Konsole rettete AMD vor Bankrott: Der Pitch mit der Playstation 4
Ausgerechnet Konsolen retteten AMD einst vor dem Bankrott. Dank Playstation 4 und Xbox One profitieren auch PC-Spieler von der Wiederauferstehung eines Unternehmens, das manche schon auf der Todesliste hatten.
Die meisten Tech-Interessierten werden wissen, dass es AMD einmal gar nicht so gut ging. Die Zen-Architektur war noch nicht geboren, Nvidia dominierte bereits den Markt der Grafikkarten, eine Wirtschaftskrise grassierte um den Globus und die AMD-Aktie ist um 2 Euro wert. Keine guten Aussichten für das Unternehmen, das rund zwei Jahre zuvor noch ATI übernommen hatte und sich mit Bulldozer einen "kompletten Fehlschlag" leistete.
Die Rettung kommt ausgerechnet von Konsolen, vor allem einer Konsole - der Playstation 4. AMDs Senior Director of Consumer and Gaming Client Business, Renato Fragale, erinnert sich an die Zeit, als man Sony eine AMD-Technik als Pitch für die Playstation 4 vorgestellt hat und die Japaner angenommen haben. Die Jaguar-APU landete letztlich auch in der weniger erfolgreichen Xbox One, doch beide und insbesondere die PS4 sind dafür mitverantwortlich, "AMD vor dem Bankrott" gerettet zu haben.
"2008 brachte uns in eine äußerst schwierige Lage"
Offenbar ist das auch nicht Fragales Einzelmeinung: "Die globale Finanzkrise von 2008 brachte uns in eine äußerst schwierige Lage, insbesondere nach Intels Erholung mit Merom/Conroe/Woodcrest und Nehalem. Wir verkauften mehrere geistige Eigentumsrechte wie Adreno, um Bargeld zu beschaffen. Die meisten von uns mussten vorübergehende Gehaltskürzungen in Kauf nehmen", resümiert Phil Park, Memory Systems/Infinity Fabric Performance Engineer bei AMD.
In dieser schwierigen Situation ist der Auftrag für die damalige Konsolengeneration Gold wert, denn er ermöglicht vor allem auch einen planbaren Zustrom an Umsätzen über einen längeren Zeitraum. Ab 2010 ist die Semi-Custom-Sparte von AMD ein stabiler Lieferant von Geld, das man ansonsten woanders zusammenkratzen muss. 2013 ist AMD weiterhin nicht profitabel, doch mit diesem Geld wird unter anderem Zen entwickelt.
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Ein Glückstreffer war laut Park auch Bobcat zusammen mit der steigenden Nachfrage bei Netbooks, die mal der letzte Schrei gewesen sind. 50 Millionen Bobcat-APUs soll AMD losgeworden sein. Für Gamer komplett irrelevant, aber eine weitere Rettungsleine für AMD.
Wirtschaftlich mittelfristig wohl noch wichtiger ist gewesen, dass durch den erfolgreichen Konsolen-Pitch mit schlussendlich 117 Millionen Playstation 4 und 58 Millionen Xbox One auch die Nachfolgegeneration stete Umsätze bringt - nicht selbstverständlich, aber es ist immer gut, wenn man den Fuß schon in der Tür hat.
Wer damals Aktien gekauft hat, kann sich über eine Verbesserung des Wertes von fast 1.300 % freuen. Und hätte man die Grafikkartensparte besser im Griff, wäre wohl noch mehr drin. Umso interessanter wird werden, ob AMD das Kunststück bei Zen wiederholen kann und bei RDNA-Radeons ein großer Wurf gelingt - KI ist schließlich die treibende Kraft auf dem Markt.

Kepler hatte Auslastungsprobleme und konnte die Shader weniger gut nutzen als gedacht, die Präsenz des ehemaligen Zugpferds "PhysX" schwand, zudem war Asynchronous Compute ein Fremdwort. Die GTX 770 war nur ein Aufguss der 680.
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Maxwell war umso besser, die Speicheranbindung der GTX 970 ausgenommen.
Meintest du Tile Based Rasterization?
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Das was Du da ansprichst gilt wohl eher für den Firmenbereich und der professionellen Nutzung, oder?
Auch richtig hoher Idle verbrauch, aber der Verbrauch ist an sich noch ok, aber bei weitem nicht gut.
Allerdings sind die Low FPS und Frametimes wirklich klasse mit der 750, auf der 770 ist es auch noch
Praktisch egal ob 1440p oder 1080p und kann man noch die meisten aktuellen Spiele in
4k auf der Karte spielen, mit 30 FPS, allerdings mit XeSS und die Tech ist wirklich gut.
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Und die Arc A770 für 330-350€ macht der 7600XT und in Teilen der 4060 Konkurrenz.
