Nvidia-Mitgründer: "Off-Grid"-Exzentriker mit Privatjet namens Snoopy und Wegwerf-E-Mails

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Die Nvidia-Gründer Curtis Priem, Jensen Huang und Chris Malachowsky posieren im Jahr 2020 am Hauptsitz des Unternehmens in Santa Clara, Kalifornien.
Quelle: Nvidia

Nvidia ist nicht nur Jensen Huang, sondern auch Curtis Priem und Chris Malachowsky. Priem ist einer der drei Mitbegründer des Halbleiterunternehmens und er bedauert, dass er große Teile seines Vermögens weggegeben hat.

Wenn der Name Nvidia fällt, denkt man an Jensen Huang, eigentlich Jen-Hsun Huang. Doch der CEO gründete das fabriklose Halbleiterunternehmen nicht allein. Den meisten eher weniger geläufig ist Curtis Priem, der erste CTO von Nvidia und nun nicht mehr ganz so absurd vermögende Mann, der nicht weniger gute Schlagzeilen liefern kann wie Huang, auch wenn Priem sehr viel unauffälliger ist.

Priem könnte auf Platz 16 der wohlhabendsten Amerikaner stehen, hätte er nach seinem Abgang 2003 Aktien gehalten. Doch zwei Drittel seines Anteils am Unternehmen, heute rund 100 Millionen US-Dollar wert, ging an eine Charity-Vereinigung - die Priem Family Foundation. Und die wiederum finanziert Projekte wie die The Nature Conservancy. 2006 verkaufte Priem die restlichen Anteile, was ihm nach Schätzungen von Forbes rund 30 Millionen US-Dollar einbrachte. Nach heutigem Standard unter den Superreichen gar nicht mal so viel Geld und angesichts der Marktkapitalisierung von Nvidia bei über einer Billion US-Dollar wahrlich überschaubar. Priem könnte 70 Milliarden Reinvermögen haben.

"Ich habe etwas Verrücktes gemacht"

Aber auch wenn allein 75 Millionen US-Dollar aus Priems Gesamtvermögen an seine Alma Mater gingen, muss er nicht hungern. Laut Forbes lebt er heute in einem 6 Millionen US-Dollar teuren "Off-Grid"-Haus in der Nähe von Fremont, Kalifornien, wo er Manifeste darüber schreiben soll, wie man "die Erde repariert". Priem soll Wegwerf-E-Mail-Adressen verwenden, um Spam zu vermeiden, und besitzt laut Forbes seit 2021 eine Gulfstream G450 namens Snoopy. Der Privatjet passt wohl nicht ganz zum Image eines Öko-Visionärs.

Große Teile seines Geldes weggegeben zu haben, bedauert Priem heute. "Ich habe etwas Verrücktes gemacht, und ich wünschte, ich hätte etwas mehr behalten", sagte Priem gegenüber Forbes und bezog sich dabei auf Nvidia-Aktien. Allein vergangenes Jahr sind die Papiere von Nvidia um 200 Prozent gestiegen. Jensen Huang wird daher auf 42,9 Milliarden US-Dollar Vermögen geschätzt - 30 Milliarden davon durch den Aufstieg von Nvidia an der Börse. Damit ist Huang auf Platz 27 des Bloomberg-Milliardär-Index der weltweit vermögendsten Menschen.

Huang antwortet auf die Frage, ob er es noch mal so machen würde, mit einem Nein. Das klänge zwar verrückt, aber Nvidia aufzubauen sei "eine Million Mal härter", als man erwartet hatte. "Hätten wir damals den Schmerz und das Leid erkannt und gewusst, wie verletzlich man sich fühlt und welche Herausforderungen man ertragen muss - die Peinlichkeit und die Scham und die Liste all der Dinge, die schiefgehen - ich glaube nicht, dass irgendjemand ein Unternehmen gründen würde. Niemand, der bei Verstand ist, würde das tun." Einen Plan hat Huang dabei nicht, wie er zu bedenken gibt.

Quellen: Forbes, Bloomberg

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Just_osi Freizeitschrauber(in)
        Zitat von theGucky
        Hätte ich damals in Nvidia oder Bitcoin angelegt, wäre auch ich heute Multimillionär...
        Hätte hätte Fahrradkette...
        So ist es hätte ich das gewusst wäre ich heute der reichste mensch der welt ... Doof gelaufen
      • Von Just_osi Freizeitschrauber(in)
        Zitat von theGucky
        Hätte ich damals in Nvidia oder Bitcoin angelegt, wäre auch ich heute Multimillionär...
        Hätte hätte Fahrradkette...
        So ist es hätte ich das gewusst wäre ich heute der reichste mensch der welt ... Doof gelaufen
      • Von Terence-Hill Software-Overclocker(in)
        Pfff 30 Million, ich habe volles Mitleid, mit so wenig Geld würde ich auch betteln gehen, voll der Looser. Bekommt mit mühe und not seinen PrivatJet betank, da lachen die anderen Millionäre.
      • Von PCGHextreme PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von HardWareFresser87
        Ach, der arme alte Mann ist kein Milliardär nur Millionär, der tut mir richtig leid. Lasst uns einen Spendenaufruf starten, mit dem Motto: Free Priem und Lisa Su soll moderieren.
        "je suis priem" oder "wir sind priemehr"
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Ach, der arme alte Mann ist kein Milliardär nur Millionär, der tut mir richtig leid. Lasst uns einen Spendenaufruf starten, mit dem Motto: Free Priem und Lisa Su soll moderieren.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RyzA
        Priem soll mal nicht so rumheulen. Er hat immer noch genug Geld.
        Außerdem hat er ja was Gutes getan indem er gespendet hat.
        In Anbetracht der Grundeinstellung, die jemand haben muss, der einen so großen Anteil seines Vermögens gespendet hat, hätte er das Geld vermutlich so oder so für einen guten Zweck ausgegeben. Aber wenn er sich damit mehr Zeit gelassen und die Anteile länger gehalten hätte, wäre das eben dreimal so viel Geld für gute Dinge gewesen. Stattdessen hat er, rückblickend betrachtet, zu früh abgestoßen und der Vermögenszuwachs ging an diejenigen, die damals die Aktien gekauft haben. Die haben also, aus heutiger Sicht 2/3 der Werte erhalten, die mal unter Priems Kontrolle waren und dieses Geld vermutlich nicht für einen guten Zweck gespendet. Aber hinterher ist man eben immer schlauer.
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