Intel: Nvidias KI-Vorherrschaft ist "glücklich" - Nvidia: Intel fehlte die Vision und die Umsetzung
Intels CEO sagt, Nvidia hatte mit seiner KI-Vorherrschaft "außerordentliches Glück"; Nvidias VP schnippt zurück: "Es kam von der Vision und der Ausführung. Daran mangelte es Intel."
Kurz vor Weihnachten liefern sich Intel und Nvidia noch eine kleine Rangelei unter Freunden. Intels CEO Pat Gelsinger wurde auf einem Symposium des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gesprächig, als er über seine Ansicht der Position von Intel in der Halbleiterindustrie Auskunft gegeben hat. Dabei kam man natürlich auch auf das Thema KI zu sprechen und Gelsinger lamentierte etwas darüber, dass Mitbewerber Nvidia "außerordentliches Glück" hatte und Intel dieses Glück auch hätte haben können, wenn man denn das Projekt Larrabee nicht eingestampft hätte.
"Hätte, wäre, wenn", tituliert eine Headline. Nvidia mag nun die Früchte seiner Arbeit einstreichen, man blieb bei CUDA aber auch am Ball - und das über lange Zeit. Dementsprechend kommt die Retourkutsche aus dem anderen Lager auch nicht überraschend. Nvidias Vice President, Bryan Catanzaro, sendet seine Grüße (via X/Twitter) und sagt, dass Intel die Vision fehlte und die Umsetzung.
Intel ist im Moment wohl in der unglücklichen Position, wo man sich vom Wettbewerb stellenweise die Butter vom Brot hat stehlen lassen, aber deswegen ist Gelsinger auch am Steuer - weil die Vorgänger Mühe hatten. Und das scheint er fairerweise auch zu akzeptieren. Er spricht von 11 Jahren in der Wildnis, als er bei EMC und VMWare arbeitete. Und in der Zeit hat Intel unter anderem Projekte wie Larrabee eingestellt und sich auf dem Erfolg der Prozessoren ausgeruht.
"Als ich vor 13 Jahren bei Intel herausgeschmissen wurde, haben sie das Projekt beendet, das die Form der KI verändert hätte", sagte Gelsinger seinem MIT-Publikum. Jensen Huang wird als harter Arbeiter charakterisiert, der zielstrebig Fortschritte im Grafikbereich anstrebte, aber Glück hatte, als die KI-Beschleunigung zu einem begehrten Computermerkmal wurde. Das passt wohl auch zu dem, wie Huang sich selbst und seinen Erfolg sieht. "Es gibt keinen Plan" bei Nvidia und vieles würde auch einfach davon abhängen, ob er den richtigen Riecher hat. Nvidia sieht sich nun als KI-Unternehmen. Diese Strategie empfiehlt Huang aber generell keinem Gründer, weil er ständig Sorgen hat, dass es schiefgeht.
Jensen Huang "hat sehr hart daran gearbeitet, Durchsatz-Computing zu besetzen, zunächst hauptsächlich für Grafik, und dann hatte er außerordentliches Glück", so Gelsinger, während Intel "Ich habe 15 Jahre lang im Grunde nichts in diesem Bereich gemacht." Aber keine Sorge, Gelsinger kündigt seine eigene Rückkehr an: "Ich komme zurück, ich habe eine Leidenschaft, okay, wir werden anfangen, in diesem Raum aufzutauchen." Das umfasst wohl auch, dem proprietären CUDA den Kampf anzusagen.

Nvidia hat Visionen! Und das ist gut so.
Hätte man damals Nvidia gekauft, dann hätten wir heute keine Ki und keine Ki ethischen Bedenken und Sorgen.
Intel war naiv.
Nvidia hat Visionen! Und das ist gut so.
Bei einer RTX 4090 hättest du das bringen können.
Bspw. indem sie zu Mitbewerber wechseln... oder sich zumindest beim nächsten Mal überlegen, wem sie die Kohle zuschieben.
Viel Erfolg NVIDIA
Es kann schon passieren, nach der Zombieapokalypse ist man als Pferdezüchter klar im Vorteil, bis die Automobilindustrie wieder anläuft. Ist halt eben nicht wahrscheinlich.
Somit haben beide recht.