Windows 11: Microsoft macht das Kontextmenü anpassbar
Microsoft hat bestätigt, dass sich das Kontextmenü von Windows 11 künftig anpassen lässt: schneller, schlanker und konfigurierbar. Wer das alte Rechtsklick-Menü vermisst, muss vorerst zur Registry greifen.
Fünf Jahre nach dem Start von Windows 11 räumt Microsoft ein, dass das Kontextmenü sein Versprechen aus dem Jahre 2021 bislang immer noch nicht eingelöst hat. Bereits im November stellte der Konzern ein geteiltes Kontextmenü in Aussicht, kurz darauf folgte ein Insider-Build mit mehr Übersicht im Rechtsklick-Menü.
Windows 11: Microsoft bestätigt anpassbares Kontextmenü
Microsoft hat über einen X-Post bestätigt, dass sich das Kontextmenü von Windows 11 künftig an die eigenen Gewohnheiten anpassen lässt. Wer täglich im Datei-Explorer hantiert und sich am überladenen Rechtsklick-Menü stört, darf aufhorchen: Das Menü soll schneller laden und sich auf die tatsächlich genutzten Einträge eindampfen lassen. Microsoft möchte für mehr Übersicht beim Rechtsklick sorgen.
Quelle: Windows Latest
Das Kontextmenü von Windows 11 LTSC ist deutlich übersichtlicher als das von Windows 11 Pro.
Verantwortlich für die Ansage ist Marcus Ash, welcher bei Microsoft Design und Forschung für Windows und Windows-Geräte leitet. Laut seinem Beitrag arbeitet das Unternehmen daran, Kontextmenüs schneller, standardmäßig schlanker und auf die meistgenutzten Funktionen konfigurierbarer zu machen; weitere Details zum Vorgehen sollen bereits zeitnah preisgegeben werden.
Was sich am Kontextmenü von Windows 11 ändern soll
Das Kontextmenü von Windows 11 soll schneller laden, standardmäßig schlanker ausfallen und sich auf "die am häufigsten genutzten Befehle" konfigurieren und vor allem reduzieren lassen. Einen konkreten Termin nannte Microsoft nicht, ein erster Testlauf im Insider-Programm ist ohnehin obligatorisch.
Warum das Kontextmenü von Windows 11 so überladen ist
Das Kontextmenü von Windows 11 sollte das gewachsene Rechtsklick-Menü aus Windows 10 ablösen, blieb aber selbst unübersichtlich. Microsoft hatte bereits 2021 im Windows-Blog eingeräumt, dass das alte Menü über zwei Jahrzehnte ungeregelt gewachsen sei - verwurzelt im IContextMenu-System seit Windows XP.
Das neue Design sollte häufige Befehle direkt an den Mauszeiger holen, "Öffnen" und "Öffnen mit" gruppieren und über "Weitere Optionen anzeigen" weiterhin das klassische Menü bereithalten, ohne Befehle zu streichen.
In der Praxis wirkt das Ergebnis mittlerweile eher gegenteilig: Das Menü ist durch großzügige Abstände optisch größer als unter Windows 10 und reagiert langsamer, wie unter anderem Windows Latest anmerkt.
Wer das gewohnte Verhalten zurückwill, behilft sich derzeit mit "Weitere Optionen anzeigen", mit Shift plus Rechtsklick, einem Registry-Eintrag oder Drittanbieter-Tools. Eine offizielle, eingebaute Lösung fehlte bislang hingegen gänzlich.
Anpassbares Kontextmenü: Microsoft öffnet Windows 11
Das anpassbare Kontextmenü reiht sich in eine Serie von Personalisierungsoptionen ein, die Microsoft zuletzt nachgeschoben hat. Inzwischen lassen sich die Taskleiste wieder verschieben, das Startmenü auf eine kompaktere Variante umstellen und modular zerlegen und einzelne Bereiche lassen sich endlich ausblenden.
Konzernchef Satya Nadella hatte angekündigt, mit einer Rückbesinnung auf Grundfunktionen die Gunst der Windows-Anhänger zurückgewinnen zu wollen. Das konfigurierbare Rechtsklick-Menü passt in genau diese Linie.
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Quelle: Microsoft via Windows Latest