Ich bin mehr als zufrieden mit der Leistung meiner Intelkarte.
Aber AMD hat sich wirklich gut entwickelt. Intel schläft allerdings auch nicht mehr sooooooo tief.
Hatte am We ein i5 14600f in der Hand. Nette CPU und wirklich sparsam, wenn man möchte.
Allerdings hast Du einfach nur ein Bild ohne Quelle eingebunden, welches einfach nur ein paar Balken zeigt. Die Balken dort könnten alles mögliche bedeuten.
Ich habe z.B. bei Computerbase recherchiert und dort schneidet die RX 6600 in der Rohleistung besser ab als die Arc A580. Ich vermute das sind Ergebnisse mit RT, wo die Arc vorne liegen könnte oder doch irgendwelche Gesamt-Fazit-Werte? Ich bin da auch nicht jeden Monat auf dem laufenden, vor allem nicht bei den Preisen.
Der Preis der Arc ist in den letzten Monaten sicherlich noch gesunken, da sie wohl nur wenige Abnehmer findet. Gut für den Kunden. Die Preise bei AMD blieben dagegen stabil, wie bei NVidia auch.
Bei den Treibern bin ich mir dann nicht mehr so sicher. Klar Intel ist dort sehr bemüht, aber auf dem Niveau der Konkurrenz ist man in vielen Lagen wohl noch nicht. Ist ja nicht schlimm, das braucht seine Zeit.
Die Idle Leistungsaufnahmen der Intel Arc liegen allerdings sehr hoch, das wäre auch ein Punkt gegen die Arc. Ich weiß nicht ob sie da mittlerweile ausgebessert haben. Die Idle Zeiten überwiegen ja die PC Laufzeit und sind somit sehr wichtig. Aber auch bei Last liegen die Intel eher hinten. Daher frage ich mich erst recht woher dieses Balkendiagramm kommt und was es ausdrücken soll.
Allerdings nutze ich sehr viel Linux und dort sind die Intel Arc Grafikkarten nicht zu gebrauchen. Gut das betrifft nur Leute mit Linux und AMD hat dort ja sowieso die Nase vorn und für mich noch ein guter Grund AMD zu nutzen.
Jedes System läuft anders und wenn Du mit der Arc zufrieden bist, dann passt es doch.
Jedenfalls hast Du mal etwas neues probiert, abseits von grün oder rot und es hat sich für Dich wohl gelohnt.
Es ist bei Hardware leider immer noch so, nur Konkurrenz belebt das Geschäft.
Das was Du da ansprichst gilt wohl eher für den Firmenbereich und der professionellen Nutzung, oder?
Aber aktuell ist eine RX 6600 für die meisten vom Consumer-Markt sicher am besten zu gebrauchen. Gute Leistung, guter Preis, hohe Kompatibilität (Linux).
Was nützt es den Käufern eine RTX 4060 zu einem hohen Preis unterzuschieben, wenn sie die Features (für die sie offensichtlich draufzahlen) sowieso nicht nutzen oder nicht nutzen können? Diese Features werden von Nachfolgemodellen leistungstechnisch ja sowieso bald überrollt. Das ganze befindet sich ja immer in Entwicklung. Jedenfalls möchte ich kein Raytracing unter 30 FPS. Dafür benötige ich so eine Karte doch gar nicht und trotzdem bieten sie es an (fast rein für Werbezwecke und Betatester), obwohl es eigentlich Schwachsinn (sry) ist. Ich sehe das dann doch lieber pragmatisch.
Wenn wir mal ganz ehrlich sind, haben die meisten PC Nutzer wenig Ahnung von der Hardware. Das erfahre ich immer wieder. Die Starten das Spiel und gut ist es. Die gehen nicht, wie ein PCGH-Leser erst einmal in das Optionsmenü.
Ist aber keine Anspielung auf Dein Kommentar. Das Thema hast Du ja nicht direkt angesprochen. Das meine ich nur allgemein.
Schon James Bond sagte, "Sag niemals nie".
Fixe 5% Performanceverbesserungen jedes Jahr mit Entwicklung auf Sparflamme, konstant steigende Preise (selbst für alte Produkte) speziell in der HEDT-Schiene und unnötiges Sparen am falschen Ende (EUV Anlagen nicht gekauft)
Während ich selbst kein Fan von Nvidia bin, ihre Innovationsleistung und Geschick im Marketing muss man anerkennen.
Und was Marketing angeht ist AMD eindeutig im Nachteil gegenüber Nvidia.
Allerdings bin ich gespannt wie die nächste Gen preismäßig und von der Verfügbarkeit her aussieht da man mit AI Chips derzeit einfach mehr Geld macht.