CERN gelingt Durchbruch: Antimaterie erstmals erfolgreich transportiert
Nach langer Vorbereitung ist es dem Forschungszentrum CERN erstmals gelungen, Antimaterie zu transportieren. Diese wurde in einem Lkw über das Gelände der Einrichtung gefahren. Angepeilt werden aber noch deutlich längere Strecken.
Die Erforschung von Antimaterie ist alles andere als leicht. Zwar kann das Forschungszentrum CERN entsprechende Teilchen herstellen, doch dort ist die Untersuchung schwierig. Denn die für die Erzeugung notwendigen Anlagen erzeugen minimale Schwankungen im Magnetfeld. Diese sind zwar um den Faktor 20.000 geringer als das Erdmagnetfeld, sie beeinträchtigen aber trotzdem die Messungen. Deshalb will das CERN die Antimaterie zu anderen Einrichtungen transportieren - und nun ist ein erster Testlauf gelungen.
Ein Schritt von vielen
Schon vergangenes Jahr gab es einen erfolgreichen Testlauf mit normalen Protonen, jetzt gelang endlich auch der Transport mit Antimaterie: 92 Antiprotonen konnten in einem Lkw über das Gelände der Forschungseinrichtung transportiert werden. Dabei wurden die Teilchen in einer Penning-Falle untergebracht, die den Kontakt mit normaler Materie verhindert. Denn ebendieser würde die Antiprotonen sofort auslöschen.
Ganz ist das Ziel durch den Testlauf aber trotzdem noch nicht erreicht, denn für den praktischen Einsatz sind deutlich größere Transportstrecken möglich: Die Teilchen sollen später in Forschungseinrichtungen in Düsseldorf und Hannover transportiert werden, wo feinere Messungen möglich sind. Diese liefern dann hoffentlich weitere Erkenntnisse zu den Grundlagen der Atomphysik.
Quelle: CERN
Der vom CERN eingesetzte Transportbehälter.
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Bis es so weit ist, müssen aber noch einige Probleme gelöst werden. Dazu gehören die dauerhaft zuverlässige Kühlung des Transportbehälters auf nur 8,2 Kelvin und - besonders kritisch - die Entnahme. Auch diese muss ohne Kontakt zu normaler Materie erfolgen. Hier erwarten die CERN-Wissenschaftler noch einmal größere Herausforderungen, bis der Prozess reibungslos funktioniert und damit die geplanten Messungen möglich werden.
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In dem Fall eher Präzisionsmessungen und Grundlagenforschung, was aber auch nicht weniger spannend ist! Aber wer weiß, vielleicht bringen uns die neuen Erkenntnisse dann in ein paar Jahrzehnten bis Jahrhunderten den Warp Antrieb.
Auch wenn in der Öffentlichkeit häufig das Bild verbreitet wird, dass die Forschung sinnlos Geld verplemempert, geben wir uns in der Regel Mühe die Kosten möglichst im Rahmen zu halten. Supraleitende Magnete und Vakuumpumpen sind teuer genug, für das Kontrolsystem hält daher in der Regel etwas bescheideneres her - in meinem Fall (auch am CERN, aber nicht dieses Experiment) ein Raspberry Pi und ein paar Mini Desktops verschiedener Generationen. Wenn Windows 11 drauf läuft, gehört es zur Oberklasse.
Die Antwort ist also nein
Es ist auch sehr spannend, dass es jetzt überhaupt schon einmal gelungen ist, Antimaterie von A nach B zu transportieren.
Solche Fallen sind eigentlich nichts neues, und schon länger technisch machbar. Der Grund warum es bis dato nicht gemacht wurde ist dreierlei:
1) Geld. So etwas ist teuer, das baut man nicht mal eben zum Spaß.
2) Es war nicht dringend notwendig, da die Präzisionsfallen am CERN ähnlich gut waren wie die "offline" Fallen an dedizierten Instituten wie der PTB.
3) Die Größe. Bestehende portable Fallen waren zu groß um sie in Präzisionslabore zu transportieren, weil die in der Regel so isoliert wie möglich gebaut werden um Temperaturschwankungen und elektrisches Rauschen so gering wie möglich zu halten. Die Falle muss also eher Paletten- als Containerformat haben. Diese Miniaturisierung war in den 90ern noch nicht möglich.
Als die Präzisionsexperimente in Heidelberg und Braunschweig dank stabilerer Umgebung in den letzten Jahren an den CERN Experimenten in puncto Präzision vorbeigezogen sind, hat man dann beschlossen, die Antiprotonen zu den Präzisionsfallen zu bringen statt die Präzisionsfallen zu den Antiprotonen.
Werden wir nicht mehr erleben, trotzdem spannend.
Can it run DLLS 5?
Die Antwort ist also nein