Künstliche Intelligenz: US-Börsenaufsicht warnt vor neuer Finanzkrise
Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird noch in diesem Jahrzehnt zu einer weltweiten Finanzkrise führen. Dieser Meinung ist zumindest der Chef der US-Börsenaufsicht SEC, der entsprechend schnelle Regulationen fordert.
"Künstliche Intelligenz" ist zumindest im erweiterten Kandidatenkreis zum Schlagwort des Jahres. Spätestens mit der Ankunft von Tools wie ChatGPT im Mainstream wird in nahezu allen Bereichen immer mehr nach Möglichkeiten gesucht, den Einsatz von KI mehr oder weniger sinnvoll in den entsprechenden Produkten anzuwenden. Für Gary Gensler, den Chef der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) ist dieser KI-Boom aber eine tickende Zeitbombe.
Wie Gensler in einem Gespräch mit der US-amerikanischen Financial Times ausführt, wird die Verwendung von KI-Tools in der Finanzwelt zu einer "fast unvermeidbaren" Finanzkrise innerhalb eines Jahrzehnts führen. Als Grundlage seiner Meinung sind durch Künstliche Intelligenz entstehende Risiken, die alle Bereiche der Finanzwelt betreffen. Das Problem: Diese Risiken stammen hauptsächlich von Modellen, die Technologiefirmen außerhalb der Reichweite der SEC entwickeln würden.
Bisher sei die derzeitige Regulierungspolitik darauf ausgelegt, einzelne Institutionen und Personen zu kontrollieren. Agieren nun aber viele unterschiedliche Akteure auf Basis einzelner, identischer KI-Modelle, wachse die Gefahr, dass ein einziger Fehler zu einer kritischen Verkettung über viele Institutionen hinweg. Entsprechend müsse die SEC dafür Sorge tragen, dass KI-Tools so breit wie möglich aufgestellt sind, um nicht von einzelnen Modellen abhängig zu sein.
Allerdings befindet sich die US-Behörde laut Gensler derzeit noch in der Prüfungsphase, inwieweit neue Regulationen überhaupt notwendig seien - im Gegensatz zu der EU, die bereits im Juni 2023 mit einem ersten Regulierungsentwurf in Erscheinung getreten ist. Das KI-Gesetz soll bis Ende des Jahres fertig gestaltet sein. Gensler selbst ist im Übrigen kein unbescholtenes Blatt: Laut Yahoo Finance gilt der seit April 2021 im Amt stehende SEC-Chef als rotes Tuch für die Kryptowährungsbranche; zudem musste sich Gensler im vergangenen Monat aufgrund von umstrittenen Verbindungen zum wegen Betrugs angeklagten FTX-CEO Sam Bankman-Fried vor dem US-Kongress verantworten.

Nun ist durch die technische Entwicklung mittlerweile aber jeder in der Lage, ähnlich potente Analysesoftware zu basteln. Besonders leicht gemacht durch next Gen KI.
Gut wenn man da (als Blackrock) weit oben gute Freunde hat, die da gegensteuern.
Konkurrenz ... wäre ja noch schöner! Die ist schlecht fürs Geschäft.
Und wenn das wirklich eine Krise auslöst - dann doch hoffentlich mal eine richtige. Es gibt schlicht zu viel Geld. Würde das endlich mal im großen Maßstab - börsial - verdampfen, wäre das Geld auch wieder was Wert.
Was will er dann regulieren? Dass es kein Monopol gibt? Das ist unterstützenswert.
Wenn das einer verbietet, erlaubt es der andere. So kann man China oder beispielsweise Süd Korea (die das garantiert erlauben werden) auch das ganze Potenzial in die Hände spielen.