Neuer Pi-Rekord: 314 Billionen Ziffern in vier Monaten berechnet

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Neuer Pi-Rekord: 314 Billionen Ziffern in vier Monaten berechnet
Quelle: StorageReview

StorageReview hat einen neuen Weltrekord beim Pi-Rechnen aufgestellt und 314 Billionen Ziffern in nur vier Monaten ausgerechnet. Im Vergleich zu vorherigen Rekorden unterscheidet sich der neue durch zwei frische Ansätze.

Als irrationale Zahl hat die Kreiszahl Pi zwar unendlich viele Stellen, der Computing-Bereich macht sich dennoch einen Sport daraus, zu sehen, wer wie viele Nachkommastellen berechnen kann. Seit Weihnachten 2025 gibt es in diesem Kontext einen neuen Weltrekord: StorageReview ist es gelungen, Pi auf 314 Billionen Nachkommastellen zu berechnen - im Gegensatz zu vorigen Rekordhaltern setzte man dabei auf lokale Speichersysteme statt Cloud-Lösungen.

Direkter PCIe-Zugang statt Cloud ...

Das Rückgrat des Rekordversuchs bildete ein Dell PowerEdge R7725, ausgestattet mit zwei AMD Epyc Prozessoren à 192 Kernen für insgesamt 384 Rechenkerne. Zudem verfügt das über 1,5 TiB DDR5-Arbeitsspeicher - die Kosten hierfür möchten wir uns angesichts der anhaltenden Speicherkrise nicht ausmalen.

  • Das eigentliche Herzstück der Konfiguration ist jedoch die Speicherlösung: 40 Laufwerke vom Typ Micron 6550 Ion, jeweils mit 61,44 Terabyte Kapazität, ergeben insgesamt 2,5 Petabyte verfügbaren Speicherplatz. Diese massive Kapazität ist notwendig, da Pi-Berechnungen im Billionen-Bereich gigantische Zwischenergebnisse zwischenspeichern müssen.
  • Ein weiterer Vorteil liegt im zugrundeliegenden Ansatz: Der Dell PowerEdge R7725 verzichtet auf einen PCIe-Switch im Speicherbackplane und verbindet die 40 SSDs stattdessen direkt mit den CPU-PCIe-Lanes. Diese Direktverbindung ermöglicht Datenraten von etwa 280 GB/s beim Lesen und Schreiben.

Damit unterscheidet sich dieser Ansatz von früheren Rekordversuchen: Google brauchte 2022 für 100 Billionen Ziffern Cloud-Server-Instanzen, während Linus Media Group und Kioxia Anfang 2025 einen Weka-Cluster mit freigegebenem Speicher für ihren 300-Billionen-Ziffern-Rekord einsetzten.

... und Linux statt Windows

Neben der reinen Hardwareausstattung spielten auch Software- und Konfigurationsanpassungen eine Rolle. Die Forscher optimierten das Scratch-Array speziell auf die Zugriffsmuster der y-Cruncher-Software bei extrem hohen Ziffernzahlen. Ein weiterer, laut StorageReview unerwarteter Gewinn ergab sich durch den Betriebssystem-Wechsel: Statt Windows Server lief der Rechner unter Ubuntu 24.04.2, was allein durch bessere I/O-Leistung zu deutlich schnelleren Durchsätzen führte.

Quelle: Tom's Hardware via StorageReview

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Blesc Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von cjtk
        mir langt 3,14
        Da hätten sie auch dich fragen können, statt monatelang herumzurechnen
      • Von Blesc Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von cjtk
        mir langt 3,14
        Da hätten sie auch dich fragen können, statt monatelang herumzurechnen
      • Von cjtk Komplett-PC-Aufrüster(in)
        mir langt 3,14
      • Von Rocketeer67 Software-Overclocker(in)
        Ich mag ja Mathe. Aber hier kann ich keinen Sinn erkennen, außer sinnlos Strom und Rechenressourcen zu verbrennen. Bekloppt.
      • Von JHatic Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von RyzA
        Wie kann man eigentlich mit Sicherheit sagen das Pi unendlich ist?
        Weil's mathematisch von Johann Lambert im 18. Jhdt bewiesen wurde (und später in anderen Formen von weiteren Leuten). Lambert bewies die Irrationalität von Pi (ich versuchs mal so einfach wie ich grad kann):

        Irrationale Zahlen sind Zahlen, deren Dezimaldarstellung weder abbricht noch periodisch (z.B. 1/11 ist periodisch, somit nicht irrational) ist. Lambert fand eine spezielle Formel, um den Tangens einer Zahl x (tan(x)) nicht als normale Zahl, sondern als sogenannten Kettenbruch - ein Bruch, der nie aufhört - darzustellen.
        Die Entdeckung: Setzt man in diesem Kettenbruch für eine rationale Zahl != 0 ein, kommt immer ein irrationales Ergebnis heraus.
        Lambert schaute sich anschließend einen speziellen Wert für x an: π/4. Wir wissen nämlich aus der Geometrie, dass tan(π/4) = 1. Die Zahl 1 ist bekanntermaßen eindeutig rational. Jetzt kommt der Widerspruchsbeweis ins Spiel:

        Wenn π rational wäre, dann wäre auch π/4 rational (rationale Zahl geteilt durch 4 bleibt rational)
        Setzen wir π/4 nun in den erwähnten Kettenbruch für die andere Darstellung von tan(x) ein, müsste das Ergebnis anhand Lambergs Entdeckung irrational sein.
        Aber: Wir wissen doch schon, dass tan(π/4) = 1 - und damit rational ist.
        Das ist ein Widerspruch - da unsere Formel korrekt ist - muss also unsere Grundannahme (dass π/4 rational ist) falsch gewesen sein. Daraus folgt zwangsläufig, dass auch π selbst irrational sein muss.
        Und wie eingangs geschrieben: Irrationale Zahlen wurden bereits als "bricht nicht ab, ist nicht periodisch" definiert - somit geht π unendlich weiter.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        So stelle ich mir auch die Unendlichkeit vor, sofern man sie sich stark vereinfacht vorstellen kann.
        Eine Zahl an der immer weiter Kommastellen herangehängt werden.
        Oder ist vielleicht auch mal Ende?
        Wie kann man eigentlich mit Sicherheit sagen das Pi unendlich ist?
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