Netzwerktechnik und Neuerungen des Service Pack 3
Microsoft hat die finale Version des Service Packs 3 für Windows XP veröffentlicht. Wir haben einen Blick auf die Patch-Sammlung geworfen und geprüft, ob es Einbrüche oder gar Verbesserungen bei der Leistung gibt.
Netzwerktechnik
Der System Center Configuration Manager 2007 übernimmt unter anderem die Software-Aktualisierung von Client-Systemen eines Netzwerkes. Dabei kommt der Background Intelligent Transfer Service (BITS) zum Einsatz, der eine Aktualisierung nur dann zulässt, wenn die Bandbreite nicht anderweitig benötigt wird. Mit Service Pack 3 wird BITS auf Version 2.5 gebracht. Administratoren freuen sich über die Integration der "IPsec Simple Policy". Damit wird die Zahl der für eine Server- oder Domain-Isolierung benötigten Filter drastisch verringert. Das neue Peer Name Resolution Protocol (PNRP) 2.1 ermöglicht es Anwendungen, zwischen verschiedenen Rechnern ohne Umweg über einen DNS-Server zu kommunizieren. Die bei drahtlosen Netzwerken inzwischen weit verbreitete WPA2-Verschlüsselung wird mit Service Pack 3 direkt in Windows XP integriert.
Quelle: PCGH
7-Zip leistet mit Service Pack 3 für Windows XP mehr.
Neuerungen des Service Pack 3
Verlorene Datenpakete sind bei der Netzwerkkommunikation ein bekanntes Ärgernis. Mit der Black Hole Router Detection verbessert sich die Fähigkeit von Windows XP, Router zu erkennen, die zu einer fehlerhaften Datenübertragung neigen. Die Network Access Protection (NAP) erweitert den Schutz von Netzwerkteilen. Entspricht ein Teilnehmer nicht den "Gesundheits"-Anforderungen des Netzwerks, erhält er keinen vollen Zugriff auf die Umgebung. Er wird in einen gesonderten Bereich gelenkt, in dem er nur über eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten verfügt und somit nicht das gesamte Netzwerk gefährdet. Sobald der Teilnehmer den Vorgaben entspricht, werden die Beschränkungen aufgehoben. Das Bedienfeld "Security Options" enthält unter XP SP3 eine umfangreiche Beschreibung der Einstellmöglichkeiten, um schadhafte Veränderungen zu vermeiden. Bei jeder neu angelegten Sicherheitsrichtline für ein System werden Administrator- und Service-Einträge standardmäßig integriert. Diese Einträge können mit der Eingabemaske "Impersonate Client After Authentication" nicht mehr entfernt werden. Das "Microsoft Kernel Mode Cryptographic Modul" stellt Anwendungen Kryptographie-Algorithmen zur Verfügung, dies erleichtert die Verschlüsselung von Daten.
Mitbewerber hatten sich über die Möglichkeit beklagt, Websites durch die Eingabe einer URL in die Adressleiste aufzurufen, die sich bislang unter XP in die Taskleiste integrieren lässt (Rechtsklick auf die Taskleiste, "Symbolleisten" - "Adresse"; die Größe können Sie nur ändern, wenn die Leiste nicht fixiert ist). Mit dem SP3 streicht Microsoft dieses Adressfeld. Das sollte aber niemanden von der Installation des Pakets abhalten.
