Effizienter Speicher: Neue Materialverbindung lässt sich extrem leicht ummagnetisieren
Ein mit Mangan dotierter Kristall aus Germanium und Tellur lässt sich offenbar mit sehr niedrigem Energieaufwand ummagnetisieren. Damit könnte das Material in Zukunft ein Kandidat für die effiziente Datenspeicherung mit Festplatten sein.
In der Halbleitertechnik steht insbesondere die stetige Miniaturisierung öffentlichkeitswirksam im Fokus. Diese ist aber nicht die einzige Stellschraube, um Prozesse und Produkte immer weiter zu verbessern. Beispielsweise spielen, wie auch in anderen Industriebereichen, neue Materialien immer wieder eine Rolle. Hinter dem industriellen Einsatz der neuen Stoffe und Verbindungen steht dabei meist die Grundlagenforschung - und ebendiese hat nun offenbar eine neue Entdeckung gemacht.
Spontanes Umpolen
Konkret hat eine Forschungskooperation der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, der Johannes Kepler Universität in Linz und der Westböhmischen Universität in Pilsen einen mit Mangan dotierten Kristall aus Germanium und Tellur untersucht, der sich möglicherweise als magnetischer Datenspeicher eignet.
Wie bei normalen Magneten erlaubt dieses Material eine Ummagnetisierung. Normalerweise befinden sich in dem Material, wie in allen Magneten, viele kleine Regionen - die Weiss-Bezirke. Diese bilden viele kleine "Submagneten" im Material, die normalerweise beliebig ausgerichtet sind. Nach außen wirkt es deshalb so, als wäre das Material insgesamt kaum magnetisch, da sich die verschiedenen Weiss-Bezirke aufheben.
An sich ist diese Eigenschaft komplett gewöhnlich. Neu an dem mit Mangan dotierten GeTe-Kristall ist aber die Ummagnetisierung: Normalerweise kann man die Weiss-Bezirke mit starkem Gleichstrom oder einem externen Magnetfeld alle gleich ausrichten und das Material somit zum Magneten machen. Laut der Forschungskooperation ist dieser Schritt beim untersuchten Material aber auch anders möglich. Demnach kann die Ummagnetisierung hier auch mit einem schwachen Wechselstrom erfolgen. Folgt diesem im richtigen Moment ein winziger Gleichstromimpuls, dann kommt es im Kristall offenbar zu einer wellenartigen Ausbreitung, bei der sich alle Weiss-Bezirke in die gewünschte Richtung drehen.
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Die so erfolgte Ummagnetisierung soll angeblich nur ein Millionstel der Energie einer gewöhnlichen Ummagnetisierung benötigen. Deshalb soll der untersuchte Kristall ein Kandidat für die effiziente magnetische Datenspeicherung sein. Wie bei derartigen Forschungsergebnissen üblich ist es bis dahin aber noch ein weiter Weg. Erst sollen weitere Untersuchungen folgen, und bislang ist leider nicht klar, ob der spätere Einsatz in Festplatten überhaupt wirtschaftlich wäre.

Mangan gehört ja nichtmal dazu.
Ich rate dir, dich in Zukunft mal etwas genauer zu informieren. Das lesen des Wikipediaartikels kann z.B. enorm helfen.
Ist schwer auf erfundene Wörter einzugehen.
Wenn man will, dann kann man Germanium im gigantischen Maßstab fördern, der Aufbau der Kapazitäten dauert allerdings 1-2 Jahrzehnte. (so, wie jetzt z.B. beim Lithium)
Mangan ist eine sehr häufige Alltagschemikalie, am häufigsten begegnet man ihr beim Stahl, wo sie nicht wegzudenken ist, aber auch ansonsten wird sie oft verwendet. Gefördert wird das ganze im Bereich einiger dutzend Millionen Tonnen pro Jahr, das bedeutet für jeden Menschen auf dem Planeten weder jährlich einige Kilogramm aus dem Boden geholt. Der Preis pro Tonne beträgt übrigens um die 3000€, es ist also nicht mal sonderlich wertvoll.
Es wird also keinen interessieren, wenn man da im Jahr eventuell 100t zusätzlich braucht, wenn man die gesamten Magnetspeichermedien umstellt (wie schon gesagt wurde, die erforderlichen Mengen sind winzig). Im Gegenteil: wenn die Speicherdichte steigt, dann braucht man insgesamt weniger Material, was die Ökobilanz massiv verbessert.
Alleine im Ersten Satz des Zitats sieht man, wo das Problem liegt. Du hast irgendwo ein Schlagwort aufgeschnappt ohne etwas genaues zu wissen und bist nun dagegen ausgehetzt. So arbeitet z.B. Greenpeace: wenig Information, dafür sehr viel Meinung.
Ich rate dir, dich in Zukunft mal etwas genauer zu informieren. Das lesen des Wikipediaartikels kann z.B. enorm helfen.
Aus genannten Gründen wäre ich dafür, Forschungen die auf die massenhafte Anwendung dieser Rohstoffe hinauslaufen zurückzustecken.
Ist schwer auf erfundene Wörter einzugehen.