Fauliger Fund auf Exoplaneten: Glasregen und Schwefelwasserstoff entdeckt

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Fauliger Fund auf Exoplaneten: Glasregen und Schwefelwasserstoff entdeckt
Quelle: ESA

Der Exoplanet HD 189733 b stinkt nach faulen Eiern: Wissenschaftler konnten hohe Mengen an Schwefelwasserstoff nachweisen, die den unangenehmen Geruch verursachen.

Seit rund 20 Jahren beobachten Wissenschaftler den Exoplaneten HD 189733 b. Der außerhalb unseres Sonnensystems liegende Planet ist rund zehn Prozent größer als der Jupiter und wird passenderweise der "Hot Jupiter"-Gruppe zugeordnet. Mit einer Entfernung von rund 64 Lichtjahren dauert es allerdings eine Weile, bis Untersuchungen und deren Ergebnisse durchgeführt werden können. Nun steht fest: Der Exoplanet HD 189733 b stinkt nach faulen Eiern.

Genauer gesagt konnte das Forschungsteam der John-Hopkins-Universität in Baltimore (USA) feststellen, dass die Atmosphäre einen großen Anteil an Schwefelwasserstoff aufweist. Faule Eier riechen danach, da die enthaltenen Aminosäuren Methionin und Cystein schwefelhaltig sind - beim Abbau der Proteine entsteht ebenjener Schwefelwasserstoff. Alle weiteren in der Atmosphäre von HD 189733 b enthaltenen Gase seien hingegen weitgehend geruchslos, weshalb der Exoplanet "so gut wie überall nach faulen Eiern stinkt", wie Astrophysiker Guangwei Fu in den Untersuchungsergebnissen auf Nature erklärt.

Die Planet gewordene Stinkbombe weist indes weitere interessante Charakteristiken auf: So werde der Himmelskörper während seiner rund 2,2 Erdentage andauernden Umlaufbahn bis zu 927 Grad Celsius heiß, während Sturmböen mehr als 8.000 Kilometer pro Stunde über die Oberfläche peitschen. Die "Regenschauer" zeichnen sich durch glasähnliche Partikel aus, die die Atmosphäre des Planeten himmelblau färbten - selbiges wies das Hubble-Teleskop 2013 nach. Mit den gesammelten Daten vermuten die Forscher, dass HD 189733 b aus zahlreichen kleineren, "wasserreichen Planetenbausteinen" entstanden sein müsste - künftig soll untersucht werden, ob alle Hot-Jupiter-Planeten auf diese Art entstanden sind.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zanza Software-Overclocker(in)
        64 Lichtjahre entfernt und das können unsere Wissenschaftler genau sagen, das Ding stickt nach faulen Eiern. Wisst ihr überhaupt, was 64 Lichtjahre Entfernung sind?
      • Von Zanza Software-Overclocker(in)
        64 Lichtjahre entfernt und das können unsere Wissenschaftler genau sagen, das Ding stickt nach faulen Eiern. Wisst ihr überhaupt, was 64 Lichtjahre Entfernung sind?
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von Threshold
        Der umkreist in 2,2 Tagen seinen Stern. Viel zu nah dran.
        Schneller in Rente... Da hat man mehr Zeit für andere Sachen, Glassteine Sammeln??!!.
        Die Leute sind doch immer traurig wenn die Sonne nicht scheint und es zu kalt ist. Hier ist eine Chance, nicht so Negativ

        Ich liebe Astronomie.... Hab gleich bock raus zu gehen und Sterne zu Fokussieren hat eben geregnet und jetzt ists quasi Wolkenfrei beste Bedingungen für Schauen und Fotos. Schade das die Nächte noch so Hell sind
      • Von pestb_eule Komplett-PC-Käufer(in)
        Das sind nur unbedeutende Hürden für eine Besiedelung.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Der umkreist in 2,2 Tagen seinen Stern. Viel zu nah dran.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Wichtig ist erstmal Positiv an eine Sache ran zu gehen und eben die Vorteile zu erkennen.
        Wenn es dann doch mal Glas Regnet muss man sich eben Kurzfristig um das Problem kümmern.
        Wichtig wäre zu wissen wie groß der Glashabgel dann am Ende überhaupt ist. Vielleicht ist es nur Glasstaub....

        Denn wenn der massive Metal-Regenschirm unter einem 2 Tonnen Schweren Glas-Felsen liegt helfen auch die aufsteigenden Darmwinde nichts mehr....

        Bzw kennen wird die Schwerkraft dort ja gar nicht vielleicht passt das Glas in die Hosentasche wiegt aber trotzdem Irdisch gesehen 2 Tonnen....
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