Unkrautvernichtung: Zwei Dutzend Nvidia-GPUs sorgen für Lasertod

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Unkrautvernichtung: Zwei Dutzend Nvidia-GPUs sorgen für Lasertod
Quelle: Carbon Robotics/Nvidia

In Zusammenarbeit mit einem Unternehmen für Agrarroboter hat Nvidia den LaserWeeder G2 vorgestellt: ein traktorgezogenes Gerät, das mit zwölf Einheiten und insgesamt 24 Nvidia-Grafikarten Unkraut den Lasertod beschert.

Der LaserWeeder G2 vernichtet mit 24 Hochleistungslasern und ebenso vielen Nvidia-GPUs unzählige Unkräuter pro Minute: Was auf den ersten Blick wie ein verspäteter Aprilscherz klingt, könnte die Agrarwirtschaft in Zukunft umweltfreundlicher machen und helfen, gegen Herbizid-resistente Pflanzen vorzugehen - sofern man sich ein solches High-End-Werkzeug leisten kann.

LaserWeeder G2 soll 10.000 Unkräuter pro Minute vernichten

Dabei klingt die Leistung des LaserWeeder G2 nach dem wahr gewordenen Traum eines jeden Landwirtschafts-Simulator-Spielers: Das über 6 Meter lange Gerät wird an einen Traktor gehängt und ist mit 12 Modulen mit je 2 Lasereinheiten respektive Nvidia-Grafikkarten ausgestattet. Mittels Kombination aus KI-Algorithmen und Laser-Power sollen 10.000 Unkräuter pro Minute so ihr jähes Ende finden - und das ohne den Einsatz von Chemikalien.

Gerade in Zeiten, wo Unkräuter vermehrt gegen Herbizide - also Unkrautvernichtungsmittel - resistent werden, bietet der LaserWeeder von Carbon Robotics und Nvidia eine Alternativlösung: "Denn es gibt kein Laser-resistentes Unkraut", merkt der Chefentwickler von Carbon Robotics an. Auch spannend: Während des Einsatzes auf dem Feld werden Bilddaten erfasst, die zum KI-Training der nächsten Gerätegeneration genutzt werden.

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Neue Technologie mit (kleinen) Tücken

Allerdings ist der LaserWeeder G2 einerseits mit 6 Metern riesig und mit 1,4 Millionen US-Dollar extrem teuer - zuzüglich "jährlicher Support-Gebühren". Zwar gibt es auch kleinere G2-Varianten wie den G2 200, der aber weiterhin einen leistungsstarken Traktor erfordert. Außerdem kann Unkraut nachwachsen, wenn die Wurzel eine Verbrennung überlebt hat, und es könnten Brände in trockenen Gebieten entstehen, wie Toms Hardware anmerkt.

Wie finden Sie die Unkrautvernichtung per Laser auf Basis von Nvidia-Grafikkarten? Würden Sie sich den LaserWeeder G2 auch für den Landwirtschafts-Simulator wünschen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit! Beachten Sie beim Kommentieren bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns zusätzlich gerne auf Whatsapp und X. Unsere Videoinhalte finden Sie auf Youtube, Instagram und Tiktok.

Quellen: Nvidia, Carbon Robotics (Youtube)

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Standeck
        Und noch ein Grund warum die Maschinen so teuer sind ist einfach weil es Investitionsgüter sind. Die Hersteller wissen ganz genau welche Betriebe die Maschinen kaufen und was sie verlangen können, damit sie die größte Marge haben.
        Aber gibt es so wenige Hersteller oder wieso kommen die damit durch? Zu viel Vendor-Lock-In durch proprietäre Aufbauten und Zubehör? Oder einfach eigentlich ein Fall fürs Kartellamt?
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Standeck
        Und noch ein Grund warum die Maschinen so teuer sind ist einfach weil es Investitionsgüter sind. Die Hersteller wissen ganz genau welche Betriebe die Maschinen kaufen und was sie verlangen können, damit sie die größte Marge haben.
        Aber gibt es so wenige Hersteller oder wieso kommen die damit durch? Zu viel Vendor-Lock-In durch proprietäre Aufbauten und Zubehör? Oder einfach eigentlich ein Fall fürs Kartellamt?
      • Von Standeck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Naja gut, ist ja auch sehr relativ. Natürlich weniger als irgendwelche Alltagsgegenstände, aber ich hätte jetzt schon gedacht, dass es dafür einen doch schon noch halbwegs großen Markt gibt. Die vertreiben die Teile ja sicherlich auch weltweit.
        Ich glaub unsere Meinungsverschiedenheit beruht nur darauf ab wann Du "Spezialbereich" definierst.
        Und noch ein Grund warum die Maschinen so teuer sind ist einfach weil es Investitionsgüter sind. Die Hersteller wissen ganz genau welche Betriebe die Maschinen kaufen und was sie verlangen können, damit sie die größte Marge haben.

