Wissenschaft: Die Maisie-Galaxie ist deutlich jünger, aber immer noch sehr alt

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Die Maisie-Galaxie ist deutlich jünger, aber immer noch sehr alt
Quelle: NASA/STScI/CEERS/TACC/ University of Texas at Austin/S. Finkelstein/M. Bagley

Die vor rund einem Jahr vom James-Webb-Weltraumteleskop entdeckte Maisie-Galaxie ist ein gutes Stück jünger, als ursprünglich angenommen. Auch mit ihrem korrigierten Entstehungszeitpunkt gehört sie aber zu den ältesten bislang bekannten Galaxien.

Mit dem James-Webb-Weltraumteleskop gibt es seit vergangenem Jahr deutlich bessere Möglichkeiten, das Universum auf weit entfernte Galaxien zu untersuchen. Eine der ersten Entdeckungen war dabei die Maisie-Galaxie, die laut damaligem Wissensstand nur 290 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden sein soll. Laut aktuelleren Beobachtungen war diese Einschätzung zwar falsch, die Maisie-Galaxie ist aber immer noch sehr alt.

100 Millionen Jahre daneben

Laut der Universität von Texas in Austin soll es nach dem Urknall nicht 290 Millionen Jahre, sondern 390 Millionen Jahre bis zur Entstehung der Galaxie gebraucht haben. Die Ursache für diesen Fehlschluss könnte dabei eine anfängliche Fehlkonfiguration des James-Webb-Teleskops gewesen sein, durch die die Stärke einiger Wellenlängen um bis zu 20 Prozent überschätzt wurde. Dadurch erschienen einige Galaxien auf den ersten Messungen älter, als sie es eigentlich sind.

Durch die inzwischen gemessene Rotverschiebung des ausgesendeten Lichts, durch die man auf die Distanz und damit das Alter der jeweiligen Galaxie schließen kann, ergibt sich damit der neue Entstehungszeitpunkt. Auch mit dem korrigierten Wert ist die Maisie-Galaxie aber noch unter den vier ältesten bislang beobachteten Galaxien. Anders ist das hingegen bei der Galaxie CEERS-93316: Hier wurde eigentlich zunächst eine immens hohe Rotverschiebung von rund 16 gemessen. Zum Vergleich: Die Maisie-Galaxie kommt nur auf einen Wert von 11,4. CEERS-93316 schien damit noch deutlich älter zu sein.

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In ihrer Veröffentlichung auf Nature korrigieren die Wissenschaftler aber die ursprünglichen Messungen. Die tatsächliche Rotverschiebung bei CEERS-93316 soll demnach nur bei vergleichsweise unspektakulären 4,9 liegen. Hintergrund für die Fehlannahme war dabei angeblich ein ungewöhnliches Farbspektrum, das dem einer deutlich weiter entfernten Galaxie entspricht. Durch nachfolgende Messungen konnte dieser Fehler aber glücklicherweise korrigiert werden.

Quelle: The University of Texas in Austin

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