Drei hochrangige Manager verlassen AMD ohne Nachfolger

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Drei Manager verlassen AMD ohne Nachfolger (Im Bild: John Byrne)
Quelle: youtube.com

Das Personalkarussell bei AMD hat noch nicht gestoppt: Nun verlassen drei wichtige Manager das Unternehmen, darunter der Carrizzo-Entwickler John Byrne, der laut AMD auf eigenen Wunsch geht.

Nachdem vergangenes Jahr CEO Rory Read AMD verlassen hat, folgen nun drei weitere Manager: John Byrne, General Manager der Computing und Graphics Business Group, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Ihm folgen der Chief Marketing Officer Colette LaForce, die erst 2012 von Dell zu AMD wechselte, sowie der Chief Strategy Officer Rajan Naik, der ebenfalls 2012 angeheuert wurde und von McKinsey & Company kam.

Über die Gründe der Abgänge wird wie üblich nicht gesprochen. AMD betont zwar explizit, dass Byrne auf eigenen Wunsch geht, aber auch da besteht immer noch die Möglichkeit, dass man sich vielleicht zuletzt uneinig war und der Angestellte die Reißleine zog. Dass gleich zwei weitere Manager folgen, dürfte für die neue Chefin Lisa Su besonders bitter sein, denn Nachfolger konnte man erst einmal keine benennen. Su wird die Aufgaben von Byrne zwischenzeitlich übernehmen, der selbst noch bis März an Bord bleibt, um den Übergang etwas leichter zu gestalten.

Damit geht die Personalrochade bei AMD weiter. Kaum ein IT-Unternehmen hat in den letzten Jahren so viele Manager verschlissen. Alleine die CEO-Stelle wurde bei AMD in den letzten Jahren mehrfach neu besetzt. Darunter bekannte Namen wie Hector Ruiz, Dirk Meyer und eben auch Rory Read. In der Umbauphase des Konzerns, in der man derzeit steckt, scheint man aber wieder mehr technisch versierte Manager an Bord zu holen und weniger welche aus dem Bereich Ökonomie.

Erste Weichenstellungen von Lisa Su waren und sind vielversprechend, doch die Rückschläge kommen auch immer wieder. AMD bemüht sich derzeit, mit einer neuen CPU-Architektur die Lücke zu Intel zu schließen. Der weite Weg ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Im Segment der Grafikkarten steht man deutlich besser gegen den Mitbewerber Nvidia da, aber auch hier müssen Fortschritte erzielt werden.

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