Wuchang Fallen Feathers im Test: Souls-Like mit Unreal Engine 5 im mythologischen China
In Wuchang: Fallen Feathers übernehmen Sie die Rolle der Piratin Bai Wuchang, die im von Krieg und Pestilenz verwüsteten Alten Königreich Shu auf eine fantastische Reise aufbricht. Die Unreal Engine 5 stellt den technischen Unterbau für das mystische Abenteuer - offenkundig mit einigen Kniffen.
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Wuchang: Fallen Feathers des chinesischen Entwicklers Leenzee spielt während der Ming-Dynastie im Alten Königreich Shu, der heutigen chinesischen Provinz Szechuan, allerdings mit kräftigem, mythologischem Einschlag. Vertrieben wird das Spiel auch hierzulande von dem italienischen Softwareunternehmen 505 Games. Als technischen Unterbau nutzen die Entwickler die Unreal Engine 5 - im Falle von Wuchang: Fallen Feathers kommt die etwas betagte UE5.1.1 zum Einsatz - wohl aber eher als eine Art eigens weiter vorangetriebenen "Entwicklungsbranch", mit einigen relativ offenkundigen Anpassungen.
Die grobe Beschreibung des Titels erweckt vermutlich Erinnerungen an den letzten großen Blockbuster aus China, Black Myth: Wukong. Und im gewissen Sinne gibt es auch einige Parallelen zwischen den beiden Spielen - so erinnern etwa einige Umgebungen in Wuchang: Fallen Feathers stark an Black Myth Wukong und auch beim Souls-artigen Gameplay in Third-Person-Perspektive gibt es einige Überschneidungen. Und obendrein werden beide Spiele durch die Unreal Engine 5 befeuert.
Allerdings gibt es auch einige Unterscheidungsmerkmale. Bei Black Myth: Wukong handelt es sich etwa um eine Videospiel-Adaption des chinesischen Romans und der Fabel "Die Reise nach Westen", welche während des 16. Jahrhunderts während der Ming-Dynastie entstand. Die Handlung von Black Myth: Wukong spielt obendrein in der etwas nordöstlicher gelegenen, chinesischen Provinz Shanxi. So wirklich weit herumgekommen - oder nach "Westen" - ist der Affe dabei gar nicht. Und während auch Wuchang: Fallen Feathers aus dem reichhaltigen Fundus der chinesischen Mythologie schöpft, und obendrein ein Souls-Like ist, so gibt es doch einige Unterschiede. Die beiden Spiele sind sich im gewissen Rahmen ähnlich, aber trotz aller Gemeinsamkeiten doch zwei sehr unterschiedliche Titel.
Quelle: PCGH
Schick: Auch wenn die erste Umgebung nicht wenig an die ebenfalls erste in Black Myth: Wukon erinnert, hat Wuchang Fallen Feathers doch einen eigenen Flair.
In Wuchang: Fallen Feathers wachen Sie zum Spielbeginn mit Ihrer Spielfigur ohne Erinnerung auf, dafür allerdings mit dem "Feathering", eine Art Fluch, der Sie und Ihre Protagonistin Bai Wuchang in den Wahn zu treiben droht. Allerdings verleiht Ihnen der unerwünschte Federbefall am linken Arm außerdem mächtige Fähigkeiten, die, falls Sie diese meistern, Ihnen gar die Fähigkeit eröffnet, das Schicksal zu ändern. Und so bricht Bai Wuchang zu einer epischen Reise auf, um hinter das Geheimnis des Fluchs zu kommen und obendrein ihre verschollene Schwester zu finden. Im Übrigen: Fans des (Super-)Breitbildformats kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Zwischensequenzen laufen allerdings im 32-zölligen-DQHD-Format in 21:9.
Wuchang: Fallen Feathers im 32:9-Format und DQHD-Auflösung
Das Feathering ist Ihnen zudem im Kampf gegen Schurken, Banditen und vielfältige sowie interessant gestaltete Monstrositäten behilflich. In Wuchang: Fallen Feathers gibt es 25 Waffen, die unterschiedliche Spielstile bieten und sich in fünf Waffenkategorien unterteilen. Die erste Waffe, die Sie von einer mysteriösen Figur überreicht bekommen, ist etwa die Cloudfrost's Edge ("Frostreifschneide" in der deutschen Übersetzung - die im Übrigen gelungen ist; es existieren allerdings nur englische und chinesische Tonspuren), ein zweihändiges Schwert mit einseitiger Klinge, basierend auf dem während der Ming-Dynastie weitverbreitetem Changdao.
Die Waffe bestimmt wiederum, über welche Fähigkeiten Sie verfügen. Es stehen obendrein mehrere Dutzend Zauber zur Verfügung, welche Sie mit den Waffenfähigkeiten kombinieren können. Bis zu zwei Waffen und vier Zauber können gleichzeitig ausgerüstet und im Kampf geschwind gewechselt werden, um Synergieeffekte auszulösen. Die Waffenfähigkeiten respektive "Magie" laden Sie durch geschickte und präzise zeitlich aufeinander abgestimmte Ausweich- und Parademanöver auf. Wuchang: Fallen Feathers setzt demnach verstärkt auf flinkes Ausweichen und defensive Aktionen, um darauf gezielt und aggressiv mit starken, aufgeladenen Kontern zurückzuschlagen sowie eine Kombination von unterschiedlichen Waffenfähigkeiten und Zaubern. Bai Wuchang kann sehr kräftig zuschlagen. Das Kampfsystem ist sehr unterhaltsam, das Feedback krachend, es macht Spaß, diese Kraft über den Controllers auf die Widersacher zu kanalisieren.
Quelle: PCGH
Der erste Boss ist ein "typischer" Souls-Like-Newbie-Troll-Endgegner. Ins Gras beißen ist das erste Mal nahezu garantiert.
Eine weitere, sich von anderen Souls-Likes unterscheidende Mechanik ist der Wahnsinn, in den Protagonisten Bai Wuchang fallen kann. In diesem Fall lösen Sie besonders viel Schaden bei Ihren Widersachern aus, allerdings sind Sie außerdem auch selbst bei Angriffen besonders verletztlich. Sterben Sie in diesem Zustand, so erwachen Sie an dem letzten Schrein - dem Analog des "Lagerfeuers". Allerdings bewacht nun ein "Innerer Dämon" jene Stelle, an der Sie gestorben sind. Dieser bösartige Schatten Ihrer selbst führt die gleichen Fähigkeiten, Waffen und Zauber wie Ihre Spielfigur zum Zeitpunkt Ihres Ablebens. Es gibt demnach eine ganze Reihe Gameplay-Mechaniken, die Wuchang: Fallen Feathers von anderen Souls-ähnlichen Spielen absetzen.
Grafisch und technisch macht Wuchang: Fallen Feathers einen generell guten Eindruck. Besonders die weitläufigen, sich verzweigenden und nicht-linearen Umgebungen, die über den Shu Tempel als Nexus verbunden sind (in etwa vergleichbar mit dem Feuerschrein in Dark Souls 3), machen einiges her. Kommen wir zur Grafik und Technik.

Da würden mir einige, aktuelle AAA Games mit viel, viel schlechterer Performance einfallen. Allen voran Eldenring Nightreign, das während Endboss Effektgewittern gerne komplett gefreezed ist für 1 Sekunde.
Sagt auch die Gamestar.
Gruß,
und schönes Wochenende,
Phil
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