Ringwurmloch soll wie eine Zeitmaschine funktionieren

49
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ringwurmloch soll wie eine Zeitmaschine funktionieren
Quelle: inqnet/A. Mueller (Caltech)

In einem neuen Paper untersuchen drei Physiker die Eigenschaften eines Ringwurmlochs. Unter gewissen Bedingungen könnten so Zeitmaschinen entstehen. Die Überlegungen sind allerdings nur rein theoretisch - ein praktisches Beispiel gibt es dafür nicht.

Reiseportale und Zeitmaschinen sind aus Science-Fiction-Produktionen kaum wegzudenken, lassen sich in der echten Welt aber natürlich nicht nachbauen. Laut den theoretischen Physikern Valeri Frolov, Pavel Krtouš und Andrei Zelnikov wäre ein solches Konstrukt aber zumindest theoretisch möglich - mit einem Ringwurmloch.

Die theoretische Zeitmaschine

Die Überlegungen der drei Physiker wurden Anfang Mai als Preprint auf Arxiv veröffentlicht, kürzlich ist das Paper zudem auf Advanced Physics erschienen. In der Veröffentlichung wird dabei eine 2016 beziehungsweise 2017 vorgeschlagene Form eines Ringwurmlochs untersucht, die in der Theorie zwei Raumzeiten miteinander verbindet.

Damit ein solches Wurmloch den aktuell bekannten, physikalischen Zusammenhängen entspricht, müsste sich - bei einem bestimmten Aufbau - die Zeit an verschiedenen Orten unterscheiden. Gleichzeitig soll das Konstrukt dabei angeblich statisch und durchquerbar sein. Damit scheint es so, als könnte man beim Durchqueren des Wurmlochs eine Zeitdifferenz zurücklegen - Stichwort Zeitmaschine.

Ebenso spannend: Quantencomputer von Google: Arbeitet wohl 47 Jahre schneller als herkömmliche Supercomputer

Die gesamten Überlegungen basieren allerdings auf der Annahme, dass Wurmlöcher an sich existieren - und bislang ist das reine Theorie. Zudem ist nicht auszuschließen, dass das aktuelle physikalische Verständnis schlicht noch Fehler enthält. Ein solches Ringwurmloch könnte am Ende also noch an den Details scheitern. Praktische Zeitreisen werden damit wohl auch weiterhin Science-Fiktion bleiben.

Quelle: Physical Review D (APS) / Arxiv (Preprint, PDF) via BGR

49
    • Kommentare (49)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von RyzA
        Das funktioniert meiner Meinung nach nur wenn die Ursache und Wirkung vertauscht werden. Und die Zeitreise der Anfangspunkt ist. Sonst hätte John Connor niemals existieren können.
        Natürlich vertauscht du Ursache und Wirkung und deswegen sind Zeitreisen auch Quatsch mit Soße.,
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von RyzA
        Das funktioniert meiner Meinung nach nur wenn die Ursache und Wirkung vertauscht werden. Und die Zeitreise der Anfangspunkt ist. Sonst hätte John Connor niemals existieren können.
        Natürlich vertauscht du Ursache und Wirkung und deswegen sind Zeitreisen auch Quatsch mit Soße.,
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Threshold
        Für john Connor gibt es ja nur diese eine Zeitlinie. Er schickt Kyle in der Zeit zurück, weil er weiß, dass er sein Vater sein wird. Er muss also Kyle schicken, um die Zeitlinie stabil zu halten.
        Ergo wusste John auch´, dass er irgendwann auf die Zeitmaschine treffen wird.
        Was wäre aber mit John passiert, wenn Kyle im Laufe der Kriegshandlungen gestorben wäre, lange vor dem Einsatz in der Zeitmaschine.
        Das funktioniert meiner Meinung nach nur wenn die Ursache und Wirkung vertauscht werden. Und die Zeitreise der Anfangspunkt ist. Sonst hätte John Connor niemals existieren können.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von RyzA
        Nur hätte er den Befehl für die Zeitreise an Reese gar nicht geben können weil er da noch nicht existierte. Erst durch die Zeitreise wurde er "erschaffen".
        Für john Connor gibt es ja nur diese eine Zeitlinie. Er schickt Kyle in der Zeit zurück, weil er weiß, dass er sein Vater sein wird. Er muss also Kyle schicken, um die Zeitlinie stabil zu halten.
        Ergo wusste John auch´, dass er irgendwann auf die Zeitmaschine treffen wird.
        Was wäre aber mit John passiert, wenn Kyle im Laufe der Kriegshandlungen gestorben wäre, lange vor dem Einsatz in der Zeitmaschine.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Supie12
        Es gibt eine erste Zeitlinie in der John das erste Mal aufwächst, und bis zu seinem Tod leben wird, und Kyle schickt. Von da an geht es eigentlich irgendwie im Kreis....... Aber auch nur für uns - weil wir nur diesen Abschnitt betrachten.

        Ansonsten läuft eigentlich diese Zeitlinie einfach weiter. Hätte Connor ihn ohne das Wissen, das er durch seine Mutter besitzt geschickt wäre er genauso sein Vater geworden, nur ohne Kopfweh.

        Es ist schon konsistent, da Kyle ja stirbt. Für ihn ist wie für alle seine eigene Zeit permanent weiter gelaufen. Das Datum hat sich dabei geändert, seine Lebensuhr lief aber unabhängig davon weiter, bis sie abgelaufen war.

        Nur wenn John gstorben wäre, wärs es zu einem Paradoxon gekommen aus meiner Sicht.

        Sämmtliche Inkonsistenzen sind rein auf die Eingriffe der Zukunft in die Vergangenheit zurück zuführen.
        Nur hätte er den Befehl für die Zeitreise an Reese gar nicht geben können weil er da noch nicht existierte. Erst durch die Zeitreise wurde er "erschaffen".
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von Supie12
        Nur wenn John gstorben wäre, wärs es zu einem Paradoxon gekommen aus meiner Sicht.

        Wenn Kyle aber vom Terminator bei der ersten Begegnung in dem Club getötet worden wäre, hätte John ein großes Problem bekommen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk