Twitch verliert weiter Geld: Dritte Entlassungsrunde entledigt sich 35 % der Belegschaft
Twitch soll laut Berichten weiter Geld verlieren und steht wohl vor der dritten Entlassungsrunde binnen kurzer Zeit. Laut Medienberichten will man sich von 35 Prozent der Belegschaft trennen.
Twitch hat erst einen neuen CEO bekommen und der muss gleich unangenehme Entscheidungen treffen. Laut Berichten werden rund 500 Kollegen entlassen oder 35 Prozent der Belegschaft. Offenbar schafft man es nicht, kostendeckend zu arbeiten. Trotz mehr Werbung und kostenoptimiertem Zugriff auf die Amazon-AWS-Infrastruktur des Mutterkonzerns ist Twitch laut Personen, die mit der Sache vertraut sind, aber nicht genannt werden wollen, tief in den roten Zahlen.
Die Personalkürzungen, die bereits am heutigen Mittwoch bekannt gegeben werden könnten, kommen inmitten der Besorgnis über die Verluste bei Twitch und nachdem mehrere Top-Führungskräfte das Unternehmen innerhalb weniger Monate verlassen haben; darunter der Chief Product Officer, der Chief Customer Officer und der Chief Content Officer. Twitch verlor auch seinen Chief Revenue Officer, der von Amazons Ads-Einheit aus für Twitch arbeitete.
Twitch Chief Executive Officer Dan Clancy hatte sich bereits vom südkoreanischen Markt zurückgezogen, weil eine kostendeckende Operation hier in weiter Ferne war. In Südkorea zahlen Traffic-Verursacher für die Nutzen der Netze mit, was insbesondere bei Videoinhalten schnell teuer wird. Der Markt sei "unerschwinglich teuer" - südkoreanische Streamer standen quasi von heute auf morgen ohne Plattform da.
CEO Clancy hat keine leichte Aufgabe. Bei den Content Creatoren ist er auf Charmoffensive, um das teils zerrüttete Verhältnis der Plattform mit seinen Umsatzgeneratoren zu kitten. Der Streaming-Service agiert dabei aber weiter ungeschickt - insbesondere bei Fragen darüber, was auf der Plattform erlaubt ist und was nicht, aber auch bei Fragen dazu, wie man sich den Kuchen teilt. Nach rund zehn Jahren und Support von Amazon muss man sich aber wohl auch fragen, ob man Livestreaming in dieser Form wirtschaftlich nachhaltig darstellen kann.
Für Twitch ist es jedenfalls bereits die dritte Entlassungsrunde in relativ kurzer Zeit. Vergangenes Jahr mussten bereits rund 400 Mitarbeiter die Koffer packen. Und der Wettbewerb wird auch schärfer. Teils zwar verrucht, wandern aber auch große Streamer auf Plattformen wie Kick und Trovo ab. Diese Umsätze finden dann nicht mehr auf Twitch statt. Mit dem Wegfall der Exklusivbindung müssen Streamer auch nicht mehr singulär auf Twitch streamen, sondern können parallel auf Facebook, Tiktok, Kick, Trovo, X/Twitter und wer weiß wo streamen. Selbst Steam hat einen Streaming-Service, wenngleich Content Creator wohl am ehesten die Plattform wählen, bei der die höchste Aussicht auf ökonomischen Erfolg besteht.
Quelle: Bloomberg (Paywall)

1) Bei Twitch werden die 2€ abgebucht -> Twitch macht Verlust
2) Bei Amazon werden die 2€ abgebucht -> Twitch macht selbst mit der Subvention Verlust
Ist also eine Frage zwischen schlecht und noch schlechter für Twitch? Abgesehen davon sind das Twitch-Kosten. Das ist nichts anderes als Werbung/Promotion. Egal wo abgebucht. Es sind 2€ die nicht Amazon nutzen, sondern nur Twitch und entsprechend wäre es eine Katastrophe für Twitch, wenn sie Verlust machen würden obwohl Amazon die Kosten zu 100% trägt.
Am Ende hat Amazon aber Twitch gekauft und der Mutterkonzern von Twitch ist Amazon. Am Ende macht dann auch nicht Amazon Gewinn und Twitch Verlust, sondern der Gesamtkonzern macht Betrag X und natürlich schaut man, welche Sparten gut dastehen und welche schlecht. Man will sicherlich nicht Ewigkeiten unprofitable Geschäftsbereiche quersubventionieren.
das was [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] beschrieben hat, stimmt so nicht ganz. Wenn man bisschen überlegt kann man aber drauf kommen, dass es nicht so einfach ist
Wenn twitch = Amazon ist, dann würde Amazon nicht Milliarden gewinne einfahren und twitch Verluste oder?
Twitch mag zwar zu Amazon gehören, haben aber getrennte Kassen. Deshalb die frage, ob die 2€ des prime Abos aus der twitchkasse an den streamer gehen und Twitch auf den 2€ sitzen bleibt oder ob twitch sich bei Amazon die 2€ wieder holt und quasi nur das verliert, was die Nutzer dafür nicht investieren müssen weil die prime verwenden.
du hattest geschrieben "Jeder Prime Sub der verwendet wird kostet Twitch 2€+"
Was eben nicht der fall ist, wenn twitch sich das Geld bei Amazon wiederholt. Da du es nicht weißt, wie es intern abgerechnet wird, ist deine aussage geraten.
Und erzählst danach den Fakt, das Twitch um Amazon das gleiche ist oder sowas, was eben nicht stimmt. (gerade beschrieben)
Entweder Distinktionsgewinn ("soll der Pöbel doch anderen Leuten beim Spielen zuschauen *ignores Thema Sportübertragung*, ich spiele selber im Gegensatz zu diesen Couchpotatos!"), Edge-Lordiness oder schlichtweg der gute, alte, am eigenen Tellerrand endende Horizont (weil kennt man nicht oder mag man persönlich nicht, also kann es objektiv und unfehlbar nur Mist sein und alle, die das anders sehen, logischerweise ebenso). Einfach ignorieren.