Trump-Deal: Ein Zehntel von Intel geht an die USA

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Trump-Deal: Ein Zehntel von Intel geht an die USA
Quelle: Intel

Die US-Chipschmiede Intel hat einen neuen Anteilseigner - die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Austausch gegen ursprünglich als Förderung vorgesehenes Geld werden knapp zehn Prozent der Anteile des Unternehmens erworben.

Nachdem es die letzten Tage schon vermutet wurde, ist es jetzt offiziell: Die US-Regierung unter Präsident Trump hat einen Deal mit Intel abgeschlossen. Dadurch werden die Vereinigten Staaten von Amerika zum größten Anteilseigner des Unternehmens - sie übernehmen mit 9,9 Prozent der Anteile knapp ein Zehntel der Besitz- und Stimmrechte. Von letzteren soll aber offenbar kaum Gebrauch gemacht werden. Es soll keinen entsprechenden Sitz im Aufsichtsrat geben. Mit wenigen Ausnahmen will man dessen Entscheidungen offenbar immer unterstützen.

Altes Geld, neuer Zweck

Im Austausch für die Unternehmensanteile erhält Intel Geld. Ursprünglich als Fördermittel von der Biden-Regierung vorgesehene Summen - 5,7 Milliarden US-Dollar aus dem CHIPS-Act und 3,2 Milliarden US-Dollar für die Fertigung militärischer Halbleitertechnik - werden entsprechend umgewidmet. Als Preis pro Aktie wurden 20,47 US-Dollar festgelegt - das liegt ein gutes Stück unter dem aktuellen Marktwert, der gestern oberhalb von 23 US-Dollar lag. Aus finanzieller Sicht ist das Abkommen für die US-Regierung also wohl lohnenswert, zumal man sich noch eine Zusatzoption gesichert hat.

Falls Intel in den kommenden fünf Jahren weniger als 51 Prozent der hauseigenen Halbleiterfertigung besitzt, kann die US-Regierung demnach weitere fünf Prozent des Unternehmens für einen Preis von 20 US-Dollar pro Aktie übernehmen. Damit will man eine Ausgliederung wohl unattraktiv machen und so absichern, dass die Fertigung in Intels und damit in US-Hand bleibt.

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Anerkennende Worte für das Abkommen gibt es von beiden Seiten: Intel-CEO Lip-Bu Tan und US-Handelsminister Howard Lutnick loben beispielsweise den verstärkten Fokus der Regierung auf die US-Chipindustrie - um diese weiter anwachsen zu lassen. Tan erwähnt Präsident Trump dabei explizit, obwohl dieser ihn vorher massiv angegriffen hat - das übliche Politik-Drehbuch im Jahr 2025. Ob weitere, ähnliche Abkommen folgen werden, bleibt abzuwarten. Laut dem Wall Street Journal (Paywall) gibt es zumindest derzeit noch keine Pläne, um beispielsweise beim US-Speicherhersteller Micron einzusteigen.

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Quelle: Intel / Howard Lutnick (X) via Tom's Hardware

