Wissenschaft: Größte virtuelle Darstellung des Universums frei verfügbar
Ein internationales Team von Forschern hat die weltweit größte virtuelle Simulation des gesamten Universums auf die Beine gestellt. Diese trägt den Namen "Uchuu", was japanisch ist und für Weltall steht. Die Simulation des Universums ist frei zugänglich für jedermann in einer Cloud.
Wer glaubte, dass die Spielwelt des Microsoft Flight Simulators groß ist, weil sie die gesamte Welt umfasst, wird nun staunen, wenn er "Uchuu" kennenlernt. Dabei soll es sich um die größte virtuelle Simulation des Universums handeln, die kürzlich von einem Team von Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern generiert worden ist. Der Name Uchuu ist japanisch und bedeutet so viel wie Universum oder Weltall.
Ein Projekt mit gewaltigen Ausmaßen
Die Simulation besteht aus 2,1 Billionen Partikeln, gebündelt in einem Würfel mit einer Kantenlänge von knapp 10 Milliarden Lichtjahren. Als Vergleich ziehen die Forscher die Entfernung von der Erde bis zur am weitesten entfernten Galaxie, die bisher entdeckt worden ist, heran, wovon diese Kantenlänge einen Anteil von drei Vierteln ausmachen soll. In einer Beziehung soll Uchuu einen riesigen Vorteil gegenüber anderen virtuellen Simulationen haben, nämlich bei der Erfassung der Zeitkomponente.
Uchuu soll die Evolution der Materie über die gesamten 13,8 Milliarden Jahre der Geschichte des Universums vom Urknall bis zur Gegenwart simulieren können. Dies sei 30 Mal länger her, als der Zeitpunkt, an dem Tiere erstmals aus den Meeren unserer Erde hervorgekrochen sind. Julia F. Ereza, die an dem Projekt beteiligt ist und mit Uchuu das Universum studiert, erklärt die Relevanz der Zeitkomponente:
"Uchuu ist wie eine Zeitmaschine, wir können in die Zukunft und in die Vergangenheit reisen oder die Zeit anhalten. Wir können eine einzelne Galaxie heranzoomen oder wir zoomen heraus, um einen kompletten Cluster zu visualisieren. Wir können sehen was wirklich vor sich geht in jedem Moment und an jedem Ort des Universums, von dessen ersten Tagen bis in die Gegenwart. Es ist ein essenzielles Werkzeug zum Studium des Kosmos."
Drei Petabyte an Daten frei für jeden verfügbar
Zur Bewerkstelligung dieser Simulation hat sich das Team aus Wissenschaftlern rund um den Globus zusammengefunden und den stärksten Supercomputer der Welt, der für die Astronomie vorgesehen ist, namens Aterui II verwendet. Trotz dessen soll es über ein Jahr gedauert haben, um die Simulation abzuschließen. Der Professor Tomoaki Ishiyama, der den Code für Uchuu geschrieben hat, erläutert diesbezüglich, dass für das Projekt drei Petabyte an Daten generiert worden sind, was knapp 895 Millionen Bilder einer 12-Megapixel-Kamera eines Smartphones entspreche.
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Diese Menge an Daten haben die Forscher nun in einen 100-Terabyte-Katalog zusammengestaucht, der in einer Cloud auf der Webseite des Projekts für jeden frei in einem leicht zu verwendenden Format zur Verfügung stehen soll. Veröffentlichungen von künftigen Daten sollen dann Kataloge mit virtuellen Galaxien und Gravitationslinsen-Karten beinhalten, heißt es.

Da hätte man was besseres für den Trailer finden können.
Trotzdem werde ich mir das ganze defenitiv näher anschauen
Ich mag Astronomie
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Trotzdem werde ich mir das ganze defenitiv näher anschauen
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