"We don't need no thought control": Pink-Floyd-Musik aus Hirnströmen ausgelesen
Mithilfe von Hirnstrommessungen ist es Forschern erstmals gelungen, einen Song von Pink Floyd über ein Brain-Computer-Interface zu rekonstruieren. Neben dem Rhythmus konnten in der Studie der UC Berkley auch einzelne Liedzeilen ausgelesen werden.
Seit mehr als zehn Jahren wird an der University of California in Berkeley (UC Berkeley) an Messungen zur Analyse von Hirnströmen gearbeitet. Nun ist dem Wissenschaftlerteam um Ludovic Bellier und Robert Knight ein Meilenstein in ihrer Forschung gelungen: Sie spielten 29 Teilnehmern den Song "Another Brick in the Wall, Part 1" vom Pink-Floyd-Konzeptalbum "The Wall" aus dem Jahr 1979 vor und konnten aus den Elektrodenmessungen nachträglich Teile des Songs am Computer wiederherstellen.
"All in all it's just another brick in the wall"
Zwar waren die Worte in der Computeranalyse undeutlich, so die Wissenschaftler der UC Berkley, doch der Rhythmus des ikonischen Rocksongs konnte mithilfe einer Brain-Computer-Schnittstelle ausgelesen werden. Auch die Liedzeile "All in all it's just another brick in the wall" konnten die Forschenden am Rechner wiedererkennen.
Das Team der University of California in Berkeley hofft, mit dieser Technik Schlaganfallpatienten oder Menschen mit Lähmungen die Musikalität der Sprache zurückgeben zu können. Mit den heutigen Techniken ist dies noch nicht möglich und die Rekonstruktion der Sprache klingt roboterhaft. "Dank der Fortschritte im Bereich der Gehirn-Maschine-Schnittstellen wird es in Zukunft möglich sein, Menschen, die darauf angewiesen sind, durch Gehirnimplantate Musikalität zurückzugeben", sagt Robert Knight von der UC Berkley.
Quelle: UC Berkely
Röntgenbild eines Studienteilnehmers, das die Platzierung der Elektroden zeigt.
Für diese Studie war allerdings die intrakranielle Elektroenzephalografie (iEEG) notwendig, bei der Elektroden operativ durch den Schädel bis an die Hirnoberfläche geführt werden. Nur so kamen die Wissenschaftler nahe genug an das Hörzentrum der Probanden heran, die eigentlich für eine Epilepsie-Operation vorbereitet wurden.
Quelle: Berkeley News via Golem

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