Windows 10 UWP: Auch Modder Durante gegen PC-Spiele als Universal Apps

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Die Universal Windows Platform gefährdet laut Peter "Durante" Thoman die PC-Spiele, wie sie heute existieren.
Quelle: Microsoft

Peter Thoman ist als "Durante" unter anderem für sein Downsampling-Tool GoDoSaTo bekannt und spricht sich nun in einem längeren Artikel gegen PC-Spiele als Universal Windows Apps aus. Auch er warnt davor, dass Microsoft nur Interesse am Erfolg des Windows Stores und der Universal Windows Platform habe, aber nicht daran, dass PC-Spiele so viele Möglichkeiten wie möglich bieten.

Laut dem Artikel von Peter "Durante" Thoman bei PC Gamer haben die Universal Windows Apps (UWA) in vielen Bereichen Nachteile gegenüber Software, die auf den Win32-APIs aufbaut. Aktuelle Spiele, die über Steam oder GOG vertrieben werden, haben auch heute eine Exe-Datei, die modifiziert werden kann. Doch UWA bieten laut Durante weniger Features, weniger Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderer Software, Einschränkungen für Modder und auch ansonsten ein schlechteres Ökosystem.

Es gibt daher keinen exklusiven Vollbildschirm-Modus, keine Möglichkeit für Analysetools wie FRAPS, RTSS oder FCAT, Probleme mit inoffiziellen Mods und Tools und sogar Bedenken, dass im Windows Store gekaufte Software nicht dauerhaft für die Käufer verfügbar sein wird. Außerdem müssen selbst PC-Spiele anscheinend wie auf Konsolen durch Microsoft zertifiziert werden, was dann bei Updates für Verzögerungen sorgen könnte, während gleichzeitig die Zugriffsmöglichkeiten für die Nutzer selbst zur Fehlerbehebung deutlich eingeschränkt sind.

Microsoft habe in der Vergangenheit schon oft Konkurrenten verdrängt, indem zunächst ein Markt mit offenen und standard-konformen Produkten unterstützt wurde. Dann seien proprietäre Features gefolgt, die dann genutzt wurden, um der Konkurrenz zu schaden. PC-Spiele seien für Microsoft in der Vergangenheit nur interessant gewesen, wenn ein schlecht laufendes Produkt unterstützt werden sollte oder eine neue Möglichkeit zum Geldverdienen entdeckt worden sei.

Als Beispiele nennt Durante DirectX 10 und dessen Exklusivität für Windows Vista, der Versuch, Games für Windows Live zu einem kostenpflichtigen Abo-Dienst zu machen, der dann Stück für Stück aufgegeben wurde und auch die Beschränkung von DirectX 12 auf Windows 10. Aktuell sei es wohl das Interesse von Microsoft, den Windows Store und die Universal Windows Platform zu einem Erfolg zu machen, aber nicht, dass PC-Spiele auch den Enthusiasten alle Möglichkeiten bieten.

Wenn sich Experten wie Gabe Newell schon seit Windows 8 und nun Tim Sweeney sich Sorgen machen, dann müssten dies wohl auch PC-Gamer tun, so Durante. Falls Microsoft die UWP und den Windows Store über das Betriebssystem immer besser unterstütze und Win32 und andere Stores immer weniger, würde das PC-Gaming, wie es heute existiert, gefährdet. In Gefahr wären die fast unbegrenzte Rückwärtskompatibilität von Spielen, die auch von Fans verbessert werden können, Tools von Drittanbietern und auch ein Markt, auf dem Konkurrenz für die niedrigsten Preise und meisten Sonderangebote aller wichtigen Plattformen sorgt.

PC-Nutzer mit Admin-Rechten müssten auf ihrem Rechner jeder Software alle beliebigen Rechte wie den Zugriff auf UWAs einräumen können, ohne dafür die Erlaubnis von Microsoft zu haben und die Entwickler bräuchten die Freiheit, auch Universal Apps ohne Microsoft auf jede beliebige Weise und ohne Nachteile anbieten zu können. Beide Punkte seien derzeit nicht erfüllt. Wer aktuell ein PC-Spiel als Universal App kaufe, erhalte eher ein typisches Konsolenspiel, das auf einem PC läuft als das, was traditionell als PC-Spiel angesehen wird.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schokomonster Freizeitschrauber(in)
        Weiss garnicht was nun alle so darüber rumflennen ist doch auch nur ne weitere Form von DRM und sowas wurde bisher doch auch von jeden anderen blindlings gefressen.
      • Von Schokomonster Freizeitschrauber(in)
        Weiss garnicht was nun alle so darüber rumflennen ist doch auch nur ne weitere Form von DRM und sowas wurde bisher doch auch von jeden anderen blindlings gefressen.
      • Von Leonidas1982
        Zitat von Echo321
        Steam braucht Windows aber Windows braucht kein Steam. Angenommen MS verbietet alle Spiele unter Windows 10 außer sie nutzen den Store unter MS Bedingungen. Steam , UBI und Co. haben dann ein Problem. Markbeherrschung und Ausnutzung einer Monopolstellung .. darum geht es hier und je mehr ich drüber nachdenke desto mehr Sorgen mache ich mir
        Du hast mit dem Szenario recht, aber es wäre illegal. dafür gibt es die Marktaufsichtsbehörde. Ein Monopol auszunutzen wäre da dümmste was eine Firma machen kann. Nur Preisabsprachen nachzuweisen wäre noch so schlimm.
      • Von BladerzZZ Software-Overclocker(in)
        Zitat von FaySmash
        dann soll einfach niemand diesen scheiß kaufen, fertig...
        Spiele? Win10? Was den nun?
      • Von FaySmash PC-Selbstbauer(in)
        dann soll einfach niemand diesen scheiß kaufen, fertig...
      • Von XeT BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BladerzZZ
        Natürlich ist es schneller Schon alleine das booten ist schneller mit gleicher Hardware mit Win10 als mit Win7.
        Viel wichtiger ist doch der Punkt:
        Du versuchst Bootzeit oder Bootzeiten aufzuklären? XD

        Store kann man anpassen klar. Grundsätzlich wird abe gerne einfach drauf gehauen. So wie windows10 haben aber für den Store mach ich mir kein acc und kommt,mir nicht auf die Platte.

        Es gibt Vorteile und Nachteile leider wird oft nur noch gehatet und sich auf negatives versteift. Das geliebte wird dann aber eisern verteidigt.
      Direkt zum Diskussionsende
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