Windows 11: Juni-Update sorgt für Bluescreens auf OEM-PCs
Microsoft verteilt seit dem 9. Juni 2026 das Juni-Update KB5094126 für Windows 11, doch Business-PCs von HP und Dell endet die Installation teils im BSOD oder in der BitLocker-Schleife. Heim-PCs trifft der Fehler nur in Ausnahmen.
Microsoft hat mit dem kumulativen Juni-Update KB5094126 (Build "26200.8655") neben neuen Funktionen wie dem Low Latency Profile auf einem Teil der Geräteflotte den Bootvorgang lahmgelegt. Das Sammel-Update vom Patch-Tuesday schließt bis zu 200 Sicherheitslücken, darunter 33 kritische und fünf Zero-Day-Lücken, und sollte deshalb auf jedem System landen (alle Neuerungen im Überblick). Für den Heimanwender ist das Update auch vergleichsweise risikolos.
Wer allerdings einen Business-PC von HP und Dell mit aktivem BitLocker betreibt, prüft vor dem Einspielen des Updates allerdings besser vorsichtshalber die Sicherung seines Wiederherstellungsschlüssels.
Juni-Update KB5094126 verwehrt HP- und Dell-PCs den Start
Die ersten Berichte stammen von der Website Windows Latest, bei der sich ein Administrator meldete, dessen HP-Flotte nach dem Rollout reihenweise nur noch den BitLocker-Wiederherstellungsbildschirm oder einen schwarzen Bildschirm zeigte.
In der Zwischenzeit tauchen identische Meldungen auf Reddit und im Feedback Hub auf. Der Defekt hängt am Zusammenspiel von Update, BIOS und Partitionierung, weshalb baugleiche Geräte mal betroffen sind und mal sauber durchlaufen.
Betroffen sind laut den Berichten insbesondere die nachfolgenden Geräte:
- HP EliteBook 840 G10
- HP ProBook 460 G11 / HP 460 G11
- HP Engage One Pro 15.6 G2 AiO POS
- HP ZBook
- Dell Precision
- Dell Precision 7530
Unter den lahmgelegten Modellen taucht das HP EliteBook 840 G10 am häufigsten auf, ein Premium-Notebook für Firmenkunden. Reiner Privatanwender-Hardware bleibt der Fehler demnach bislang erspart, der Schwerpunkt liegt klar im geschäftlichen Umfeld mit Kassensystemen, mobilen Workstations und Notebooks.
Secure Boot und EFI-Partition: Warum KB5094126 PCs aussperrt
KB5094126 erneuert die seit 2011 genutzten Secure-Boot-Zertifikate und scheitert auf Systemen, deren EFI-Partition nur 100 MiB statt der heute üblichen 500 MiB bis 1 GiB misst. Reicht der Platz nicht aus, kann Windows 11 die nötigen Boot-Dateien nicht schreiben, Secure Boot verweigert daraufhin den Start und quittiert das mit der Fehlernummer "0xc0430001" und dem entsprechenden Bluescreen.
Im Ereignisprotokoll von Windows 11 häufen sich TPM-WMI-Fehler mit dem Hinweis, der Secure-Boot-Update habe den Boot-Manager wegen unzureichenden Speicherplatzes nicht aktualisieren können.
HP-Geräte stehen besonders exponiert, weil der Hersteller Firmware-Recovery-Daten unter EFI\HP\DEVFW in derselben Partition ablegt und sie dadurch zusätzlich füllt.
BitLocker-Loop nach KB5094126 lösen
Der einzige verlässliche Weg aus der BitLocker-Schleife führt über das vorübergehende Abschalten von Secure Boot im BIOS. Vorher gehört der Wiederherstellungsschlüssel gesichert, am bequemsten über das verknüpfte Microsoft-Konto, das ihn automatisch hinterlegt.
Anschließend ruft man per Esc-Taste vor dem Hersteller-Logo das BIOS auf, deaktiviert dort Secure Boot, bootet zurück nach Windows und spielt das kumulative Update vollständig ein. Nach erfolgreichem Neustart wird Secure Boot wieder eingeschaltet.
Bleibt das Problem bestehen, hilft nur ein Vergrößern der EFI-Partition oder ein aktuelles BIOS- beziehungsweise UEFI-Image, da ein veralteter Firmware-Stand den Konflikt zusätzlich befeuert. Wer in einer Endlosschleife festhängt, sieht teils auch den Stopcode "DPC_WATCHDOG_VIOLATION", der erst nach dem Entfernen des Patches verschwindet.
OneDrive bricht im Datei-Explorer von Windows 11 weg
Neben dem Boot-Problem verlieren auf einzelnen Systemen OneDrive, Dropbox und iCloud Drive ihre Einbindung in den Datei-Explorer, sobald KB5094126 installiert ist. Das Symbol im Infobereich und der Eintrag in der Seitenleiste reagieren dann nicht mehr, der Ordner öffnet sich schlicht nicht.
Erreichbar bleiben die Daten über den direkten Pfad unter C:\Users\Benutzername, der gewohnte Weg über Explorer-Leiste oder Tray-Icon scheitert hingegen. Microsoft verortet die Ursache in der gestörten Shell-Einbindung der Cloud-Dienste, die vor allem auf Konten mit abgeschalteter Benutzerkontensteuerung und lokalem Administrator auftritt.
Ein Wechsel auf ein Microsoft-Konto samt aktivierter UAC stellt den Zugriff in vielen Fällen wieder her, andernfalls bleibt nur das Entfernen des Updates bis zu einem Fix.
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Quelle: Windows Latest

Ist M$ zu blöd eine Abfrage mit in das Update einzubauen und den Anwender darauf hinzuweisen?
Das ist einfach haarsträubend was dieser Saftladen sich leistet.
Die ganze Börsenlandschaft ist massiv künstlich aufgebläht, das hat mit Realwirtschaft nur noch am Rande zu tun. Oft auch garnichts mehr, sondern das sind dann Schädlinge an der Weltwirtschaft, welche uns hier als "Innovationstreiber" und "Maß aller Dinge" verkauft werden. Siehe z.B. derzeitiger K.I. Boom (und nein, ich hasse die Idee nicht und denke schon, daß da was geht).
Von 30 auf 400? Käsebällchen? Weißwürste pro Aktie? Was Dollar? Da hat ne Erdnuß bald mehr Kaufkraft.
Ich verstehe nicht, warum Microsoft sich nicht von Windows 11 verabschiedet und das nahezu perfekte Windows 10 zum Top-Betriebssystem hochstuft - bis Windows 12 dann irgendwann rauskommt.
Windows 11 kommt mir garantiert nicht auf meinen Computer - nicht jetzt und auch nicht in Zukunft!!!