Euclid: ESA zeigt erste Testbilder des neuen Weltraumteleskops

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Euclid: ESA veröffentlicht erste Testbilder des neuen Weltraumteleskops
Quelle: ESA

Das Weltraumteleskop Euclid hat seinen Zielort erreicht und funktioniert fast wie erwartet. Die ESA konnte so nun erste Testaufnahmen veröffentlichen. Der wissenschaftliche Betrieb muss aber noch warten: Er wird erst in einigen Monaten starten können.

Nachdem das Weltraumteleskop Euclid am 1. Juli von einer Falcon-9-Rakete in den Weltraum transportiert wurde, hat es jetzt seinen Zielort erreicht, wie PCGH bereits berichtete. Anschließend wurden von der ESA erste Testaufnahmen erstellt, um die korrekte Funktion des Teleskops zu bestätigen. Glücklicherweise scheinen sowohl die Kamera für sichtbares als auch für nahes Infrarotlicht zu funktionieren. Eine von beiden hat aber mit Einschränkungen zu kämpfen.

Undichtes Gehäuse

Laut der ESA war auf den ersten Testaufnahmen mit der Kamera für sichtbares Licht ein unerwartetes Muster zu sehen, das die Aufnahmen beeinträchtigte. Schuld ist vermutlich eine undichte Stelle in der Raumsonde, durch die Sonnenlicht auf den Sensor treffen kann. Glücklicherweise ist das aber nur bei einigen, bestimmten Ausrichtungen des Teleskops der Fall. Für ihre Messungen wird die ESA diese schlicht vermeiden und so klare Aufnahmen des Universums erzeugen.

Euclid-Aufnahme mit der Kamera für sichtbare Wellenlängen. Quelle: ESA Euclid-Aufnahme mit der Kamera für sichtbare Wellenlängen. Euclid-Aufnahme mit der Kamera für Infrarot-Wellenlängen, die durch ein zusätzliches Gitter erfolgt. Jeder Streifen entspricht den aufgeteilten Wellenlängen eines Sterns oder einer Galaxie. So lässt sich deren Zusammensetzung bestimmen. Quelle: ESA Euclid-Aufnahme mit der Kamera für Infrarot-Wellenlängen, die durch ein zusätzliches Gitter erfolgt. Jeder Streifen entspricht den aufgeteilten Wellenlängen eines Sterns oder einer Galaxie. So lässt sich deren Zusammensetzung bestimmen. Die ersten veröffentlichten Bilder sind dabei zwar beeindruckend, aber in ihrem aktuellen Zustand noch nicht zur wissenschaftlichen Weiterverwendung geeignet. Bevor der Forschungsbetrieb startet, steht erst die weitere Optimierung der Messinstrumente von Euclid an. In späteren Aufnahmen sollen zudem unerwünschte Artefakte, beispielsweise durch die kosmische Strahlung, herausgefiltert werden.

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Sobald diese Arbeit in einigen Monaten abgeschlossen ist, will die ESA weitere Aufnahmen des Weltraumteleskops veröffentlichen. Anschließend soll Euclid damit beginnen, eine 3D-Karte zu erstellen, die 95 Prozent des Universums abbildet. So sollen die Dunkle Energie und die Dunkle Materie weiter erforscht werden.

Quelle: ESA via Spiegel

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