat. So sollen sich Geräusche wesentlich präziser orten lassen. Letztlich soll dies zu einer stärkeren Immersion führen. Die Konkurrenz Xbox Series X wird jedoch ebenfalls auf ein neues Audio-Feature setzen. So soll laut Microsoft auch die Hardware genutzt werden, um das neue Spatial-Audio-Feature mit 3D Audio zu gewährleisten. Zudem bieten sowohl die Xbox Series S als auch die Xbox Series X Unterstützung für Dolby Atmos. Die Playstation 5 unterstützt kein Dolby Atmos, da man ausschließlich auf 3D Audio setzt. Der Ton muss allerdings bei allen Next-gen-Konsolen via HDMI-2.1-Anschluss weitergeleitet werden, da Sony und Microsoft den SPDIF-Anschluss nicht mehr verbauen.
| Xbox Series X | Xbox Series S | Sony PS5 | Sony PS5 Digital Edition | |
|---|---|---|---|---|
| Prozessor | ||||
| Architektur | AMD Zen 2 (7 nm) | AMD Zen 2 (7 nm) | AMD Zen 2 (7 nm) | AMD Zen 2 (7 nm) |
| Daten | 8 Kerne, 3,8 GHz / 3,6 GHz (mit SMT) | 8 Kerne, 3,6 GHz / 3,4 GHz (mit SMT) | 8 Kerne, bis zu 3,5 GHz (SMT) | 8 Kerne, bis zu 3,5 GHz (SMT) |
| GPU | ||||
| Architektur | Custom AMD Radeon RDNA 2 | Custom AMD Radeon RDNA 2 | Custom AMD Radeon RDNA 2 | Custom AMD Radeon RDNA 2 |
| Daten | 52 CUs, 1,8 GHz | 20 CUs, 1,565 GHz | 36 CUs, 2,23 GHz | 36 CUs, 2,23 GHz |
| Anzahl Shader | 3.328 | keine Angabe | 2.304 | 2.304 |
| Leistung | 12,15 TFLOPS | 4 TFLOPS | bis zu 10,28 TFLOPS | bis zu 10,28 TFLOPS |
| Hardwarebeschleunigtes Raytracing | Ja, DirectX-Raytracing | Ja, DirectX-Raytracing | Ja | Ja |
| Unterstützte HDR-Standards | HDR 10, Dolby Vision | HDR 10, Dolby Vision | HDR 10 | HDR 10 |
| Performanceziel bei Spielen | Spiele in UHD mit bis zu 120 Fps | Spiele in 1440p mit bis zu 120 Fps | Spiele in UHD mit bis zu 120 Hz | Spiele in UHD mit bis zu 120 Hz |
| Maximale Auflösung | 8K-UHD | 8K-UHD | 8K-UHD | 8K-UHD |
| Audio | Spatial Sound, 3D Audio | Spatial Sound, 3D Audio | Tempest 3D Audio | Tempest 3D Audio |
| Dolby Atmos | Dolby Atmos | - | - | |
| RAM | ||||
| Kapazität | 16 GiByte GDDR6 | 10 GiByte GDDR6 | 16 GiByte GDDR6 | 16 GiByte GDDR6 |
| Speicheranbindung | 10 GiByte mit 560 GB/s | 8 GiByte bei 224 GB/s | 448 GB/s | 448 GB/s |
| 6 GiByte mit 336 GB/s | 2 GiByte mit 56 GB/s | |||
| SSD | ||||
| Kapazität | 1 TByte PCI-Express 4.0, NVMe | 512 Gigabyte PCI-Express 4.0, NVMe | 825 Gigabyte PCI-Express 4.0, NVMe | 825 Gigabyte PCI-Express 4.0, NVMe |
| Lesegeschwindigkeit (unkomprimierte Daten / komprimierte Daten) | 4,8 GB/s / 2,4 GB/s | 4,8 GB/s / 2,4 GB/s | 8-9 GB/s / 5,5 GB/s | 8-9 GB/s / 5,5 GB/s |
| Speichererweiterung | ||||
| Next-Gen-Spiele | Ja, mittels proprietärer SSD-Karte | Ja, mittels proprietärer SSD-Karte | Ja, nur von Sony zertifizierte M.2-SSDs mit PCI-Express 4.0 | Ja, nur von Sony zertifizierte M.2-SSDs mit PCI-Express 4.0 |
| Medien, Apps etc. | Ja, mittels USB-Anschluss | Ja, mittels USB-Anschluss | Ja, mittels USB-Anschluss | Ja, mittels USB-Anschluss |
| Optisches Laufwerk | Ja, UHD-Blu-ray-Laufwerk | Nein | Ja, UHD-Blu-ray-Laufwerk | Nein |
| Anschlüsse | ||||
| Video- und Tonausgang | 1x HDMI 2.1 | 1x HDMI 2.1 | 1x HDMI 2.1 | 1x HDMI 2.1 |
| Netzwerk | 1x LAN, Wi-Fi 5 (Dual-Band) | 1x LAN, Wi-Fi 5 (Dual-Band) | 1x LAN, Wi-Fi 5/6 | 1x LAN, Wi-Fi 5/6 |
| Zubehörgeräte (Peripherie, externe Speicherweiterung) | 3x USB 3.1 (Typ-A, 5 Gbit/s), eingebauter Funk-Empfänger (nur für Peripheriegeräte) | 3x USB 3.1 (Typ-A, 5 Gbit/s), eingebauter Funk-Empfänger (nur für Peripheriegeräte) | 2x USB 3.2 (Typ-A, 10 Gbit/s), 1x USB-3.2-Typ-C, 1x USB 2.0 (Typ-A), Bluetooth 5.1 | 2x USB 3.2 (Typ-A, 10 Gbit/s), 1x USB-3.2-Typ-C, 1x USB 2.0 (Typ-A), Bluetooth 5.1 |
| Abmessungen | ||||
| Maße (Breite x Höhe x Tiefe in cm) | 30,1 x 15,1 x 15,1 | 27,5 x 6,5 x 15,1 | 39 x 10,4 x 26 | 39 x 9,2 x 26 |
