Chipsparte von IBM soll für 2 Mrd. USD Mitgift an Globalfoundries gehen
IBM will schon länger die verlustbringende Chipsparte loswerden. Zunächst galten Intel und TSMC als aussichtsreichste Kandidaten, aber laut einem Bericht steht ein Deal mit Globalfoundries. Die dürften am Know-how von IBM interessiert sein, aber auch an den 2 Milliarden US-Dollar Mitgift.
IBM wäre gerne die verlustbringende Chipfertigung los. Das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, denn die Suche dauert bereits geraume Zeit an. Im Sommer kamen dann erstmals Gerüchte auf, Globalfoundries sei der heißeste Anwärter auf die Übernahme und diese Gerüchte verstärken sich nun. Einem Bericht auf Semiwiki ist zu entnehmen, dass die beiden Unternehmen sich nun geeinigt haben sollen.
Wie oft bei solchen Geschäften geht es vor allen Dingen um das Geld. Globalfoundries dürfte ohne Frage ein großes Interesse an einer Übernahme haben, aber laut Bericht war man sich lange nicht einig über die zu leistenden Zahlungen. Diese Einigung hat man nun offenbar erreicht und sie ist außergewöhnlich: IBM zahlt Globalfoundries angeblich 2 Milliarden US-Dollar, wenn man die Chipfertigung übernimmt – also quasi eine Mitgift.
Dan Nenni, der die Informationen veröffentlichte und als Experte im Semiconductor-Bereich gilt, geht davon aus, dass eine offizielle Bekanntgabe Anfang Oktober erfolgt. Woher er seine Informationen hat, verrät er nicht. Entsprechend lassen sie sich schlecht verifizieren, aber Nenni gilt als seriös. Er stuft den Deal zudem als weise Entscheidung ein, denn Globalfoudries täte gut am Know-how von IBM, um das es vornehmlich geht. Was mit den Fabriken von IBM passiert, bleibt abzuwarten.
Der Markt hätte dann jedenfalls neben TSMC einen weiteren schlagfkräftigen Auftragsfertiger, der unabhängig ist. Globalfoundries konnte sich hier bisher nur mäßig in Szene setzen, weil man bei der Fertigung technisch nicht ganz so weit ist wie der Mitbewerber. AMD etwa lässt seine Grafikkarten bei TSMC fertigen und den Desktop-Prozessoren wird nachgesagt, dass sie nicht dem Stand der Dinge entsprechen, was die Fertigung angeht. Das spiegelt sich auch in der hohen TDP wieder.
Laut Nenni wäre der Deal gut für den gesamten Markt, weil die Fabless-Unternehmen mehr Auswahl bei der Auftragsvergabe bekommen. Die sollen nämlich nur wenig Interesse daran haben, ihre Produkte bei Intel und Samsung fertigen zu lassen, die beiden anderen großen Betreiber für Wafer-Straßen mit hochmoderner Fertigung. Bis Anfang Oktober sind es noch knapp zwei Wochen, dann wird man mehr wissen.




Der Vergleich mit Minecraft ansich gibt einem zu denken...
Du hast das Minus-Zeichen vor den 2 Milliarden wohl nicht gesehen
Das glaub ich alles nicht.
Wenn das wahr ist
Minecraft = 2'500'000'000 Euro
Da ist schon ein kleiner unterschied findest du nicht?
Der Vergleich mit Minecraft ansich gibt einem zu denken...
Da fragt man sich doch, warum sie die Chipsparte nicht einfach eingestampft haben, das wäre wohl deutlich günstiger gewesen. Andererseits hätte das natürlich negative Schlagzeilen gemacht.