Windows 10X: Start des Chromebook-Konkurrenten wohl im Frühling 2021

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Dual-Screen-Notebook Surface Neo mit Windows 10X und angepasster Startseite.
Quelle: Microsoft

Die neue Ausgabe von Windows 10 namens Windows 10X soll eventuell im ersten Halbjahr 2021 auf den Markt kommen. Das neue OS ist jedoch als Konkurrent für die Chromebooks von Google gedacht und eher nicht für normale PCs.

Im Oktober 2019 überraschte Microsoft mit der Präsentation zweier neuer Surface-Geräte, die erst Ende des Jahres 2020 auf den Markt kommen sollten. Das auf Android basierende Surface Duo ist in den USA mittlerweile verfügbar, während das Dual-Screen-Notebook Surface Neo auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist. Das Betriebssystem des Neo kommt jedoch im nächsten Jahr als Windows 10X auf den Markt. Laut dem Windows- und Surface-Chef Panos Panay wird diese spezielle Ausgabe von Windows 10 zunächst ihr Debüt auf klassischen Notebooks feiern. So will Microsoft mit Budget-Notebooks samt Windows 10X gegen die vor allem in den USA populären Chromebooks von Google antreten. Erste Budget-Notebooks sollen Hardware-Partner im Frühjahr 2021 auf den Markt bringen, so verschiedene Medienberichte wie etwa von den Kollegen von Golem.

Windows 10X bewusst mit weniger Funktionen um Notebook-Preis niedrig halten zu können

Mit dem sogenannten Chrome OS hat Google ein Betriebssystem geschaffen, das nahezu vollständig in der Cloud arbeitet und sich gerade in den USA im Bildungsbereich großer Verbreitung erfreut. Es ist absichtlich so entworfen, dass Nutzer möglichst wenig daran basteln können und mehr oder weniger gezwungen werden, in der Google Cloud zu arbeiten. In den USA besitzen derartige, günstige Chromebooks einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent in den Schulen des Landes. Erst dahinter folgt Microsoft mit Windows 10 und Apple mit iPadOS. Die Zielsetzung von Microsoft ist also, ein Betriebssystem zu haben, dass es mit Chrome OS aufnehmen kann. Neben günstigen Preisen für sogenannte Chromebooks um die 150 US-Dollar, ist es die einfache Handhabung, die wohl in Kombination mit der Verbreitung der Google-Dienste zur Marktführerschaft in den USA geführt hat. Gerade in Zeiten von Homeschooling während der Coronavirus-Pandemie nutzen immer mehr Kinder einen eigenen mobilen PC.

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Um jedoch günstige Windows-Notebooks offerieren zu können, müssen Nutzer einige Kompromisse eingehen. So laufen bei Windows 10 X alle Apps und Programme in Containern, was ein Plus an Sicherheit bringen soll, da die Software so nicht mehr so einfach Änderungen am System durchführen kann und etwa ein mit Schadcode infiziertes Programm so weniger Schaden anrichten kann, als bei einem herkömmlichen Windows. Im Gegenzug jedoch können alle x86-Programme, nicht mehr nativ auf dem Budget-PC laufen, sondern müssen über eine aktive Internetverbindung aus der Cloud auf den mobilen Rechner mit Windows 10X gestreamt werden. Hierzu könnte Microsoft das Angebot des Cloud-PCs ins Leben rufen, wie die Gerüchteküche glaubt zu wissen. Im Endeffekt wird hier ein virtuelles, vollwertiges Windows 10 gestartet, auf dem man dann beliebige x86-Programme ausführen kann. Ein derartiger Cloud-PC soll jedoch kostenpflichtig werden und vor allem Unternehmenskunden ansprechen, die diesen Service auch auf einem Android- oder iOS-Gerät nutzen könnten.

Bei Windows 10X können vorinstallierte Apps, wie der Edge-Browser auf Basis von Google Chrome, ein Datei-Explorer und Windows-Zubehör-Apps wie der Taschenrechner genutzt werden. Ergänzend können Apps aus dem Microsoft Store verwendet werden, eventuell könnten auch Android-Apps genutzt werden.

Ebenfalls lesenswert: Wegen Coronakrise: Dual-Screen-Geräte auf unbestimmte Zeit verschoben

Sammlung zum kommenden Windows 10X für Homeschooling & Co.:

  • Hardware-Partner sollen im Frühjahr 2021 erste Budget-Notebooks mit Windows 10X auf den Markt bringen, wie einige Magazine berichten.
  • Bei Windows 10X laufen alle Apps und Programme in Containern, was ein Plus an Sicherheit bringen soll.
  • Im Gegenzug jedoch können alle x86-Programme, nicht mehr nativ auf dem Budget-PC laufen, sondern müssen über eine aktive Internetverbindung aus der Cloud gestreamt werden.
  • Dieser Cloud-PC könnte kostenpflichtig werden und stellt wohl ein herkömmliches Windows 10 dar, auf dem x86-Programme installiert werden können.
  • Windows 10X soll gegen die Chromebooks mit Chrome OS von Google antreten. Gerade in den USA sind die Chromebooks für 150 US-Dollar im Bildungsbereich sehr beliebt.

Quellen: Golem, FAZ, Zdnet, Googlewatchblog, Petri, Microsoft

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von oldserver84 PC-Selbstbauer(in)
        Das wird genauso erfolgreich wie Windows 8.1 Surface RT
      • Von oldserver84 PC-Selbstbauer(in)
        Das wird genauso erfolgreich wie Windows 8.1 Surface RT
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