Gigantische Karte des Universums: Forscher verbinden 14 Millionen Galaxien
Die ESA hat eine erste zusammengesetzte Weltraum-Karte auf Basis der Daten des neuen Teleskops Euclid veröffentlicht. Zu sehen ist dabei nur ein winziger Ausschnitt, der trotzdem Unmengen an Details enthält.
Seit letztem Sommer befindet sich Euclid, das aktuell modernste Weltraumteleskop der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Weltraum. Über einen Zeitraum von mindestens sechs Jahren soll es das Universum beobachten und dabei eintreffendes Licht im nahen Infrarotbereich sowie im sichtbaren Spektrum messen. Jetzt, etwas mehr als ein Jahr nach dem Start, hat die ESA einen ersten Teil der mit Euclid erstellten Weltraum-Karte veröffentlicht.
Winziger Ausschnitt einer riesigen Karte
Bei dem von der ESA veröffentlichten Bild handelt es sich um eine Aufnahme mit 208 Gigapixeln, die auf insgesamt 260 Messungen zwischen dem 25. März und dem 8. April dieses Jahres basieren. Laut der ESA zeigt das Bild dabei nur rund ein Prozent dessen, was Euclid während der geplanten Einsatzzeit aufzeichnen soll. Insgesamt soll damit die bislang größte kosmische Karte entstehen, die rund 100 Millionen Lichtquellen enthält. Darin sollen 14 Millionen für das Teleskop erkennbare Galaxien enthalten sein, deren Beobachtung beim Verständnis von dunkler Energie und dunkler Materie helfen soll.
Quelle: ESA
Der bisher veröffentlichte Ausschnitt ist extrem hochauflösend. Verglichen mit der Weltkarte der Satelliten Gaia und Planck wurde bislang aber nur wenig kartografiert - im Bild oben der gelb markierte Bereich.
Der bislang veröffentlichte Ausschnitt der Weltraum-Karte ist zwar noch recht klein, seit der offiziellen Inbetriebnahme im Februar wurde aber angeblich bereits 12 Prozent der geplanten Fläche aufgezeichnet. Eine weitere Karte, die dann wohl mindestens auch diese Daten enthält, soll im kommenden März erscheinen. 2026 will die ESA zudem auch die im ersten Betriebsjahr gesammelten Rohdaten veröffentlichen.
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Im selben Jahr soll zudem ein weiteres Weltraumteleskop namens PLATO starten, auf das 2029 wiederum ARIEL folgt. Parallel dürften zudem vermutlich immer wieder neue Aufnahme von Euclid nachgeliefert werden. Von der oben abgebildeten Gesamtübersicht des Weltraums soll so am Ende insgesamt rund ein Drittel in höherer Auflösung aufgezeichnet werden.
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Quelle: ESA via Daily Mail