        Zitat

        So große Drescher kauft du aber auch nur z.B., wenn du ein Großunternehmen in Meck Pomm mit Feldern jenseits der 50 Ha hast.
        Haha. Ich glaub einen 8900 legt man sich erst jenseits der 1000 Hektar zu. Es gab mal eine Beispielrechnung in der TopAgrar für einen neuen Mähdrescher der 350.000 kostet. Du kommst erst +- 0 raus wenn Du 200 Hektar zum dreschen hast. Und die hab ich nicht.

        Aber hier wärsrt Du der King wenn Du für deinen kleinen Hobby Betrieb einen 8900er kaufst.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Standeck
        Wenn Maschinen für so einen speziellen Zweck entwickelt werden werden die automatisch abartig teuer. Schau dir nur mal die Preise für Mähdrescher an. Der Größte Lexion von Claas kostret knapp 900.000 Euro. Ohne Schneidwerk, das kostet nochmal 150.000. Also über eine Million. Und das dafür dass du das Ding zwei, drei Wochen im Jahr einsetzen kannst. Wenn Du Maisdreschen willst musst nochmal 150.000 für die Ausrüstung drauflegen.
        So große Drescher kauft du aber auch nur z.B., wenn du ein Großunternehmen in Meck Pomm mit Feldern jenseits der 50 Ha hast. Da fährst du nicht mit nem New Holland TX 32, der dann vielleicht auch noch Feuer fängt - wie neulich bei uns erst wieder ein alter New Holland TX auf offenem Feld aufgrund des Alters und der Hitze.

        OT: coole Maschine und 6m Arbeitsbreite sind doch schon ordentlich. Vielleichet sehen wir die ja auch noch im LS
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Standeck
        Na sicher werden die von wenigen Leuten benutzt.
        Naja gut, ist ja auch sehr relativ. Natürlich weniger als irgendwelche Alltagsgegenstände, aber ich hätte jetzt schon gedacht, dass es dafür einen doch schon noch halbwegs großen Markt gibt. Die vertreiben die Teile ja sicherlich auch weltweit.
      • Von Standeck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Ja, aber es ist doch jetzt schon nicht so, als ob die nur von einer Handvoll Leute benutzt würden.
        Na sicher werden die von wenigen Leuten benutzt. Die Betriebe werden größer und haben mehr Fläche. Die brauchen dann einen Großmähdrescher mit 13.8 Meter breitem Schneidwerk. Die können gar nicht genug Leistung haben. Oder der Lohnunternehmer kauf welche.

        Ich bin selbst Lohnunternehmer. Ich haben einen Claas Medion 340 Mähdrescher und dresche bei vielen unterschiedlichen Bauern. Meiner ist, wie der Name schon sagt, einer mit mittlerer Leistung. Weil ich aus Bayern bin und wir hier kleinere Flächen haben passt das soweit. Aber früher hatte jeder etwas größere (nach damaligem Maßstab) Betrieb mit 30 Hektar einen Mähdrescher. Wir hatten einen Claas Europa mit 45 PS und 1.9 Meter Schneidwerk. Damit haben die den ganzen Sommer gedroschen. Mit der Zeit haben viele Betriebe aufgehört. Schon in den 70er und 80er Jahren wurden die Drescher immer Größer und Teurer. Dann hat man sich keinen Drescher mehr gekauft sondern den Lohnunternehmer ran gelassen. Jetzt gibt es hier bei uns nur noch wenige die so eine Maschine haben. Und im Rest von Deutschland ist das ähnlich. Großbetriebe haben dann mal mehrere davon, je nach Größe des Betriebs. Aber es sind und bleiben Spezial Maschinen mit einem Speziellem Einsatzzweck und Speziellen Kunden. Und dieser Kundenkreis wird immer kleiner. So teuer wie die neuen Mähdrescher sind rentiert sich das für mich auch nicht einen neuen zu kaufen. Meiner ist jetzt 20 Jahre alt. Ein Neuer in der Größe würd selbst schon 350.000 Euro kosten. Heißt wenn meiner kaputt ist wird er wahrscheinlich nicht ersetzt. Dann musss die Fläche ein Größerer Lohnunternehmer übernehmen.
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