Neue Studie: Ein Warp-Antrieb ist möglich - zumindest in der Theorie

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Neue Studie: Ein Warp-Antrieb ist möglich - zumindest in der Theorie
Quelle: Paramount

Eine neue Studie beschreibt den theoretischen Aufbau eines Warp-Antriebs, der mit den aktuellen Modellen der Physik vereinbar sein soll. Damit könnte angeblich fast Lichtgeschwindigkeit erreicht werden.

Bislang wird die Erkundung des Weltraums nur durch Beobachtungen von der Erde sowie durch Satelliten mit langer Reisedauer ermöglicht. Eine direkte Erforschung durch den Menschen erscheint aufgrund der hohen Reisedistanz hingegen nahezu unmöglich. Science-Fiktion-Serien wie Star Trek enthalten deshalb erdachte Techniken wie etwa einen Warp-Antrieb, mit dem man in Überlichtgeschwindigkeit reisen kann.

Theoretisch möglich

Einen ebensolchen "Warp-Antrieb" wollen nun einige Forscher aus den USA, Kanada und Israel entworfen haben. In einem von IOP Publishing veröffentlichten Paper wird eine entsprechende Lösung beschrieben. Diese soll eine konstante Fortbewegung mit sehr hoher Geschwindigkeit ermöglichen. Eine ähnliche Arbeit gab es bereits 1994 in Form des theoretischen Alcubierre-Antriebs, der aber die Existenz und Nutzung der umstrittenen, negativen Energie voraussetzt. Das neuere Modell soll hingegen mit der momentan bekannten Physik vereinbar sein.

"Diese Lösung wurde aus einer stabilen Materieschale mit einem modifizierten Verschiebungsvektor in ihrem Inneren konstruiert, wodurch eine Warp-Lösung mit positiver ADM-Masse entstand."

Mit dem Antrieb kann die Lichtgeschwindigkeit zwar nicht erreicht oder gar überholt werden, angeblich sind aber Geschwindigkeiten knapp darunter möglich. Bei einer technischen Umsetzbarkeit des Konzepts würde dieses die Möglichkeiten zum Erkunden des Weltraums daher deutlich verbessern. Genau dort liegt aber das Problem: Das Paper beschreibt nur ein theoretisches Modell.

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Selbst falls die für den neuartigen Antrieb gemachten Simulationen keinen Fehler enthalten, fehlt damit immer noch eine Lösung zur technischen Realisierung. Falls die Reise mit derartigen Geschwindigkeiten für den Menschen möglich sein wird, dürfte es bis dahin daher noch lange dauern. Das neue Konzept könnte aber natürlich ein Schritt auf dem Weg sein, um in Zukunft eine praktikable Lösung für das Problem langwieriger Weltraumreisen zu finden.

Quellen: Business Wire, IOP Science, Arxiv (PDF) via Golem

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von emp1 Software-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Nochmal gelesen, bleibe bei meiner Aussage:
        Du behauptest, es könne keine "Studie", sondern nur ein "Paper" sein, weil keine Experimente stattgefunden haben. Fakt ist, aber dass jede Menge (ich würde sogar sagen: die Mehrheit aller) Studien ohne Experimente auskommt und "Paper" rein gar nichts über den Inhalt eines Schriftwerkes, sondern über den Umgang damit aussagt.
        Das sehe ich ähnlich.
        "paper" in meinem Verständnis ist die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen auf anerkannten Plattformen.
        Man veröfentlicht es primär deswegen, damit man eine Kritik anderer Kollegen/Institute/Forschungeinrichtungen bekommt.
        Denn, nur weil man glaubt, ein "richtiges" Ergebnis -für was auch immer- erzielt zu haben, muss dieses nicht zwangsläufig auch richtig sein.
      • Von emp1 Software-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Nochmal gelesen, bleibe bei meiner Aussage:
        Du behauptest, es könne keine "Studie", sondern nur ein "Paper" sein, weil keine Experimente stattgefunden haben. Fakt ist, aber dass jede Menge (ich würde sogar sagen: die Mehrheit aller) Studien ohne Experimente auskommt und "Paper" rein gar nichts über den Inhalt eines Schriftwerkes, sondern über den Umgang damit aussagt.
        Das sehe ich ähnlich.
        "paper" in meinem Verständnis ist die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen auf anerkannten Plattformen.
        Man veröfentlicht es primär deswegen, damit man eine Kritik anderer Kollegen/Institute/Forschungeinrichtungen bekommt.
        Denn, nur weil man glaubt, ein "richtiges" Ergebnis -für was auch immer- erzielt zu haben, muss dieses nicht zwangsläufig auch richtig sein.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Nochmal gelesen, bleibe bei meiner Aussage:
        Du behauptest, es könne keine "Studie", sondern nur ein "Paper" sein, weil keine Experimente stattgefunden haben. Fakt ist, aber dass jede Menge (ich würde sogar sagen: die Mehrheit aller) Studien ohne Experimente auskommt und "Paper" rein gar nichts über den Inhalt eines Schriftwerkes, sondern über den Umgang damit aussagt.
      • Von pizzazz Software-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        "Theoretische Studie" ist dir ein Begriff?
        Es gibt jede Menge Forschungsgebiete, in denen kann man überhaupt nicht experimentell arbeiten und selbst in denen, in denen es möglich ist, werden "Meta Studien" erstellt, ohne einmal einen Finger jenseits der Tastatur krum zu machen.