| Gewicht | 4,46 Kilogramm | 1,93 Kilogramm | 4,5 Kilogramm | 3,9 Kilogramm |
| Preis | 499 Euro | 299 Euro | 499 Euro | 399 Euro |
Die Playstation 5 sowie die Xbox Series X und Series S unterstützen nicht nur UHD, sondern auch Raytracing. Für eine erweiterte Farbwiedergabe wird der Standard HDR 10 unterstützt. Microsoft macht zudem mit dem Support für Dolby Vision Werbung, wobei sowohl die Xbox Series X und die Xbox Series S in der Lage sind beziehungsweise ab dem Jahr 2021 sein werden, diesen Standard auch beim Spielen anzuzeigen. So oder so muss aber auch der TV oder Monitor Dolby Vision unterstützen.
Ebenfalls lesenswert: Xbox Series X: Erscheint am 10. November für 500 Euro, Vorbestellungen im September
Sammlung zur verbauten Hardware in Xbox Series X und S sowie der Playstation 5:
- Beide Xbox Series-Konsolen setzen, wie auch die Playstation 5 auf Hardware von AMD. Herzstück bildet eine CPU auf Basis der Architektur Zen 2.
- Sowohl die Xbox Series X, als auch die günstigere Series S setzen auf den gleichen Ryzen-Prozessor mit acht physischen Kernen und 16 Threads, aber mit unterschiedlichen festgelegten Taktraten. Der Achtkerner der Playstation 5 hingegen taktet dynamisch mit maximal 3,5 GHz samt SMT.
- Größere Unterschiede gibt's bei der GPU, die auf Basis von RDNA 2 steht. Die Xbox Series X kommt mit 52 Compute Units und 3.328 Shadern mit einer Taktrate von 1,825 GHz daher. So ergeben sich 12,15 Teraflops an Leistung. Die Playstation 5 hat ebenfalls einen AMD-Grafikchip eingebaut, aber nur mit 36 CUs und 2.304 Shadern, die dynamisch bis zu 2,23 GHz takten können. Wenn der Maximaltakt vom Spiel genutzt wird, ergeben sich 10,28 Teraflops bei der PS5.
- Die Xbox Series S hat eine AMD Radeon mit 20 CUs und einer Taktrate von 1,565 GHz verbaut. So kommt sie auf vier Teraflops.
- Die NVMe-SSD der PS5 bietet 825 Gigabyte und kommt auf eine typische Übertragungsrate von bis zu 9 GB/s beziehungsweise auf 5,5 GB/s bei Raw. Die Pendants bei der Xbox Series X und Series S kommen bestenfalls auf 4,8 GB/s.
- Die Xbox Series X und Xbox Series S kommen am 10. November in den Handel und kosten rund 500 Euro beziehungsweise 300 Euro.
- Die Playstation 5 soll ebenfalls noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Quellen: Microsoft, Sony, Surround-Sound.info

bei gleichzeitig schwächeren Takt .. der Serie S Grübel Grübel
Aber egal, Sony sollte noch im Dezember eine Pro für die High Tech Konsoleros bringen Eventuell mit dem Design des Dev Kits
ne kleine Serie und gut ists mit den Vergleichen Das wäre die richtige Strategie
zumal durch ein Patent ja für Künftige Aufrüstungen schnellsten auf MS reagiert werden kann, wenn MS mal wieder was Versuchen sollte.
Das ist das was du wohl im Benchmark auch erreichen könntest.
Allerdings hat Sony eine Kodiereinheit in Hardwareform verbaut, womit die zu übertragenen Daten in Echtzeit dekomprimiert werden können und dadurch die Daten auf 9 GB/s anwachsen. Sprich über den Bus werden die 5,5 GB übertragen und in der Dekodiereinheit "entpackt" und damit eigentlich 9 GB geladen. (Wie in "RAR-Paket")
Ob das in die Gegenrichtung auch geht, weiß ich leider nicht.
Vorraussetzung ist, dass es die Entwickler nutzen. Somit könnte das ganze weniger Platz auf der SSD benötigen, sowie könnte hinzukommen, dass viele Assets durch die schnelle Zugriffszeit einer SSD nicht doppelt auf der Platte vorhanden sein müssen, wodurch auch wieder Platz gespart wird. Es muss aber durch die Entwickler genutzt werden.
Bei den Sony-Studios wird es mit Sicherheit der Fall sein, bei den anderen wird man es erst mit der Zeit sehen. Hängt aber vorallem auch von den Entwickler-Tools ab.