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Trump weiß durch Putin, XI und Hitler ganz genau, wie man seine Gestapo ICE, die Mauer, Auffanglager und vor allem Steuersenkungen für die reichsten 0,1% des Landes gegenfinanziert. Schutzgeldzahlungen und (Teil)verstaatlichungen, Erlässe und Richterkontrolle etc, alles gut geplant.
        Deren Problem ist aber, dass man Firmen wie Apple und Intel nun unter gar keinen Umständen mehr kaufen darf.
        Man kann nur hoffen, dass Intel nun total gegen die Wand fährt.
        Kein Unternehmen sollte sich diesen Risokofaktor ins Haus holen.
        Dann kann man ja auch gleich wieder Huawai und Konsorten alle man reinlassen.
        Gleiches recht für alle.
        Großkonzerne unter der Kontrolle von Faschisten sollte man definitiv meiden.
        Die ICE macht sogar schon vor laufender Kamera explizite Zeichen und stürtzt sich agressiv auf alles, was nicht weiß ist und nicht bei drei auf den Bäumen ist, damit ist alles gesagt.
        Wer die zahlreichen Skandalvideos gesehen hat, der hat absolut keinen Bock mehr auf Amerika.
        Es werden sogar schon Wahlbezirke neu eingeteilt, damit Trump mehr Stimmen für die nächste Wahlen hat.
        Die haben echt 1933.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Trump weiß durch Putin, XI und Hitler ganz genau, wie man seine Gestapo ICE, die Mauer, Auffanglager und vor allem Steuersenkungen für die reichsten 0,1% des Landes gegenfinanziert. Schutzgeldzahlungen und (Teil)verstaatlichungen, Erlässe und Richterkontrolle etc, alles gut geplant.
        Deren Problem ist aber, dass man Firmen wie Apple und Intel nun unter gar keinen Umständen mehr kaufen darf.
        Man kann nur hoffen, dass Intel nun total gegen die Wand fährt.
        Kein Unternehmen sollte sich diesen Risokofaktor ins Haus holen.
        Dann kann man ja auch gleich wieder Huawai und Konsorten alle man reinlassen.
        Gleiches recht für alle.
        Großkonzerne unter der Kontrolle von Faschisten sollte man definitiv meiden.
        Die ICE macht sogar schon vor laufender Kamera explizite Zeichen und stürtzt sich agressiv auf alles, was nicht weiß ist und nicht bei drei auf den Bäumen ist, damit ist alles gesagt.
        Wer die zahlreichen Skandalvideos gesehen hat, der hat absolut keinen Bock mehr auf Amerika.
        Es werden sogar schon Wahlbezirke neu eingeteilt, damit Trump mehr Stimmen für die nächste Wahlen hat.
        Die haben echt 1933.
      • Von Hellhammer Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es bleibt in diesem Fall zu prüfen, wer neben Intel selbst noch Nutznießer der Aktion sein könnte.
        Ja klar. Aber da gibts immer noch den "meine Haare sind so wunderschön, das liegt an ihrem Produkt" Mann. Weil Johnson&Johnson knapp 60 Milliarden Dollar in den Usa investiert.
        Ist er plötzlich gut Freund mit dem neuen Intel CEO. Kommt dann Werbung für Intel im Weißen Haus? Die Teslas sind ja verschwunden.

        Wenn dem so ist, wo ist die Börsenaufsicht, das schreit doch nach unlauterem Wettbewerb, Insiderhandel, ect.
        Hebelt der nun sämtliche Gesetze und Regularien aus?

        Für Intel ist es natürlich gut. Biden war schon dran. Nix neues.
        Trump nützt es für seine Propaganda und zeigt sein wahres Gesicht. Er ist Geschäftsmann, kein Staatsmann, da versagt er mit seinen sämtlichen Stabsangehörigen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Homerclon
        Unter Biden hätte es aber wohl keine Aktien im Gegenzug gegeben, so hab ich es zumindest verstanden.

        Wie Trump und seine Anhänger dadurch reicher werden sollen, das die US-Regierung nun Intel-Aktien hält, weiß ich aber auch nicht. Erstmal erhält Intel Geld von der US-Regierung, und über Dividenden fließt dann Geld in die Staatskasse. Das aber teilweise oder komplett - evtl. auch mehr als das - wieder an Intel zurückfließt, um für die Chips zu bezahlen die für das US-Militär gefertigt werden.
        Es bleibt in diesem Fall zu prüfen, wer neben Intel selbst noch Nutznießer der Aktion sein könnte. Sowohl Trumps Umfeld als auch das seines Ex-Best-Buddys Musk haben dieses Jahr aber schon mehrfach in bestimmten Bereichen investiert, welche kurz darauf durch Beschlüsse der Trump-Regierung spürbar an Wert gewannen. Vor allem Crypto, aber auch ein paar Aktiengeschäfte. Nachdem vergangene Woche die Gerüchte um eine mögliche Regierungsbeteiligung aufkamen, lag die Intel-Aktie zeitweilig 30 Prozent über ihrem Kurs vom Monatsanfang, obwohl Intel keine Erfolge zu vermelden hatte. Jetzt, mit einer tatsächlich durchgezogenen Finanzspritze, ist ein noch deutlich stärkerer Anstieg zu erwarten und zumindest mich würde es nicht überraschen, wenn einige gut informierte Kreise diesen Gewinn voll mitnehmen.

        Zitat von Emil_Esel
        ist trump jetzt Kommunist?
        Verstaatlichung von Produktionsmitteln wäre erstmal nur Sozialismus, wenn ich mich richtig erinnere.
        Aber nur wenn sie durch das Proletariat erfolgt, nicht durch den Proleten.^^
      • Von pbStoRm Freizeitschrauber(in)
        Zitat von joel3214
        Wie das? In diesem Fall? Vor allem da es schon unter Biden angedacht war?
        Bisher war davon keine wirkliche Rede und reich werden seine Insiderbuddies so wie bei allen Aktienmarktmanipulationen der Trumpregierung. Sie kaufen Long oder Short Derivate mit entsprechendem Hebel kurz bevor das ganze publik wird. Eh voila. Hat man ein paar Milliarden verdient.
      • Von Emil_Esel Software-Overclocker(in)
        ist trump jetzt Kommunist?
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