        Ob man das ganze auch "Paper" nennt oder nicht hat dagegen nur etwas damit zu tun, ob/in welcher Form es zur Veröffentlichung gedacht ist.
        Lies meinen Kommentar bitte nochmal, aber mit Hirn an. Inhaltlich wiederholst Du nur meine Aussage während Du ihr formal widersprichst.
      • Von stolpi Freizeitschrauber(in)
        Warp Antrieb? Was ein Blödsinn, wir brauchen den Warshawski sail Antrieb.



        Viele Grüße,
        stolpi
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von emp1
        b) Artikel

        Hier wird im Prinzip gesagt:
        Lass den Scheiss mit negativer Masse, es wird schon schwer genug, aus Energie ein postives Massenfeld zu erzeugen.
        Thx für die Zusammenfassung!

        Zitat
        Genau genommen würde hier gar keine "Warpblase" oder ähnliches erzeugt, sondern "lediglich" eine virtuelle Masse, in die das Schiff kontinuierlich hineinfällt.
        Dass ein kleinerer Massenkörper von einem Größeren angezogen wird, kann jeder live hier auf der Erde sehen.
        Der Apfel fällt vom Stamm oder meine Kleine fällt vom Dreirad = bewiesen.

        Das Herstellen eines Massenfeldes per se ist auch mir schleierhaft.
        Nunja: Im einfachsten Fall reicht die Erzeugung von Masse. Da braucht es nach aktuellem Stand der Dinge nur eine ausreichend hohe Energiedichte und etwas, dass Materie-Antimaterie-Pärchen lang genug voneinander trennt, damit sich ihre Gravitation auswirken kann.

        Aber aber mal abgesehen davon, dass entsprechende Anlagen bislang etwas größer sind, als die erzeugten Massen (vergl. Durchmesser LHC mit Durchmesser H+), haben sie alle eins gemeinsam: Der Erzeugungsort liegt im Zentrum. Es bringt uns aber wortwörtlich nicht weiter, wenn Bug und Heck des Schiffs mit Warp-Geschwindigkeit in die Mitte des Schiffs fliegen. Man müsste diese Massen deutlich VOR dem Bereich erzeugen, der sich mit >c bewegen soll. Es ist aber prinzipiell unmöglich, aus einem sich mit c bewegenden Bereich IRGENDWAS "nach vorne" zu machen.

        Das ist der Teil, den ich bislang in allen Warp-Geschichten vermisse respektive in den Teilen, die mir mathematisch zu hoch sind, nicht erkennen kann: Wie kriegt man das macht-Warp-Ding ins Schiff, wenn es doch nur außerhalb des Schiffs wirken soll?
        Das ist aber die mit Abstand wichtigste Frage imho. "Auf eine Masse zustürzen" ist, wie du selbst sagst, trivial. Und für Überlichtgeschwindigkeit, aus Blick eines Beobachters, braucht es nur ausreichend konzentrierte Masse = ein beliebig kleines schwarzes Loch. Aber zu einem Antrieb wird das erst dank dem Add-On "schwarzes Loch mit Überlichtgeschwindigkeit vor sich herschieben", und das gibt es nicht einfach als DLC bei Universal.

        Zitat
        Ach, die paar technischen Details

        Es ist aber in der Tat durchaus so, dass man die Kollektoren gar nicht ausufernd mit nach außen gerichteten Magnetfeldern oder so bauen müsste.
        Eine "Fangapparatur" von vielleicht 1000 m² würde vollkommen ausreichen.
        Bei angenommenen ca. 15.000 m/s (die man mutmaßlich erst chem. erreichen müsste) = ca. V der Raumsonde New Horizons würde man in der Stunde die Antimateriemasse von einem Wasserstoffatom einsammeln (so im Schnitt).
        Das hört sich nach ganz wenig an, bei gezielter Materie-Antimaterie-Anhilation kommt da aber schon gewaltig viel Strom aus dem obigen Schuko-Stecker.
        hmm - Rechnung weit jenseits meines Alltags. Aber mal versuchen:

        1,008 u + 1,008 u = 2,016 u = 3,3*10^-27 kg werden pro Stunde anhiliert. Entspricht 0,93*10^-30 kg/s.
        Laut Wiki bringen 1,8*10^-30 kg (ein Positron-Elektron-Paar) 1022 keV, also wären das 5,258 keV/s
        Entspricht 8,5*10^-14 J/s oder 85 fW.

