IBM präsentiert intelligenten Chip nach Art des Gehirns, der nur winzige Mengen Energie benötigt
IBM hat eine Technologie für den Bau von Chips entwickelt, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeiten. Sie sollen nicht nur verschiedene Prozesse parallel durchführen, sondern auch fühlen, schmecken und hören können. Zudem verbraucht ein derartiger Chip nur den winzigen Teil der Energie, die bisherige Systeme für den Betrieb benötigen.
IBM hat gemeinsam mit der Cornell Universität einen Chip entwickelt, der ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeitet. Wie dieses soll er verschiedene Arbeitsprozesse parallel bearbeiten können - und sogar hören, schmecken und fühlen können. Ein solcher Chip setzt sich aus 4.096 Kernen zusammen und verfügt über eine Speicherleistung von 100.000 Bits, 256 Millionen Synapsen und einer Million Neuronen. Dadurch ergeben sich 46 Milliarden synaptische Rechenoperationen, die pro Watt und Sekunde ausgeführt werden.
Angeblich lässt sich die Architektur in beliebigem Umfang ausbauen und damit in der Rechenleistung in der Theorie bis ins Unendliche steigern. Dharmendra Modha, Chefentwickler von IBM Research, spricht von einem Supercomputer von der Größe einer Briefmarke, dem Gewicht einer Feder und dem Stromverbrauch eines Hörgerätes. Oder anders ausgedrückt: Er sei eine radikale Innovation.
Dereinst könnten die Chips zum Beispiel in Thermometern eingesetzt werden, die selbstständig die Krankheit eines Patienten erriechen und ihn, so nötig, zum Arzt schicken. Vorstellbar wäre auch der Einsatz in Brillen, die Blinden bei der Orientierung helfen. Dabei nutze den Chips vor allem die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu bisherigen Prozessoren die binäre Struktur hinter sich lassen und mehrere Rechenprobleme auf einmal angehen. Auch der Energieverbrauch bewege sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein Chip kommt auf lediglich 70 Milliwatt. Sie könnte ein aktueller Smartphone-Akku ohne Mühe stemmen.
Bisher mangelt es noch an passender Software für den Wunderchip. In den zehn Jahren seiner Entwicklung waren 200 Mitarbeiter an der Entstehung beteiligt, sie kostete bisher 53 Millionen US-Dollar. Derzeit wäre der Einsatz als Co-Prozessor in selbstlernenden System vorstellbar, einen ersten Prototypen gab es bereits vor drei Jahren.
Quelle: IBM Research

"IBM hat eine Technologie für den Bau von Chips entwickelt, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeiten"
wieso denn grade wie das menschliche??? genauso arbeiten ja die gehirne von z.b ratte und heuschrecke sowie alles andere, was man so gehirn nennt - wtf hat denn der mensch da wieder mit zu tun?
"Angeblich lässt sich die Architektur in beliebigem Umfang ausbauen und damit in der Rechenleistung in der Theorie bis ins Unendliche steigern."
ach quatsch bis ins unendliche - noch viel viel weiter!
das wusste schon Buzz Lightyear, natürlich braucht man dann auch etwas größere gehäuse/gebäude für diese neuen rechner? oder halt, das stimmt ja laut artikel gar nicht:
"Dharmendra Modha, Chefentwickler von IBM Research, spricht von einem Supercomputer von der Größe einer Briefmarke, dem Gewicht einer Feder und dem Stromverbrauch eines Hörgerätes."
...und der intelligenz einer heuschrecke? warten wirs ab.
"Dereinst könnten die Chips zum Beispiel in Thermometern eingesetzt werden, die selbstständig die Krankheit eines Patienten erriechen und ihn, so nötig, zum Arzt schicken."
da will ich lieber nicht drüber nachdenken, aber wenn das thermometer eh schon mal drinnsteckt - warum nicht, sniff.
und wenn ich doch drüber nachdenke: das könnten herkömmliche rechenarchitekturen ebenso leisten - da kommts nur auf den sensor an.
"Bisher mangelt es noch an passender Software für den Wunderchip"
und das kann sich auch nicht ändern, denn offensichtlich ist das ein übersetzungsfehler: gemeint ist wohl, es mangele an programmen, denn bei neuronalen netzwerken gibts eben nur hardware und keine software, es handelt sich ja nicht um von neumann- bzw turing-maschinen.
jetzt mal klartext: sicherlich wurde vor einem halben jahrhundert ein grober fehler begangen, als die entwicklung von neuronalen rechnern nicht weiter forciert wurde, da man deren potentiale unterschätzte. dennoch mutet es heute lächerlich an, wenn ein entwickler so tut als hätte er was ganz neues gefunden und das sei der durchbruch mit noch nie dagewesenen leistungsausbeuten und noch nie gedachten möglichkeiten.
neuronale chips sind leider noch ganz am anfang, niemand schmeisst nach 10 jahren entwicklung menschenhirn2.0 auf den markt.
Da brauchts keine neuronalen netze, sondern nur statisik und ein paar kleinteile, dies schön warm haben
@topic
Interresant, schnell fertig studieren, bevor das gelernte für die katz is.
Wozu Teufel? Die Menschheit braucht keine Dämonen (welche es auch nicht gibt) oder dergleichen, nur sich selber.
Bessere Technologie ist meist was Tolles, aber wird IMMER für Militärzwecke missbraucht, falls dafür als nützlich erachtet und die sind da sehr erfinderisch. Feuerwerk war einst auch nur als Unterhaltung gedacht, bis paar Europäer sich überlegten, dass man daraus auch Waffen bauen könnte. Allerdings werden wir Ottonormalbürger das eh nie verhindern können, von daher schaun wir mal was passiert.
Übrigens forschens zur Zeit auch an Chips, die auf Kommando zu Staub zerfallen und da kann ich mir gut vorstellen, dass dies insgeheim auch bei alltäglichen Elektronikprodukten eingesetzt werden wird, um diese kurz nach Ablauf der Garantiezeit zu zerstören. Natürlich nur, wenn diese kostengünstig genug hergestellt werden können. Es wurde ja schon nachgewiesen, dass diverse Unternehmen ihre Produkte so konzipieren, dass diese möglichst schnell kaputt gehen (natürlich möglichst nach Ablauf der Garantiezeit).
Es könnte auch so laufen dass neue Technologie solange zurückgehalten wird bis die NSA etc. ihrerseits bereit sind ... also dass die Verbraucher immer harmlos hinterherhinken bzw. gar nicht erst gefährliche Sachen bekommen.
Bist du auch einer der Menschen die so große Phantasie haben und in allem Teufels Werk sehen? So Leute haben es wohl nicht so leicht sich an öffentlichen Plätzen aufzuhalten oder gar ein PC oder Smartphone zu benutzen.