Nvidia-Mitgründer: "Off-Grid"-Exzentriker mit Privatjet namens Snoopy und Wegwerf-E-Mails
Nvidia ist nicht nur Jensen Huang, sondern auch Curtis Priem und Chris Malachowsky. Priem ist einer der drei Mitbegründer des Halbleiterunternehmens und er bedauert, dass er große Teile seines Vermögens weggegeben hat.
Wenn der Name Nvidia fällt, denkt man an Jensen Huang, eigentlich Jen-Hsun Huang. Doch der CEO gründete das fabriklose Halbleiterunternehmen nicht allein. Den meisten eher weniger geläufig ist Curtis Priem, der erste CTO von Nvidia und nun nicht mehr ganz so absurd vermögende Mann, der nicht weniger gute Schlagzeilen liefern kann wie Huang, auch wenn Priem sehr viel unauffälliger ist.
Priem könnte auf Platz 16 der wohlhabendsten Amerikaner stehen, hätte er nach seinem Abgang 2003 Aktien gehalten. Doch zwei Drittel seines Anteils am Unternehmen, heute rund 100 Millionen US-Dollar wert, ging an eine Charity-Vereinigung - die Priem Family Foundation. Und die wiederum finanziert Projekte wie die The Nature Conservancy. 2006 verkaufte Priem die restlichen Anteile, was ihm nach Schätzungen von Forbes rund 30 Millionen US-Dollar einbrachte. Nach heutigem Standard unter den Superreichen gar nicht mal so viel Geld und angesichts der Marktkapitalisierung von Nvidia bei über einer Billion US-Dollar wahrlich überschaubar. Priem könnte 70 Milliarden Reinvermögen haben.
"Ich habe etwas Verrücktes gemacht"
Aber auch wenn allein 75 Millionen US-Dollar aus Priems Gesamtvermögen an seine Alma Mater gingen, muss er nicht hungern. Laut Forbes lebt er heute in einem 6 Millionen US-Dollar teuren "Off-Grid"-Haus in der Nähe von Fremont, Kalifornien, wo er Manifeste darüber schreiben soll, wie man "die Erde repariert". Priem soll Wegwerf-E-Mail-Adressen verwenden, um Spam zu vermeiden, und besitzt laut Forbes seit 2021 eine Gulfstream G450 namens Snoopy. Der Privatjet passt wohl nicht ganz zum Image eines Öko-Visionärs.
Große Teile seines Geldes weggegeben zu haben, bedauert Priem heute. "Ich habe etwas Verrücktes gemacht, und ich wünschte, ich hätte etwas mehr behalten", sagte Priem gegenüber Forbes und bezog sich dabei auf Nvidia-Aktien. Allein vergangenes Jahr sind die Papiere von Nvidia um 200 Prozent gestiegen. Jensen Huang wird daher auf 42,9 Milliarden US-Dollar Vermögen geschätzt - 30 Milliarden davon durch den Aufstieg von Nvidia an der Börse. Damit ist Huang auf Platz 27 des Bloomberg-Milliardär-Index der weltweit vermögendsten Menschen.
Huang antwortet auf die Frage, ob er es noch mal so machen würde, mit einem Nein. Das klänge zwar verrückt, aber Nvidia aufzubauen sei "eine Million Mal härter", als man erwartet hatte. "Hätten wir damals den Schmerz und das Leid erkannt und gewusst, wie verletzlich man sich fühlt und welche Herausforderungen man ertragen muss - die Peinlichkeit und die Scham und die Liste all der Dinge, die schiefgehen - ich glaube nicht, dass irgendjemand ein Unternehmen gründen würde. Niemand, der bei Verstand ist, würde das tun." Einen Plan hat Huang dabei nicht, wie er zu bedenken gibt.

Hätte hätte Fahrradkette...
Außerdem hat er ja was Gutes getan indem er gespendet hat.