        Das klingt jetzt ehrlich gesagt eher nach wenig. So einen Warp-Antrieb würde ich der Einfachheit halber die nächste vier Milliarden Jahre an eine AA-Batterie klemmen.

        Zitat
        Die obigen beschrieben "Warp-Blasen" sind virtuell.
        Von außen betrachtet sieht man nix außer der massiven Raumkrümmung.
        Im Prinzip sähe man ein vorbeifliegendes Etwas, dass Ähnlichkeit mit einem "schwarzen Loch" hätte.
        Den Teil habe ich ehrlich gesagt nie so richtig verstanden: Wie ist so eine Warpblase eigentlich seitlich abgegrenzt? Eine Singularität sollte sie nicht ausbilden, dann würde man nicht soviel über Einstein nachgrübeln. Aber wenn sie auch seitliche Wirkung ausstrahlt, dann gilt das Nullsummenspiel aus "vorne gestaucht, hinten ausgedehnt, Energieniveau insgesamt konstant" nicht, sondern dann werden auch Teilchen auf die Warpblase zubeschleunigt, die sie nicht in linearer Fortsetzung der gleichen Bewegung wieder verlassen können, sondern die mit einem Netto-plus an Geschwindigkeit im Raum verbleiben.

        Was bei relativistischen Geschwindigkeiten wortwörtlich unendliche Energiemengen darstellen würde, die die Blase kontinuierlich abstrahlen würde.
        (Spontane These: Gammablitze sind nichts weiter als Hinweise auf High-Tech-Zivilisationen, die nach jahrtausendelanger Energie-/Antimateriesammlung ihren großartigen Warpantrieb einschalten und nach 5 cm wieder zum stehen kommen.)

        Zitat
        Größere Teilchen, die bei LG (oder gar darüber) auf ein solches Raumschiff treffen, machen heftig AUA.
        Noch ein Problem...
        Eigentlich nicht, oder? Ein Teilchen, dass von vorne in die Warpblase eintritt, ist deren beschleunigender Funktion doch ausgesetzt, lange bevor es das Raumschiff erreicht. Seine Geschwindigkeit relativ zum Raum in der Warpblase sollte letztlich derjenigen entsprechen, die es vor der Begegnung zum Raum außerhalb hatte. Das kann zwar bei einigen Teilchen auch "Aua" sein und über ettliche Lichtjahre kommen da sehr viele dieser "Auas" zusammen. Aber stärker wären sie nur, wenn man sich relativ zum Raum bewegen würde und dass verbietet Einstein ja, sobald Spaß aufkommen könnte.

        Was ich mir gerade nicht ins Hirn knoten kann: Wie sähe es mit der Position des Teilchens nach der Passage aus? Es verbringt ja eine gewisse Zeit in der Blase und die bewegt sich. Also müsste es mitreisen. Erneut ein Faktor, wo die Blase eine Netto-Transportleistung über das eigentlich Schiff hinaus verbringt, was Energie kostet. Nennen wir es "Raumwiederstand" .

        Zitat
        Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der Voyager-Sonden mit ihrem kleinen Querschnitt auf ein Antimaterieteilchen trifft, liegt recht genau bei der Lottoquote 1:140 Mio..
        Zufall?
        Verschwörung?
        Rundung ?

        Zitat von pizzazz
        Tut mir leid, pcgh, aber so gehts nicht:
        - Eine "Studie" ist eine wissenschaftliche Untersuchung anhand von Experimenten oder in anderer weise dokumentierten Geschehnissen. Eine "Studie über Warp-Antriebe" impliziert, daß verschiedene Warp-Antriebe tatsächlich betrieben wurden.
        - Hier handelt es sich um ein "Paper", d.h. eine wissenschaftliche Veröffentlichung von ideen/Erkenntnissen zum Thema Warp-Antriebe, die in irgendeiner Weise zustande gekommen sein können.
        Natürlich kann in einem Paper eine Studie vorgestellt werden, aber das ist hier nicht der Fall.
        "Theoretische Studie" ist dir ein Begriff?
        Es gibt jede Menge Forschungsgebiete, in denen kann man überhaupt nicht experimentell arbeiten und selbst in denen, in denen es möglich ist, werden "Meta Studien" erstellt, ohne einmal einen Finger jenseits der Tastatur krum zu machen.

        Ob man das ganze auch "Paper" nennt oder nicht hat dagegen nur etwas damit zu tun, ob/in welcher Form es zur Veröffentlichung gedacht ist.
      Direkt zum Diskussionsende
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