Speicherwunder für die Ewigkeit: Deutsche mit Bit-"Hieroglyphen" für 5.000 Jahre

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Speicherwunder für die Ewigkeit: Deutsche mit Bit-"Hieroglyphen" für 5.000 Jahre
Quelle: Cerabyte

Daten für die Ewigkeit aufzubewahren, ist nicht einfach. Ein deutsches Start-up versucht es nun mit einer Glaskeramik, die kosteneffizient größere Datenmengen über lange Zeit speichern kann.

In Archiven wird oft noch Mikrofilm verwendet, denn der lässt sich mit wenig Aufwand auslesen und ist lange lagerbar. Moderne Speichertechnologien sind selten so robust und langfristig lesbar, doch häufig wegen der enormen Datenmengen nötig. Wer größere Mengen an Daten für lange Zeit speichern will, findet in Keramikglas nun eine Option.

Anbieter Cerabyte verspricht tausende Jahre Datensicherheit bei extrem niedrigen laufenden Kosten. Ob das Versprechen gehalten werden kann, wird im wahrsten Sinne aber erst die Zeit zeigen können. Härtetests mit kochendem Wasser und Pizzaöfen übersteht das Medium aber gut, da es eine Glaskeramik ist.

Auf jedem 9 mm² großen "Chip" können bis zu 1 Gigabyte an Daten pro Seite gespeichert werden. Die Daten werden in eine 50 -100 Atome starke Keramikschicht auf einem Glassubstrat geschrieben. Das erledigt ein Laser mit zwei Millionen Bits pro Impuls. Wie die Hieroglyphen der alten Ägypter soll das Produkt Jahrtausende überstehen; mit einer erwarteten Spanne von über 5.000 Jahren.

Aufgrund des Werkstoffs ist es gegen viele, wenngleich nicht alle Einflüsse äußerst robust. Die größte Gefahr geht wohl von extrem hoher Hitze und groben mechanischen Schäden aus. Denen kann man aber in der Lagerung zuvorkommen, und bestimmte mechanische Beschädigungen wurden bereits als unproblematisch demonstriert.

Die Kosten sollen bis 2030 auf unter einen US-Dollar pro Terabyte gesenkt werden. Für besonders große Datenmengen im Exabyte-Bereich sieht der Produktfahrplan eine Art Band mit ähnlichen Eigenschaften vor. Für eine ferne Zivilisation könnte sich so vor allem die eine Frage stellen, die Archäologen schon heute beschäftigt: Wie entziffert man die Bit-Hieroglyphen, wenn man das Konzept dahinter nicht kennt?

Quelle: Cerabyte

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von T-MAXX
        Die Frage stellt sich mir, ob in 5000 Jahren überhaupt noch Menschen existieren?
        Naja, zumindest haben dann die Alien, die von weit her kommen, auch mal was zu erforschen...
        Du meinst wenn sie überhaupt auf einem verstrahlten Wüstenplanet landen wollen
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von T-MAXX
        Die Frage stellt sich mir, ob in 5000 Jahren überhaupt noch Menschen existieren?
        Naja, zumindest haben dann die Alien, die von weit her kommen, auch mal was zu erforschen...
        Du meinst wenn sie überhaupt auf einem verstrahlten Wüstenplanet landen wollen
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Die Frage stellt sich mir, ob in 5000 Jahren überhaupt noch Menschen existieren?
        Naja, zumindest haben dann die Alien, die von weit her kommen, auch mal was zu erforschen...
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von soulstyle
        Wer oder wie will man so eine Behauptung nachweisen?
        Indem man untersucht (oder es ist schon bekannt) wie sich das Material verhält. Daraus kann man dann hochrechnen, wie lange das ganze hält.
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Wer oder wie will man so eine Behauptung nachweisen?
      • Von Waupee Software-Overclocker(in)
        Ob das stimmt werden wir wohl erst in so ca. 5000+ Jahren sehen
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