Microsoft: Unternehmen investiert über eine Milliarde Dollar in Fäkalien für den Klimaschutz
Um den CO₂-Ausstoß wachsender KI-Rechenzentren auszugleichen, soll Microsoft einen Vertrag über Millionen Tonnen Fäkalien abgeschlossen haben.
Ein milliardenschwerer Deal zwischen Microsoft und einem US-Startup soll helfen, die wachsenden CO₂-Emissionen durch KI-Infrastruktur zu kompensieren - mit Abfall aus Gülle, Klärschlamm und Landwirtschaft. Laut einem Bericht von Inc. hat der Technologie-Konzern einen langfristigen Vertrag mit Vaulted Deep abgeschlossen, um insgesamt 4,9 Millionen Tonnen organischer Abfälle über einen Zeitraum von 12 Jahren tief unter der Erde zu deponieren.
Die Methode, mit der Vaulted Deep arbeitet, unterscheide sich dabei grundlegend von klassischen CO₂-Kompensationsstrategien. Statt Kohlendioxid aus der Luft zu ziehen, werden biologische Reststoffe in eine zähflüssige Masse verwandelt und rund 1.500 Meter unter die Erdoberfläche gepresst. Dort soll die Zersetzung - und damit die Freisetzung von CO₂ und Methan - langfristig verhindert werden. Im konventionellen Umgang mit diesen Abfällen würden sie entweder auf Feldern verteilt, in Wasserwegen landen oder auf Deponien verrotten. In allen Fällen würden sie zur Klimabelastung beitragen, so Vaulted-CEO Julia Reichelstein.
Der genaue Betrag des Geschäfts wurde offiziell nicht bestätigt. Nach Angaben von Inc. liegt der derzeitige Preis pro Tonne CO₂-Äquivalent bei etwa 350 US-Dollar. Hochgerechnet ergäbe sich daraus ein Vertragsvolumen von über 1,7 Milliarden US-Dollar. Die tatsächlich vereinbarten Kosten seien vertraulich, und man gehe davon aus, dass die Preise im Laufe der Jahre sinken werden. Offenbar hatten auch die Unternehmen Google und Meta Plattforms Verträge mit Deep Vaulted, wenn auch in deutlich kleineren Größenordnungen: 106 und 1.217 Tonnen.
Auslöser für solche Maßnahmen ist nicht zuletzt der enorme Energiebedarf moderner Rechenzentren, wie sie durch KI-Anwendungen und Cloud-Services entstehen. Diese Einrichtungen sind häufig auf Strom aus fossilen Quellen angewiesen, was den CO₂-Fußabdruck trotz Effizienzsteigerungen massiv ansteigen lässt. Entsprechend investieren Unternehmen wie Microsoft, Google und Amazon zunehmend in alternative Energieformen, darunter auch die umstrittene Forschung an kleinen modularen Atomreaktoren zur Eigenerzeugung.
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Fahr das Zeug in eine möglichst moderne und große Kläranlage und das wird bestmöglich verwertet. Daraus gewinnt man Strom, Wasser, Phosphor. Das einzige was dann eingelagert wird sind Schwermetalle, die bei der Verbrennung heraus gefiltert werden.
So landet das Zeug doch bloß irgendwann im Grundwasser. Wer soll das denn wieder aus der Kammer rausholen?
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Edit: Das lässt mir keine Ruhe. Da muss ich dieses Wochenende nochmal nachschauen, ob ich da ein UEFi aktivieren kann