Cherry: Früher Qualität aus Deutschland, heute Made in China
Der deutsche Peripheriehersteller und einstige Branchenprimus Cherry kämpft mit großen finanziellen Problemen und ist dabei in schwere Schieflage geraten. Jetzt wurde die Produktion vollständig nach China und in die Slowakei verlagert.
Der deutsche Peripheriehersteller und frühere Branchenprimus Cherry, welcher zum Jahreswechsel 2022/23 von der Cherry AG in die jetzige Cherry SE umfirmiert wurde, kämpft mit großen finanziellen Schwierigkeiten und ist dabei in schwere Schieflage geraten. Jetzt wurde die Produktion vollständig nach China sowie in die Slowakei verlagert, während das ehemalige Werk in Auerbach nur noch als Logistik- und Entwicklungszentrum dient, wie auf einer Hauptversammlung (PFD), die außerordentlich abgehalten wurde, offiziell bekannt gegeben wurde.
Im April wurde die Einstellung der Fertigung am deutschen Standort beschlossen, zukünftig werden alle Switches von chinesischen Auftragsfertigern bezogen. Der angeblich kompliziert zu fertigende ULP-Switch wird zusammen mit einigen Nischenprodukten eingestellt, wie Heise seinerzeit berichtet hatte.
Das Sanierungskonzept beinhaltet unter anderem die vollständige Einstellung der Schalterproduktion am Standort Auerbach sowie die Verlagerung an einen Partner in China, die mittlerweile weitestgehend umgesetzt sind (...). Der Standort Auerbach bleibt als Entwicklungs-, Logistik- und Servicezentrum für Europa aufrechterhalten.
- Cherry SE -
Neben der Verlegung der Produktion soll auch eines von zwei Kerngeschäften des Unternehmens abgestoßen werden. Cherry möchte sich entsprechend entweder von der Peripherie-Sparte oder aber dem Segment Digital Health and Solutions trennen, während einzig die Entwicklung und Produktion von Switches unumstritten ist.
Die genannten Maßnahmen sollen insbesondere die finanzielle Situation des Unternehmens wieder etwas entspannen, nachdem dessen Liquidität zuletzt durch eine Finanzspritze vom größten Anteilseigner, dem US-Private-Equity-Unternehmen Argand Partners, gestützt werden musste. Auch Aktionäre mussten seit Juli 2021 leiden, das Wertpapier von Cherry sank in dieser Zeit um 98 Prozent. Eine Neubewertung der Aktie soll Geld am Kapitalmarkt locker machen.
Die Verlagerung der Produktion nach China hat zudem Arbeitsplätze gekostet, wie das Unternehmen bestätigt hat.
In Zusammenhang mit der Verlagerung wurden in Abstimmung mit dem Betriebsrat Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut.
- Cherry SE -
Weitere Informationen liefert weitere Pressemitteilung zu der außerordentlichen Hauptversammlung 2025.
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Dafür dass ich in der Industrie fast ausschließlich Cherrys sehe, außer Leasing Geräte die mitsamt einer HP Tastatur ausgeliefert werden, oder festverbauten Keyboards.
Und das ist schon eine ganze Menge. Vorallem 1985 Design aber 2033 Preis.
Die Cherry MX Boards waren immer eine sichere wahl, wenn auch nicht gerade günstig.
Und die Cherry MX Black Switches laufen bei mir auch Standardmäßig in den emisten Tastaturen. Preislich sind diese auch im Vergleichz um wettbewerb eher weiter unten angesioedelt (100 Switches für nicht ganz 40 Euro, ist absolut ok)