Shooter-Hoffnung Witchfire im PCGH-Test: Dämonisch gute Hardcore-Ballerei

Mit Witchfire zeigen die Macher von The Vanishing of Ethan Carter, dass sie neben toller Grafik und lauschiger Wanderung außerdem knackige Action und zackiges, kniffeliges Gameplay auf dem Kasten haben. Witchfire ist eine Kreuzung zwischen abenteuerlichem Rogue-Lite, skillbasiertem Boomer-Shooter und böse maßregelndem Soulsborne. Fachkundig kredenzt wird das luststeigernde Hexenwerk im Kessel der Unreal Engine 4.

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Shooter-Hoffnung Witchfire im PCGH-Test: Dämonisch gute Hardcore-Ballerei
Quelle: PC Games Hardware

Der düstere Indie-Shooter Witchfire geistert bereits geraume Zeit stimmungsvoll durch die Medien. Das Spiel wird von dem kleinen, im polnischen Warschau ansässigen Studio The Astronauts entwickelt. Das neue Spiel der Macher von The Ethan Carter präsentiert eine sehr ansehnliche Optik und eine zum Schneiden dichte, düstere Fantasy-Atmosphäre. Der Shooter befindet sich bereits seit 2015 in Entwicklung, erstmals vorgestellt wurde Witchfire auf den Game Awards 2017. Witchfire basiert auf der Unreal Engine 4 und ist seit dem 20.09. in früher Early-Access-Fassung exklusiv im Epic Games Store erhältlich. Der Release im Epic-Store ist zeitexklusiv, später soll Witchfire auch über andere Plattformen erhältlich sein.


Witchfire im Early Access - Zwölf und des Tod-Madamms Kisten

The Astronauts ist ein wirklich kleines Indie-Studio. Gerade einmal 12 Mitarbeiter werkeln an Witchfire. Dass dieses wilde Dutzend allerdings sehr beeindruckende Werke schaffen kann, das haben die Polen bereits im Jahre 2014 unter Beweis gestellt. The Vanishing of Ethan Carter versetzte damals - trotz der zu dem Zeitpunkt schon etwas angestaubten Unreal Engine 3 - das halbe Internet in Schwärmerei. Der stimmungsvollen Ausleuchtung und der für die damalige Zeit bahnbrechenden Asset-Qualität sei Dank. The Astronauts war eins der Entwicklungsstudios, die früh auf Photogrammetrie und physikbasierte Materialien setzten, in vielerlei Hinsicht die Bauteile heutiger Spielewelten, wie ein kurzer Blick in den Unreal-Engine-Asset-Shop belegt. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde The Vanishing of Ethan Carter auf die damals brandneue UE4 portiert - eventuell steht auch Witchfire in Zukunft eine ähnliche Wandlung bevor, final ausgeschlossen sind offenbar weder UE5 noch ein potenzieller Coop-Modus. Aktuell sind aber offenbar keine dieser möglichen Entwicklungsschritte angedacht.

Falls es Sie im Übrigen wundert, wie ein kleines Indie-Studio, das mit herbstlich-melancholischen Wander-Simulatoren Bekanntheit erlangte, auf die Idee kommt, einen düsteren, ruppig-rasanten Shooter zu entwickeln, werden Sie eventuell in der Vita der Gründer fündig. Bei The Astronauts arbeiten Veteranen der Branche, die sich zu früherem Zeitpunkt unter anderem bei People Can Fly und Titeln wie Bulletstorm verdient machten. Der rüstigen Fan-Base der Boomer-Shooter dürfte außerdem der Name Adrian Chmielarz etwas sagen. Der Creative Director und Mitgründer von The Astronauts hatte bereits 2004 mit Painkiller die Idee, in düsteren Arenen und begleitet von klampfiger Metal-Musik Dämonen in blutige Einzelteile zu zerlegen.

Auch wenn sich das Konzept hinter Witchfire mehrfach gewandelt hat - einer der Gründe für die lange Entwicklungszeit - ist dieser Einfluss in Witchfire wiederzufinden. Zu heutigen Tagen ist es wahrscheinlich naheliegender, das flotte Shooter-Gameplay mit Doom (2016) zu vergleichen. Wer nicht immerzu in Bewegung bleibt, beständig ausweicht, flink zielt und trifft, die Skills geschickt in Kombos nutzt, der beißt in Witchfire flugs ins Gras. Und doch ist Witchfire nicht bloß ein klassischer Shooter, sondern würzt das zackige Gameplay mit diversen Anleihen moderner Genres. Deutlich ist etwa der Einfluss des Rogue-Genres, allerdings in gemäßigter, Rouge-Lite-Variante. Ebenfalls sehr deutlich sind Einflüsse aus den Souls-Games, neben Gameplay-Anleihen obendrein die kryptische Präsentation von Story und Gegebenheiten. Ein weiter wichtiger Einfluss sind Extraction-Shooter. Anders als Escape from Tarkov oder Hunt Showdown, letzteres mit gewisser Szenario-Verwandtschaft, ist Witchfire stand jetzt allerdings ein reiner Singleplayer-Titel.

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  1. Seite 1 Witchfire im Early Access - Einleitung
  2. Seite 2 Witchfire im Early Access - Gameplay und Technik
  3. Seite 3 Witchfire im Early Access - Fazit
    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sabcoll Schraubenverwechsler(in)
        Am 14.08 kommt das nächste große Update.
        Werdet ihr den Artikel aktualisieren?

        Auch vom letzten großen Update steht hier nicht viel drin - das Game hat sehr viel Liebe erfahren und lohnt sich mehr denn je!
      • Von Sabcoll Schraubenverwechsler(in)
        Am 14.08 kommt das nächste große Update.
        Werdet ihr den Artikel aktualisieren?

        Auch vom letzten großen Update steht hier nicht viel drin - das Game hat sehr viel Liebe erfahren und lohnt sich mehr denn je!
      • Von AzRa-eL Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Da_Obst
        Das Spiel kann noch so gut sein, im EGS kaufe ich nicht ein.
        Ich auch nicht. Ich warte darauf, dass sie es verschenken
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja, das stimmt selbstverständlich. Ich hab sowas sehr gern. Wenn du hundert mal auf die Fresse bekommst und doch immer mal wieder ein Stück weiter voran. Da merkt man halt tatsächlich wann man skilled. Das gibt mir persönlich erst ein gutes und intensives Spielgefühl.
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Ja klar. Deshalb sag ich das doch. Das Spiel scheint anspruchsvoll, aber herausfordernd und das gibt's seit Jahren kaum noch. Umso größer ist das Glücksgefühl wenn's klappt und peitscht einen voran.
        Zwar kann das jeder für sich selbst einordnen, aber mMn hat er zu früh kapituliert.
        Hört sich für mich halt auch eher nach Frust als nach Herausforderung an. Aber da zieht wohl jeder die Grenze woanders.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja klar. Deshalb sag ich das doch. Das Spiel scheint anspruchsvoll, aber herausfordernd und das gibt's seit Jahren kaum noch. Umso größer ist das Glücksgefühl wenn's klappt und peitscht einen voran.
        Zwar kann das jeder für sich selbst einordnen, aber mMn hat er zu früh kapituliert.
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