Für Windows 10 und 11: Microsoft bringt KI-Tool für die Foto-App
Microsoft ergänzt die Foto-App um eine weitere KI-Funktion, mit der man bestimmte Bildbereiche austauschen kann. Aktuell gibt es das Werkzeug nur für Insider, es soll aber in Zukunft für alle Nutzer von Windows 10 und 11 erscheinen.
KI-Tools wie Chatbots oder Bildgeneratoren sorgten zunächst auf Demo-Websites für viel Aufsehen, inzwischen werden sie aber zunehmend direkt in Programme integriert. Auch Microsoft arbeitet an entsprechenden Projekten: Nachdem Windows schon letztes Jahr um den KI-Assistenten Copilot ergänzt wurde, bekommt nun auch die Foto-App eine neue KI-Funktion. Nachdem man schon zuvor den Hintergrund von Bildern entfernen oder unscharf machen konnte, lassen sich mit dem Programm künftig auch selbstständig Bereiche markieren und austauschen.
Bildbearbeitung mit KI
Ebendiese Funktion nennt Microsoft Generative Erase, also Generatives Löschen. Die markierten Bildbereiche werden dabei, kontextabhängig zum restlichen Bild, automatisch von einem KI-Bildgenerator ausgetauscht. Das soll laut Microsoft selbst bei großen Bildausschnitten funktionieren, ohne dass die generierten Bereiche auffallen. Die Qualität wird aber natürlich immer auch vom jeweiligen Bild abhängen.
Quelle: Microsoft
Zur Bearbeitung werden einfach die entsprechenden Bereiche markiert.
Quelle: Microsoft
Das Bild vor und nach der Bearbeitung: Störende Objekte wurden automatisch entfernt.
Neben der neuen KI-Funktion hat Microsoft außerdem auch angekündigt, dass diese und alle bisherigen KI-Werkzeuge auch in die Foto-App von Windows 10 integriert werden sollen. Zudem sind alle Funktionen auch für die ARM-Version von Windows 11 verfügbar. Aktuell wird dafür aber noch der aktuelle Preview-Build benötigt. Bis Generative Erase offiziell für Windows 10 und Windows 11 erscheint, dürfte es also noch dauern. Womöglich spart sich Microsoft die Veröffentlichung für das große 24H2-Update im Herbst auf.
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Besondere Hardwareanforderungen gibt es für das neue KI-Tool übrigens nicht. Microsoft lässt die Software also wohl direkt auf der CPU laufen. Inwiefern Microsoft dabei mit Blick auf die Qualität und Performance zu anderen KI-Bildgeneratoren wie beispielsweise Stable Diffusion abschneidet, bleibt abzuwarten. Die Einstiegshürde ist bei der direkt integrierten Funktion aber natürlich in jedem Fall niedriger.
Quelle: Microsoft via The Verge / Windows Latest
