Cherry: Einstiger Branchenprimus aus Deutschland mit Problemen
Der deutsche Peripheriehersteller und einstige Branchenprimus Cherry hat offensichtlich große finanzielle Probleme und ist in Schieflage geraten, weshalb der größte Anteilseigner die Liquidität mit 5,7 Millionen Euro sicherstellen muss.
Der deutsche Peripheriehersteller und einstige Branchenprimus Cherry, welcher zum Jahreswechsel 2022/23 von der Cherry AG in die jetzige Cherry SE umfirmiert wurde, hat offensichtlich große finanzielle Probleme und ist in Schieflage geraten, weshalb der größte Anteilseigner, das US-Private-Equity-Unternehmen Argand Partners, die Liquidität des Unternehmens mit 5,7 Millionen Euro sicherstellen muss. Auch Aktionäre mussten seit Juli 2021 leiden, das Wertpapier sank um 98 Prozent.
Quelle: onvista
Der Aktienkurs von Cherry ist seit 2021 um 98 Prozent eingebrochen
Am 23. Oktober 2025 haben Cherry SE, München, und ihre Tochtergesellschaften Cherry Americas LLC ("Cherry US") und Cherry Europe GmbH ("Cherry Europe") zwei Vereinbarungen mit Argand Partners geschlossen, um die Liquidität von Cherry zu stärken. Als Großaktionär ist Argand Partners ein der Gesellschaft im Sinne des Paragraphen 111a AktG nahestehendes Unternehmen, so EQS-Adhoc.
Im April wurde die Einstellung der Fertigung am deutschen Standort beschlossen, zukünftig werden alle Switches von chinesischen Auftragsfertigern bezogen. Der angeblich kompliziert zu fertigende ULP-Switch wird zusammen mit einigen Nischenprodukten eingestellt, wie Heise seinerzeit berichtet hatte.
Zudem gibt es stark rückläufige Umsätze, ein negatives EBITDA und einen Haufen zitierfähiger Warnungen im jüngsten Halbjahresbericht. z.B. zur Components-Sparte:
Die Anzahl der Wettbewerber hat durch auslaufende Patente, niedrigere Markteintrittsbarrieren und den technologischen Fortschritt in Asien stark zugenommen.
Insbesondere im Volumensegment herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb, welcher inzwischen maßgeblich durch chinesische Anbieter dominiert wird, die aufgrund von Kostenvorteilen mit aggressiven Preisen im Markt agieren.
Daneben zeichnet sich ein klarer Trend zu immer kürzeren Lebenszyklen der Schalter ab, wodurch die Anforderungen an Innovation und Anpassungsfähigkeit weiter gestiegen sind.
- Cherry SE -
Das Münchener Unternehmen ist ganz offensichtlich in einer extrem angespannten wirtschaftlichen Lage, wie dem Halbjahresbericht zu entnehmen ist:
Infolge der verschlechterten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens fällt es zunehmend schwerer, bestehende Partnerschaften aufrechtzuerhalten oder Verträge mit potenziellen neuen Geschäftspartnern zu schließen.
Aufgrund der verminderten Kreditwürdigkeit läuft das Unternehmen Gefahr, dass Handels- und Kooperationspartner Verträge auslaufen lassen oder sogar kündigen.
Wesentliche Gründe dafür sind die Anforderungen unserer Partner an die Kreditwürdigkeit von Cherry und die damit einhergehenden gestiegenen Risiken für unsere Vertragspartner.
- Cherry SE -
Weitere Informationen zur aktuellen Situation und der Finanzspritze von Argand Partners sind der offiziellen Pressemitteilung von Cherry zu entnehmen.
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Quelle: Cherry SE / EQS-Adhoc via onvista


Und gleich kommt die Eule und kick uns wegen Offtopic
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Hier soll es um Cherry gehen!